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Unternehmensmeldungen

Funk und EMIL Group vereinbaren Partnerschaft

Der Versicherungsmakler Funk und das Berliner Technologieunternehmen EMIL Group haben eine langfristige Partnerschaft beschlossen. Funk nutzt die Technologie von EMIL für den digitalen Vertrieb von ausgewählten Versicherungsprodukten sowie die Migration bestehender Portfolios.

Im Rahmen der Partnerschaft setzt der Versicherungsmakler und Risk Consultant Funk künftig für ausgewählte Geschäftsmodelle auf die Software-as-a-Service-Lösung des Berliner Technologieunternehmens EMIL. Herzstück der 2016 gegründeten EMIL Group ist ein Software-as-a-Service-Kernsystem. Die Technologieplattform deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Versicherung ab.

Funk verwendet die cloudbasierte Technologie von EMIL zum einen für die Bewirtschaftung verschiedener bestehender Portfolios. Zum anderen soll sie auch für den digitalen Vertrieb von neuen Versicherungsprodukten genutzt werden, beispielsweise über die als Assekuradeur tätige Tochtergesellschaft Th. Funk & Sohn.

Wie das Maklerunternehmen Funk mitteilt, habe man sich im Rahmen eines Anbietervergleiches im vergangenen Jahr für die EMIL Group entschieden. Ausschlaggebend hierfür sei neben dem Kooperationsmodell als Software-as-a-Service der Umstand gewesen, dass die EMIL Insurance Suite cloudnative betrieben wird, einem API-First-Ansatz folgt und flexible Technologien bereitstellt. Der Funktionsumfang und die Kombination aus hoher Versicherungsfachlichkeit und No-Code-Funktionen ermöglichen eine schnelle Time-to-Market unter anderem bei der Einführung von neuen Produkten, wie es vonseiten Funks heißt.

EMIL Insurance Suite bei „Funk Experts“ im Einsatz

Die EMIL Insurance Suite kommt bereits beim Versicherungsportal „Funk Experts“ zum Einsatz – einem neuen digitalen Geschäftsmodell für bedarfsgerechte und berufsgruppenspezifische Versicherungen, das Funk in den vergangenen Monaten aufgebaut hat. Das Portal ermöglicht einen Online-Abschluss und eine digitale Vertragsverwaltung und Schadenmeldung. Die gesamte fachliche Abwicklung erfolgt dabei Stand-Alone über das SaaS-Kernsystem der EMIL Group.

„Als Versicherungsmakler und Risk Consultant liegt unser Schwerpunkt auf der persönlichen Beratung von Unternehmen aus verschiedensten Branchen. Unter anderem mit unserem neuen Versicherungsportal Funk Experts legen wir einen zusätzlichen Fokus auf den digitalen Direktvertrieb – und sorgen so dafür, dass Personen vertrauter Berufsgruppen jederzeit, komfortabel und topaktuell von unserer Expertise profitieren können. Wir freuen uns sehr, hier mit der EMIL Group einen innovativen Partner mit moderner Technologie an der Seite zu haben“, so Bernhard Schwanke, geschäftsführender Gesellschafter bei Funk. (tk)

Bild: © Yingyaipumi – stock.adobe.com

 

InsurTech wefox startet globales Affinity-Geschäft

Bei wefox sind die Weichen für den globalen Affinity-Kanal gestellt, um Versicherungslösungen über Partner anzubieten, deren Kerngeschäft nicht die Assekuranz ist. Geleitet wird das Affinity-Team von Tomaso Mansutti und Pierfrancesco Ricca. Für das Affinity-Geschäft hierzulande ist Günther Blaich zuständig.

Beim InsurTech wefox ist der Startschuss für den weltweiten Vertrieb im Affinity-Bereich gefallen. Das neue Kerngeschäft erweitert die bestehenden Vertriebskanäle, wie das Unternehmen mitteilt. Und es schafft wefox neue Möglichkeiten, Versicherungslösungen über Partner anzubieten, deren Kerngeschäft nicht das Versicherungswesen ist, die aber eine entsprechende Partnerschaft eingehen, um Versicherungslösungen zu vertreiben.

Affinity-Vertrieb als weiteres Element der Tech-Plattform-Strategie

Das Affinity-Geschäft bezeichnet wefox als Teil der übergreifenden Tech-Plattform-Strategie, bei der das InsurTech Versicherungsunternehmen mit Partnern für den Vertrieb von Versicherungsprodukten zusammenbringt. Die Leitung des Affinity-Teams obliegt Tomaso Mansutti und Pierfrancesco Ricca. Der Vertrieb ziele laut wefox auf einen globalen Markt, der allein für Embedded Insurance einen Wert von rund 3 Bio. US-Dollar umfasse. Hierzulande verantwortet Dr. Günther Blaich das lokale Affinity-Geschäft, der seit Kurzem neuer Deutschland-Chef von wefox ist (AssCompact berichtete: Günther Blaich ist neuer Deutschland-Chef bei wefox).

Affinity-Team soll erweitert werden

Im November 2022 wurde das Affinity-Team um zwei Personen aufgestockt: Thomas Rettenwander leitet das Affinity-Geschäft in Österreich und Daniele Del Bo wurde zum Group Business Development Director für Affinity Automotive berufen. Weitere Neueinstellungen seien laut wefox geplant. „Indem wir unser Affinity-Geschäft globalisieren, bauen wir nicht nur unser Wissen und unsere Erfahrung in diesem Bereich aus, sondern stellen auch sicher, dass jeder unserer Partner von mehr als nur Produkten und Service-Lösungen profitiert“, erklärt Tomaso Mansutti, Group Head of International Partnerships bei wefox.

Die von wefox angebotene Technologie schaffe neue Möglichkeiten, darunter Versicherungen, die in die Elektrik neuer Mobilitätsformen integriert werden, so Mansutti weiter. So könne eine Vollkaskoversicherung für Elektroautos nach Verbrauch von Kilowattstunden berechnet werden.

„Unser Modell ermöglicht es unseren Partnern, die Affinity-Versicherungen zu einem Kernbestandteil ihres Geschäfts zu machen und sicherzustellen, dass sie die volle Kontrolle behalten. Das erreichen wir durch unseren einfachen und transparenten Prozess“, unterstreicht Pierfrancesco Ricca, Group Head of Affinity Partnerships wefox. (tk)

Bild: © S... – stock.adobe.com

 

VOLKSWOHL BUND etabliert neue bAV-Hauptabteilung

Der VOLKSWOHL BUND hat mithilfe interner Umstrukturierungen eine neue Hauptabteilung für betriebliche Altersversorgung (bAV) eingerichtet. Damit will der Dortmunder Maklerversicherer laut eigenen Angaben das Firmengeschäft in diesem Bereich stärken und das Vertriebspotenzial für Vertriebspartner ausbauen.

Die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G. hat durch interne Umstrukturierungen eine neue Hauptabteilung für betriebliche Altersversorgung (bAV) etabliert. Die Hauptabteilung bAV/Firmenkunden Leben soll sämtliche Aufgaben in diesem Segment übernehmen, vom Erstkontakt, über Vertragsverwaltung bis hin zur Auszahlung der Renten. Außerdem soll die neue Abteilung Rechtsfragen klären, Vertriebsunterstützung bieten und die Einführung und Weiterentwicklung von bAV-Produkten begleiten. Bisher waren diese Aufgaben auf unterschiedliche Abteilungen verteilt.

Neue Abteilung besteht aus 40 Mitarbeitern

Verantwortet wird das neue Ressort von VOLKSWOHL BUND-Vorstand Celine Carstensen-Opitz. Wie der VOLKSWOHL BUND meldet, arbeiten 40 Mitarbeiter mit Expertenwissen zum Thema bAV in der neuen Abteilung, darunter auch neu dazugewonnene Kollegen. Unter anderem sei mit Patrick Polowy ein ausgewiesener Fachmann als Leiter der Hauptabteilung zum VOLKSWOHL BUND gekommen.

Mit der neuen Hauptabteilung soll das Firmengeschäft im Bereich der geförderten Betriebsrenten gestärkt werden und zugleich das Vertriebspotenzial für Vertriebspartner gestärkt werden, heißt es vonseiten des Versicherers. „Arbeitgeber können mit einer attraktiven betrieblichen Altersversorgung Mitarbeiter gewinnen und an sich binden. Wir helfen, indem wir ihnen moderne Versicherungslösungen bieten und sie jederzeit professionell begleiten“, so Carstensen-Opitz. (js)

Bild: © Tobias Arhelger – stock.adobe.com

 

PropTech Germany Award: Die Gewinner stehen fest

Mit dem PropTech Germany Award werden Anbieter neuer Geschäftsmodelle und technologiebasierter Lösungen rund um die Bau- und Immobilienwirtschaft ausgezeichnet. Der Wettbewerb fand bereits zum dritten Mal statt. Vor Kurzem wurden die Sieger gekürt.

Die auf Transformation und Digitalisierung in der Bau- und Immobilienbranche spezialisierte blackprintpartners GmbH mit Sitz in Frankreich hat zum inzwischen dritten Mal den PropTech Germany Award vergeben. Bei dem Wettbewerb werden Anbieter neuer Geschäftsmodelle und technologiebasierter Lösungen zu allen Lebenszyklusphasen und Nutzungsklassen rund um die Bau- und Immobilienwirtschaft prämiert.

Pitches von rund 200 PropTech-Start-ups

Zunächst wurden bei den REAL PropTech Pitches im März aus rund 200 PropTech-Start-ups per Publikumsvoting die Nominierten in zehn Wertschöpfungsstufen für den Award ausgewählt. Kriterien waren „Verständlichkeit des adressierten Problems“, „Verständlichkeit der PropTech-Lösung“, „Mehrwert der Lösung für den Kunden“, „Relevanz der Lösung für die Branche“ und „Beitrag des PropTechs zu einer nachhaltig zukunftsfähigen Bau- & Immobilienwirtschaft“. Aus dem Kreis der Nominierten kürte eine Expertenjury schließlich die Sieger in den zehn Kategorien und den Hauptgewinner des PropTech Germany Award 2023.

Die Sieger in den zehn Kategorien

Folgende PropTechs haben eine Auszeichnung erhalten:

  • Projektentwicklung & Smart City: syte GmbH
  • Planen & BIM: LCM Digital GmbH
  • Bauen & Sanieren: VESTIGAS GmbH
  • Finanzieren, Bewerten & Investieren: Octoscreen GmbH
  • Bewirtschaftung & Instandhaltung: DiConneX GmbH
  • Konzepte & Services für Mieter & Nutzer: Tauschwohnung GmbH
  • Smarte Gebäudeeffizienz: aedifion GmbH
  • Energieeffizienz: Voltaro Energy GmbH
  • Vermarktung, Vermietung & Verkauf: Viertelcheck GmbH
  • Asset- & Portfoliomanagement: objego GmbH

„Aufgrund der gesamtgesellschaftlich wie gesamtwirtschaftlich übergeordneten Bedeutung des Bau- und Immobilienbereichs rückt der PropTech-Sektor immer stärker in den Fokus. Digitale Lösungsanbieter sind entscheidende Innovations- und Zukunftstreiber. Mit dem PropTech Germany Award sorgen wir für den PropTech-Sektor zum dritten Mal für mehr Visibilität und Positionierung und liefern der etablierten Branche zusätzliche Orientierung zu den mittlerweile so zahlreichen, erfolgreichen PropTechs“, erklärt Sarah Schlesinger, Managing Partnerin & CEO von blackprintpartners.

Green Fusion als Hauptgewinner

Überraschenderweise ging in diesem Jahr der Hauptgewinn nicht an einen der Kategoriesieger, sondern die Jury hat die Green Fusion GmbH zum Hauptgewinner gekürt. Das junge und aufstrebende PropTech-Start-up mit hohem Skalierungs- und Effizienzpotenzial adressiere laut Jury eine zentrale Herausforderung: die Energiewende in der Wohnungswirtschaft.

Green Fusion will Immobilien durch eine intelligente Steuerung der Energiesysteme nachhaltiger machen und die Energiewende in der Wohnungswirtschaft vorantreiben. „Mit unserer intelligenten Steuerungssoftware können wir nicht nur den riesigen Bestand der vorhandenen, oft einfachen Energiesysteme sofort und noch heute im Betrieb signifikant optimieren; unsere Lösung legt gleichzeitig auch den Grundstein für nachhaltige Energiesysteme der Zukunft, die die Bereiche Wärme, Strom und E-Mobilität koppeln, und so die holistische Optimierung des Gesamtsystems Haus ermöglicht“, wie das Unternehmen auf seiner Homepage schreibt.

Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche voranbringen

„Die Digitalisierung der Branche muss trotz eines schwierigen Marktumfelds weiter voranschreiten. Der PropTech Germany Award hilft hoffentlich dabei, die Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema hochzuhalten“, sagte Paul Jörg Feldhoff, Chairman Feldhoff & Cie und Gründer der blackprintpartners GmbH sowie Hauptsponsor des diesjährigen PropTech Germany Awards. (tk)

Bild: © PX Media – stock.adobe.com

 

blau direkt integriert Investmentbereich in App „simplr“

Der Infrastrukturdienstleister blau direkt hat seine Endkunden-App „simplr“ um den Investmentbereich ergänzt. In der Anwendung sind ab sofort Kundendepots. Maklerpartner können die Investment-Erweiterung nutzen und die App über den jeweiligen Store herunterladen.

Kundendepots nun in „simplr“: Das Lübecker Unternehmen blau direkt hat sein Technologieangebot ausgebaut und in seiner Endkunden-App Investment integriert. Über den Investmentbereich haben Kunden nun die Möglichkeit, ihre Versicherungsverträge und ihr investiertes Geld orts- und zeitunabhängig einzusehen und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ab sofort können Maklerpartner die Investment-Erweiterung nutzen und die App über den jeweiligen Store herunterladen. Für die Verwendung der Funktion ist ein Zugang zum „Investifant“, dem Beratungs- und CRM-Tool von blau direkt, erforderlich. Hierfür braucht es eine Lizenz für Finanzanlagenvermittler nach § 34f oder § 34h GewO. Maklerpartner mit Lizenz nach § 34d GewO können den Investmentbereich ebenfalls nutzen, um ihren Kunden Vermögensverwaltungsstrategien zu vermitteln.

Der Investifant ermöglicht unter anderem das Anlegen von Vermögensverwaltungsstrategien oder Modellportfolios sowie rechtssichere Beratung und bietet Fondstools, detaillierte Auswertungen und automatisierte Vermögensberichte.

„Mit dem integrierten Investmentbereich in simplr bieten wir unseren Maklerpartnern nun neben unseren anderen bewährten Softwarelösungen die Möglichkeit, ihrem Kundenstamm eine digitale und innovative Financial-Home-Plattform anzubieten, die alle benötigten Anwendungen in einer erstklassigen App bündelt, – ihnen quasi ein Zuhause gibt“, betont Oliver Lang, Geschäftsführer und CIO bei blau direkt. (tk)

Bild: © AndSus – stock.adobe.com

 

Technologie-Anbieter Verisk übernimmt SV Krug

Der Data-Analytics- und Technologie-Anbieter für die globale Versicherungsbranche Verisk erwirbt das deutsche InsurTech SV Krug. Die SV Krug GmbH bietet Lösungen rund um das Kfz-Schadenmanagement. Mit der Übernahme erweitert Verisk sein Angebot in der Schaden-/Unfallversicherung in Europa.

Verisk, ein Data Analytics- und Technologie-Anbieter für die globale Versicherungsbranche, hat SV Krug gekauft. Die in Deutschland ansässige Krug Sachverständigen GmbH bietet digitalisierte Lösungen rund um das Kfz-Schadenmanagement, die einen besseren und schnelleren Kundenservice ermöglichen und damit nachhaltig Kosten senken. SV Krug wurde 1982 gegründet und betreut Versicherungen, Automobilhersteller, Schaden-und Mobilitätsdienstleister sowie Kfz-Reparaturwerkstätten mit Gutachten, Services, digitalen Tools sowie KI-basierter Software für das Schadenmanagement.

„Die Digitalisierung wird immer wichtiger, um Schadenprozesse zu beschleunigen und Versicherern zu ermöglichen, sich auf ihre Kernkompetenzen und auf Kostensenkungsmaßnahmen zu konzentrieren“, sagt Oliver Krug, Geschäftsführer von SV Krug. „Die Schaffung eines neutralen und unabhängigen Ökosystems für das Schadenmanagement hat für uns oberste Priorität. Als Teil von Verisk sind wir gut positioniert, um unsere Rolle als strategischer Partner zu erweitern und zusätzliche Möglichkeiten zur Automatisierung des Kfz-Schadenmanagements zu erkunden – mit Mehrwert für sowohl Versicherer als auch für Versicherungsnehmer/Geschädigte“, so Krug weiter.

Übernahme soll Wachstum von Verisk voranbringen

Mit der Übernahme will Verisk seinen Wachstumskurs vorantreiben und sein Angebot in der Schaden-/Unfallversicherung in Europa erweitern. Die Akquisition von SV Krug ergänze sich laut Unternehmensangaben hervorragend mit der bereits 2021 erfolgten Übernahme von Actineo, einem Anbieter im Bereich der Digitalisierung und medizinischen Bewertung von Personenschäden in Deutschland und Österreich. Zum Portfolio von Actineo zählen Dienstleistungen, Technologien und Datenlösungen zur Unterstützung des gesamten Personenschaden-Regulierungsprozesses.

Verisk setzt auf Synergien zwischen SV Krug und Actineo

„Verisk wird die etablierten Schadenmanagementlösungen von SV Krug in das marktführende Datenanalyse- und Versicherungsökosystem von Verisk einbinden, um eine allumfassende Schadenregulierungslösung für den europäischen Versicherungsmarkt anbieten zu können“, erläutert Olav Skowronnek, Managing Director Continental Europe bei Verisk Claims Solutions. „Die Synergien zwischen SV Krug und Actineo sind äußerst vielversprechend und werden unseren Kunden bei der Optimierung der betrieblichen Effizienz und der Verbesserung des Kundenerlebnisses zugutekommen“, so Skowronnek weiter. (tk)

Bild: © fotomaximum – stock.adobe.com

 

PSVaG meldet niedrigste Insolvenzquote seit Gründung

In seinem Geschäftsbericht für das vergangene Jahr hat der PSVaG gemeldet, dass die Sicherungsfälle im Jahr 2022 um 8% gefallen sind. Damit fiel die Insolvenzquote der Mitglieder auf den niedrigsten Wert seit Gründung des PSVaG. Das Schadenvolumen lag auf dem Niveau des Vorjahres.

<p>Der Pension-Sicherungs-Verein VVaG (PSVaG) hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2022 vorlegt. Darin meldet der gesetzlich bestimmte Träger der Insolvenzabsicherung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg, dass das Schadenvolumen im vergangenen Jahr mit 582 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres lag. </p><p>Die Anzahl der Sicherungsfälle ist um 8% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Nur 2,7‰ der Mitglieder des PSVaG mussten 2022 Insolvenz anmelden. Damit fiel die Insolvenzquote laut dem PSVaG auf den niedrigsten Wert seit seiner Gründung. Auch die Zahl der Großschäden war im vergangenen Jahr rückläufig, sie sank von elf auf vier.</p><h5>Sicherungsfälle im vergangenen Geschäftsjahr rückläufig</h5><p>Der PSVaG war in 275 Sicherungsfällen eintrittspflichtig (Vorjahr: 298). Aus diesen waren laut eigenen Angaben des PSVaG 14.200 Renten und Anwartschaften zu übernehmen. Rückflüsse aus Insolvenzforderungen in Höhe von 118 Mio. Euro haben das Schadenvolumen allerdings reduziert, so der PSVaG. </p><p>67 Mio. Euro hat der PSVaG im letzten Jahr direkt an Versorgungsberechtigte bezahlt; das Konsortium, über das der PSVaG Rentenleistungen versichert, zahlte weitere 883 Mio. Euro.</p><h5>Beitragssatz deutlich über Vorjahresniveau</h5><p>Der Beitragssatz im vergangenen Jahr betrug 1,8‰ und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 0,6‰. Dies sei insbesondere auf das schwierige Kapitalmarktumfeld sowie geringere entlastende Effekte zurückzuführen, so der PSVaG. Trotzdem lag er unter dem durchschnittlichen Wert der letzten zehn Jahre (2,0‰) und dem durchschnittlichen Beitragssatz über alle bisherigen 48 Geschäftsjahre hinweg (2,7‰). </p><p>Für das Jahr 2022 war der Beitragssatz auf die von den Mitgliedsunternehmen gemeldete Beitragsbemessungsgrundlage in Höhe von 373 Mrd. Euro zu beziehen. Ab dem Geschäftsjahr 2022 kommt bei den Versorgungszusagen über Pensionskassen der reguläre Beitragssatz (1,8‰) zur Anwendung. Zur solidarischen Finanzierung des Ausgleichsfonds war für diese Zusagen im Jahr 2022 ein Beitrag in Höhe von 1,5‰ zu entrichten, der auch in den drei Folgejahren fällig wird, so die PSVaG.</p><h5>Geopolitische und volkswirtschaftliche Risiken erschweren Ausblick</h5><p>Das bisherige Schadensgeschehen im laufenden Jahr liege etwa auf dem Vorjahresniveau. Aufgrund der kaum kalkulierbaren wirtschaftlichen Folgen des Zins- und Inflationsanstiegs sei eine verlässliche Prognose der weiteren Entwicklung jedoch schwierig. Insgesamt erwarte man im laufenden Jahr mit einer sich normalisierenden Schadenentwicklung, also moderat steigenden Insolvenzzahlen. Auch für die Kapitalanlagen sei der Blick nach vorne aufgrund von volkswirtschaftlichen und geopolitischen Risiken von Unsicherheit geprägt, so der PSVaG. (js)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Berit Kessler – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/5C3E95C6-5EF1-434F-B814-9852630230AC"></div>

 

LV 1871 meldet erfolgreiches Geschäftsjahr 2022

Die LV 1871 bilanziert für 2022 ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Versicherungsverein konnte nicht nur die laufenden Beitragseinnahmen steigern, sondern auch seine Solvenzquote ausbauen.

Die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871) hat ein erfolgreiches Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2022, das 152. Jahr ihres Bestehens, bilanziert.

Die Beitragssumme des Neugeschäfts beträgt 2,0 Mrd. Euro und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres, meldet der Versicherungsverein. Die laufenden Beitragseinnahmen stiegen auf 544,9 Mio. Euro, ein Plus von 7% gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum sei insbesondere auf das Neugeschäft aus fondsgebundenen Altersvorsorgelösungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen zurückzuführen, so der Versicherer.

Finanzstärke durch Fitch Ratings bestätigt

Seine Solvenzquote konnte der Versicherungsverein zum Jahresende auf 484% ausbauen (ohne Berücksichtigung der vorgesehenen Hilfs- und Übergangsmaßnahmen. Damit verfügt die LV 1871 über mehr als den vierfachen Wert der aufsichtsrechtlich geforderten Eigenmittel. Das Eigenkapital beträgt 145 Mio. Euro und damit 4% mehr als im Vorjahr. Ein Plus von 8% auf 191 Mio. Euro konnte bei der freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung verzeichnet werden. Die internationale Ratingagentur Fitch Ratings bestätigte dem Versicherungsverein im September 2022 zum 18. Mal in Folge ein „A+“ Finanzstärkerating, mit weiterhin stabilem Ausblick.

Nettoverzinsung liegt bei 3,0%

Mit ihren diversifizierten Kapitalanlagen konnte die LV 1871 eine Nettoverzinsung von 3,0% erzielen. Die Nettobewertungsreserven belaufen sich auf 260 Mio. Euro. Damit ergibt sich eine Reservequote bezogen auf den Buchwert der Kapitalanlagen (5.948 Mio. Euro) von 4,4%. Dem deutlichen Reserverückgang bei festverzinslichen Anlagen aufgrund des massiven Zinsanstiegs stehen weiterhin stabile Substanzreserven, vor allem in Immobilien, gegenüber, so der Versicherungsverein. (js)

Bild: © LV 1871

 

Netfonds mit neuer Tochter für Finanzierungsgeschäft

Die Netfonds-Gruppe hat eine neue Unternehmenstochter: Über die „NCS Netfonds Credit Service GmbH“ sollen angeschlossene Partner das Baufinanzierungsgeschäft ihrer Kunden abwickeln können. Geschäftsführer von NCS Netfonds ist Dirk Kretzschmar.

Seine neue Tochtergesellschaft „NCS Netfonds Credit Service GmbH“ hat der Hamburger Maklerpool bereits zu Jahresbeginn gegründet. Darin will Netfonds das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen, gewerblichen Finanzierungen und Bausparen bündeln. Darüber hat das Unternehmen seine Partner vor Kurzem in einer Mitteilung informiert. Geschäftsführer von NCS Netfonds ist der der auf Finanzierungen spezialisierte Dirk Kretzschmar.

Finanzierungsgeschäft unter Marke Netfonds

In den vergangenen acht Jahren habe Netfonds im Bereich der Finanzierungsüberleitungen bereits sehr eng und erfolgreich mit der VB Select AG mit dem Label „Finanzierung Select“ zusammengearbeitet. Mit der NCS Netfonds werde das Finanzierungsgeschäft nun unter die Marke Netfonds geholt, wie es in dem Schreiben heißt. „Mit NCS bündeln wir die vielfältigen Kompetenzen im Netzwerk der Netfonds Gruppe, um gemeinsam erfolgreich auch im Finanzierungsgeschäft durchzustarten“, so Kretzschmar.

Drei Kooperationsmodelle

NCS bietet den an Netfonds angeschlossenen Maklern drei verschiedene Kooperationsmodelle: Neben einem Tippgebermodell gibt es ein Partnermodell für Vermittler mit Zulassung nach §34i und §34c GewO, bei dem Makler für Beratung, Unterlagenbeschaffung und Selbstauskunft verantwortlich sind und NCS die technische Abwicklung übernimmt. Zudem steht noch ein „Pooling-Modell“ für 34i-Vermittler zur Auswahl. (tk)

Bild: © Lazy_Bear – stock.adobe.com

 

Immobilienmaklernetzwerk SAFETI startet in Deutschland

Mit „SAFETI Immobilien“ ist das französische Immobilienmaklernetzwerk SAFTI Group nun auch auf dem deutschen Markt vertreten. Der Fokus des Netzwerks, das bislang außerhalb Frankreichs auch in Spanien und Portugal aktiv ist, liegt auf dem Verkauf von Wohnimmobilien.

Das in Frankreich gegründete Immobilienmaklernetzwerk SAFTI Group (internationale Schreibweise des Unternehmensnamens), setzt seine Expansion in Europa fort und betritt mit „SAFETI Immobilien“ den deutschen Markt. Nach Spanien und Portugal ist Deutschland damit bereits das dritte Land außerhalb Frankreichs, in dem das Netzwerk vertreten ist. Der Fokus liegt auf dem Verkauf von Wohnimmobilien.

„Deutschland ist der größte Immobilienmarkt Europas und trotzdem ist die Eigentumsquote eine der niedrigsten in der EU. Wir wollen Immobilienmaklern in der ganzen Bundesrepublik dabei helfen, das Potenzial dieses Marktes zu heben“, erklärt Ingrid Livet, Geschäftsführerin der SAFETI Deutschland GmbH.

Die SAFTI Group wurde 2010 gegründet und wickelte im Jahr 2022 eigenen Angaben zufolge über 26.000 Transaktionen mit einem Transaktionsvolumen von 5,6 Mrd. Euro und einem Gesamtumsatz von 210 Mio. Euro ab. Das europäische Netzwerk zählt über 6.500 Immobilienmakler in vier Ländern, darunter bereits 60 aktive Immobilienmakler in Deutschland.

Persönliches Coaching und digitale Tools für Mitglieder

„Der Gründungsgedanke von SAFETI war es, den Makler vom Maklerbüro zu emanzipieren, denn heute starten 95% der Käufer die die Suche nach ihrer Traumimmobilie im Internet. Um dieser Idee gerecht zu werden, vereinen wir sowohl Immobilienprofis als auch Quereinsteiger als selbstständige Makler in unserem Netzwerk, schulen und begleiten sie. All das mit dem Ziel, sie zu echten Unternehmern und Immobilienexperten in ihrem spezifischen, geografischen Gebiet zu machen“, erläutert Livet.

Neben der Qualität der Aus- und Weiterbildung nennt die Geschäftsführerin von SAFETI Deutschland digitalen Tools, die Bürostandorte überflüssig machen, als Schlüssel zum Erfolg. „Mit Provisionen zwischen 70 und 99% bieten wir unseren Mitgliedern zudem Vergütungsmöglichkeiten, die weit über dem Marktniveau liegen“, so Livet weiter. Trotz Digitalisierung steht laut SAFETI die Mensch-zu-Mensch-Beziehung im Mittelpunkt sowie die Expertise der Immobilienmakler vor Ort. (AC)

Bild: © Елена Бутусова – stock.adobe.com