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Unternehmensmeldungen

Flut: Jeder vierte Versicherungsfall noch in Bearbeitung

Rund ein Jahr nach der verheerenden Flutkatastrophe in Westdeutschland hat der GDV nun eine Zwischenbilanz gezogen. Demnach sind immer noch rund ein Viertel der Versicherungsfälle nicht abgeschlossen, Zahlungen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro stehen damit noch aus.

Ein Jahr nach der schadenreichsten Naturkatastrophe in Deutschland hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. nun eine Zwischenbilanz gezogen. Knapp drei Viertel aller Versicherungsfälle infolge der Flutkatastrophe an Ahr und Erft haben die deutschen Versicherer trotz vieler Verzögerungen im Wiederaufbau abschließen können. „Für die Schadenregulierung ziehen wir insgesamt eine positive Bilanz, doch jetzt hängt die Regulierung am Tempo des Wiederaufbaus“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Allerdings würden in jedem vierten Versicherungsfall der Wiederaufbau und die Instandsetzung noch andauern, schreibt der GDV. Insgesamt stünden in diesen Fällen noch Zahlungen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro – und damit rund 40% des geschätzten Gesamtschadens – aus. Als Gründe dafür nannte der GDV Materialmängel beim Wiederaufbau, aber auch ausgelastete Handwerksbetriebe und fehlende Fachkräfte.

Größter Einzelschaden bei einem Einfamilienhaus erreichte fast eine Million Euro

Insgesamt verzeichneten die Versicherer 213.000 Schadenfälle, davon 40.000 beschädigte Kfz, 54.000 Versicherungsfälle in der Hausratversicherung, 91.000 beschädigte Wohngebäude und 28.000 Firmen, die durch die starken Regenfälle ab dem 14.07.2021 Sachschäden und Betriebsunterbrechungen meldeten, heißt es in der GDV-Bilanz. So war beispielsweise im Landkreis Euskirchen jedes vierte Haus beschädigt. 

 

Flut: Jeder vierte Versicherungsfall noch in Bearbeitung

 

Auch die durchschnittliche Schadenhöhe stieß in neue Dimensionen vor. So mussten in den Katastrophengebieten über 2.000 Einfamilienhäuser mit versicherten Schäden jenseits der 100.000 Euro wieder in Stand gesetzt werden. Im Landkreis Ahrweiler lag der Durchschnittsschaden sogar bei 210.000 Euro pro Wohngebäude, was einen höchsten jemals gemessenen Schadendurchschnitt bei Wohngebäuden bedeutete. Der größte Einzelschaden an einem Einfamilienhaus betrug laut GDV 960.000 Euro. „Die Hochwasserkatastrophe war auch für uns Versicherer eine enorme Herausforderung“, sagte Sabine Krummenerl, Vorsitzende des GDV-Ausschusses Privatkunden. „Wir hatten gleich in den ersten Wochen aus ganz Deutschland 16.000 interne und rund 2.500 externe Kräfte wie Gutachter im Einsatz und konnten so schnell helfen: finanziell, psychologisch und praktisch. Die Hochwasserkatastrophe hat für besonders viele, besonders teure und besonders komplexe Schäden gesorgt.“ 

Konsequenzen für die Zukunft

Und was bedeutet dieses Schadenereignis für die Zukunft? Als Konsequenz der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen fordern die Versicherer größere Anstrengungen zur Schadenvermeidung: „Eine Pflichtversicherung allein verhindert keinen Schaden. Wenn wir Prävention und Klimafolgenanpassung vernachlässigen, wird der Klimawandel eine Spirale aus steigenden Schäden und steigenden Prämien in Gang setzen“, betont Asmussen. Deshalb hat der Verband ein Gesamtkonzept vorgestellt, dass neben einer Ergänzung aller Gebäudeversicherungsverträge mit der sogenannten Elementarschadenversicherung auch Neubauverbote in hochwassergefährdeten Lagen, bessere bauliche Anpassungen und weniger Versiegelung vorschlägt (AssCompact berichtete bereits). „Manchmal reicht es, wenn Gebäude nicht ebenerdig, sondern auf einem kleinen Sockel gebaut werden. Den Menschen ist nur langfristig geholfen, wenn Prävention konsequent mitgedacht wird“, erklärt Asmussen. Allerdings besitzen nach aktuellen GDV-Angaben weiterhin nur rund 50% aller Gebäude in Deutschland einen Versicherungsschutz gegen Elementargefahren. (as)

Lesen Sie auch: Elementar: Länderchefs machen Weg für Pflichtversicherung frei

Bild: © Gina Sanders – stock.adobe.com

 

Neuer Assekuradeur startet mit digitaler Flatrate-Versicherung

Mit FRESH Insurance tummelt sich ein neuer Assekuradeur auf dem deutschen Versicherungsmarkt. Das Münchener Unternehmen um die Gründer Manuel Stroeh und Robert Welsch bietet eine über WhatsApp vertriebene digitale Flatrate-Versicherung für Alltagsschäden an.

Als digitaler Assekuradeur ist FRESH Insurance mit dem Ziel angetreten, die Branche mit Flatrate-Versicherungen zu revolutionieren, wie das Münchener Unternehmen mitteilt. „Als digitaler Assekuradeur ist es unser Ziel, Abläufe der Versicherungsbranche in Vertrieb, Schadensmeldung und Kundenservice vor allem durch neuartiges Produktdesign auf eine völlig neue Basis zu stellen. Unsere Flatrate-Versicherung stellt Einfachheit, Transparenz, Kundenakzeptanz und Rundumschutz in den Mittelpunkt“, erklärt Manuel Stroeh, CEO von FRESH.

Flatrate-Versicherung für Alltagsschäden via Whatsapp

Die digitale Flatrate-Versicherung wird ausschließlich über WhatsApp vertrieben. Für einen monatlichen Fixpreis erhalten Einzelpersonen Versicherungsschutz zu sechs Schadensbereichen im Alltag. Hausrat, Haftpflicht, Unfall, Glas und Elektronik, Haustier sowie Fahrrad und Gegenstände sind in einem Vertrag versichert, der monatlich kündbar ist. Versicherungspartner ist die Element Insurance AG. Zu einem späteren Zeitpunkt soll laut FRESH noch wahlweise eine Kfz-Vollkasko-Versicherung zum Schutz gebucht werden können.

„Wir haben den enormen Bedarf für ein solch einfaches Produkt gesehen. Noch dazu ist es über WhatsApp leicht abzuschließen und in seiner breiten Schutzwirkung für Verbraucher sofort nachzuvollziehen, eben ein sehr flexibles und einfaches Versicherungsprodukt, mit Rundum-Sorglos-Effekt. Unser Ziel ist es, diese neue Produktkategorie am Markt zu etablieren. Wir werden deshalb in Kürze schon neue Flatrate-Varianten, mit Kfz-Vollkasko oder etwa für Familien anbieten,“ kündigte Co-Gründer Robert Welsch an.

Das Team von FRESH

Für den Markteintritt in Deutschland hat das Gründer-Duo Manuel Stroeh und Robert Welsch ein erfahrenes Team von IT- und Versicherungsfachleuten zusammengestellt. Stroeh hat mit entsprechender Investorenunterstützung 2014 die Versicherungsmaklerplattform mobilversichert gestartet. Robert Welsch, COO von FRESH, hat zuletzt das Produkt bei mobilversichert verantwortet und war zuvor für die Digitalsparte von Langenscheidt zuständig. Als Head of Operations zählt außerdem Stephan Fuß zum Führungsteam von FRESH. Fuß war bei der Allianz Kunde und Markt GmbH im Referat Vertriebliche Telefonie für die Weiterentwicklung der telefonischen Direktmarketing-Strategie verantwortlich. Als Chief Technology Officer (CTO) ergänzt zudem Mohamed Elassadi das FRESH-Team, der bereits für die Vergleichsplattform Check24 als CTO tätig war. Im Customer Service wird FRESH von Andreas Mai unterstützt, der mehrere Servicecenter aufgebaut und geleitet hat. Axel Cravello rundet das Team ab mit seiner Expertise aus seiner Tätigkeit in den Vertriebsstrukturen von Start-ups im Automobilsektor.

Ökovation Ventures finanziert Markteintritt mit über 5 Mio. Euro

Für den Start des neuen Unternehmens wurde 2021 die Fresh Insurance Services GmbH gegründet. Lead-Investor ist der auf Seed-Kapital fokussierte Beteiligungsfonds Ökovation Ventures GmbH & Co. KG, der den Markteintritt mit über 5 Mio. Euro finanziert. Pre-Seed-Investor und Board Member ist außerdem der Business Angel Alexander Ruthemeier. (tk)

Bild: © geschmacksRaum® – stock.adobe.com

 

Übernahme der Berlin Hyp durch LBBW abgeschlossen

Die LBBW hat die im Januar angekündigte Übernahme des gewerblichen Immobilienfinanzierers Berlin Hyp erfolgreich abgeschlossen. Im LBBW-Konzern wird die Berlin Hyp künftig als eigenständige Tochter unter ihrer Marke agieren.

Im Januar hatte die LBBW die Übernahme der Berlin Hyp verkündet, nun ist alles unter Dach und Fach. Der wirtschaftliche und rechtliche Übergang des gewerblichen Immobilienfinanzierers an die LBBW erfolgte mit Wirkung zum 01.07.2022. Die Berlin Hyp, die bisher über die Landesbank Berlin Holding den Sparkassen gehörte, wird künftig im LBBW-Konzern als eigenständige Tochtergesellschaft unter ihrer Marke agieren. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Transaktion in weniger als einem halben Jahr abschließen konnten. Das ist das Ergebnis intensiver Arbeit der Teams von LBBW und Berlin Hyp“, erklärt Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW. „Wir stärken mit der ertragsstarken Berlin Hyp unsere Position in der gewerblichen Immobilienfinanzierung spürbar und leisten zugleich einen erheblichen Beitrag zur Bündelung der Kräfte in der Sparkassen-Finanzgruppe.“

An der strategischen Ausrichtung sowie für Kunden und Mitarbeiter beider Häuser ändere sich nichts. Beide Banken würden eine konservative Risikopolitik mit dem Schwerpunkt auf Bürogebäuden und Wohnimmobilien verfolgen, wie es in der Pressemitteilung heißt.

„Mit der Berlin Hyp verbreitern wir unseren Marktzugang deutlich und erhöhen damit die strategische Relevanz für unsere Kunden. Mit der Berlin Hyp verbindet uns zudem der Anspruch, der innovativste Immobilienfinanzierer in Deutschland zu sein“, sagt Thorsten Schönenberger, der im Vorstand der LBBW das Immobilien- und Projektfinanzierungsgeschäft verantwortet. (tk)

Bild: © Parradee – stock.adobe.com

 

WERTGARANTIE trennt sich von Tierversicherung AGILA

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft veräußert die WERTGARANTIE Group die AGILA Tierversicherung an die von JAB geführten Haustierversicherungsplattform Pinnacle Pet Group, kurz PPG. Im Gegenzug beteiligt sich WERTGARANTIE an der PPG-Plattform.

Die WERTGARANTIE Group verkauft 100% der Anteile an der AGILA Tierversicherung AG an die europäische Haustierversicherungsplattform der JAB Holding Company, die Pinnacle Pet Group (PPG). Dafür wird sich die WERTGARANTIE Group an der PPG-Plattform beteiligen. Der Abschluss der Transaktion soll im vierten Quartal 2022 erfolgen, vorbehaltlich üblicher Abschlussbedingungen und behördlicher Genehmigungen. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Führende paneuropäische Haustierversicherungsplattform als Ziel

Erklärtes Ziel der PPG ist es, die führende paneuropäische Plattform für Haustierversicherungen aufzubauen. Dies soll neben organischem Wachstum auch über strategische Zukäufe erfolgen. AGILA sei ein wesentlicher Baustein in der Umsetzung dieser Strategie, wie die Unternehmen mitteilen. JAB begleite den Expansionskurs der PPG aktiv als Mehrheitseigentümer. Im Rahmen der Transaktion beteiligt sich die WERTGARANTIE Group an der PPG und wird vor allem den Ausbau des Geschäfts im deutschsprachigen Europa vorantreiben. Alle AGILA-Mitarbeiter werden das PPG Team von Hannover aus verstärken, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

JAB will weiter in europäischen Haustierversicherungsmarkt investieren

Patrick Döring, Vorsitzender des Vorstands der WERTGARANTIE Group und scheidender CEO von AGILA, wird als Vertreter der Gruppe künftig dem Aufsichtsrat der PPG angehören. „Die strategische Partnerschaft zwischen der Pinnacle Pet Group, JAB und der WERTGARANTIE Group eröffnet spannende Perspektiven für AGILA“, erklärt Döring. „In den vergangenen 25 Jahren haben wir bewiesen, dass wir schneller wachsen als der deutsche und österreichische Heimtierversicherungsmarkt. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Erfahrung und unser Wissen als Spezialversicherer für die PPG bei ihrem Ausbau in Europa von großem Wert sein werden. Mit der finanziellen Stärke und Unterstützung von JAB ist PPG unser idealer langfristiger Partner, um das Wachstum unseres Unternehmens zu beschleunigen.“

„Nach dem erfolgreichen Aufbau unserer Haustierversicherungsplattform in den USA und Kanada plant JAB weitere strategische Investitionen in dem schnell wachsenden Haustierversicherungsmarkt in Europa“, ergänzt Joachim Creus, Managing Partner bei JAB und Chairman der JAB Haustierversicherungsplattform. (tk)

Bild: © rodimovpavelannaav – stock.adobe.com

 

MRH Trowe erwirbt weitere Maklerunternehmen

MRH Trowe hat zwei weitere Maklerhäuser übernommen: die Augsburger LECH-ASSEKURANZ und die WRV-Versicherungsmakler GmbH aus Scheden bei Göttingen. Zudem hat MRH Trowe seine Beteiligung an der H+W Financial Solutions Group auf einen Mehrheitsanteil erhöht.

Der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe setzt seinen Expansionskurs fort und erweitert sein Portfolio im Regional- und Spezialkundengeschäft mit zwei neuen Akquisitionen. Wie das Unternehmen mitteilt, hat es die LECH-ASSEKURANZ Versicherungsmakler GmbH mit Sitz in Augsburg erworben. LECH-ASSEKURANZ ist spezialisiert auf Kunden im Geschäftsbereich Real Estate. Michael Pfeifer, Geschäftsführer der LECH-ASSEKURANZ GmbH und der PFEIFER & CO. GmbH stärkt mit seinem sechsköpfigen Team dementsprechend das Real-Estate-Segment von MRH Trowe. „Mit MRH Trowe sind wir seit Jahren eng und freundschaftlich verbunden. Wir erwarten uns durch die Integration in ein großes Maklerhaus ein weitergehendes Servicespektrum mit ergänzenden Marktzugängen für unsere Kunden. Allein durch die Einbindung unserer Prozesse in das Cloudsystem von MRH Trowe sehen wir einen erheblichen Mehrwert – auch für unsere Mitarbeiter," erklärt Pfeifer. Der Erwerb der Gesellschaftsanteile in Höhe von 100% erfolgt rückwirkend zum 01.02.2022. Damit baut MRH Trowe seine Marktpräsenz in Süddeutschland weiter aus.

Erwerb der WRV mit Fokus auf das Bauhandwerk

Mit der Übernahme der WRV-Versicherungsmakler GmbH für Bau, Handwerk und Heizung, Klima, Sanitär aus Scheden bei Göttingen kommt erstmals ein Maklerhaus aus Niedersachsen zu MRH Trowe. Das mittelständische Unternehmen hat einen breiten Kundenstamm aus Firmen im Bauhandwerk und bringt neues Spezial-Know-how bei MRH Trowe ein. Geführt wird die WRV GmbH, zu der auch die WRV-Vita GmbH mit Schwerpunkt auf Mitarbeiterversorgung gehört, von den Geschwistern Dennis Rüngeling und Tina Salovic. „Mit dem Zusammenschluss mit MRH Trowe erwarten wir uns noch umfassendere Speziallösungen für unsere Kunden, vor allem im Bereich Benefits & Pensions“, sagt Tina Salovic. „Als Partner von MRH Trowe profitieren unsere Mitarbeiter von erprobten Talent-Programmen und Leadership-Trainings, weshalb wir mit dem Schritt auch in die berufliche Weiterentwicklung unseres Teams investieren“, so Salovic mit Blick auf ihr 20-köpfiges Team weiter. Die Übernahme von 100% der WRV gilt rückwirkend zum 01.01.2022.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Geschäftsführer der Maklerunternehmen sollen langfristig an Bord bleiben und werden auch künftig mit ihren Teams den Kunden beratend zur Seite stehen, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Mehrheitsanteile an H+W Financial Solutions Group

Neben den beiden Neuerwerbungen hat MRH Trowe außerdem seine Beteiligung an der H+W Financial Solutions Group GmbH auf einen Mehrheitsanteil aufgestockt. H+W gehört bereits seit 2012 zu MRH Trowe und ist spezialisiert im Privatkundensegment, das mit dem Schritt intensiver verzahnt werden soll. (tk)

Bild: © Coloures Pic – stock.adobe.com

 

Das neue AssCompact ePaper – jetzt noch bequemer lesen

Die Print-Ausgaben der AssCompact sind auch als ePaper verfügbar. Die digitale Version des Fachmagazins für die Finanz- und Versicherungsbranche wurde grundlegend überarbeitet und lässt sich jetzt noch bequemer und jederzeit verfügbar via Laptop oder Smartphone aufrufen.

AssCompact ist das führende Fachmagazin für Assekuranz, Kapitalanlagen, Finanzierung und Immobilien. Die Print-Ausgaben gibt es ebenso wie die AssCompact Sondereditionen auch als ePaper. Die News und aktuellen Schwerpunktthemen sowie die spannenden Interviews und Fachartikel aus dem Magazin sind damit jederzeit verfügbar.

Nun ist das AssCompact ePaper noch übersichtlicher und das Schmökern in der digitalen Ausgabe via Laptop oder Smartphone noch bequemer. Der neue digitale, auf das Endgerät optimierte Lesemodus sorgt für ein wesentlich einfacheres Lesen der Artikel. Wer zunächst einen Blick auf das ganze Heft werfen möchte, kann sich alle Seiten in der Übersicht anzeigen lassen und dann auf die gewünschten Inhalte klicken. (tk)

Direkt zum ePaper geht es hier.

Bild: © Eugenio Marongiu – stock.adobe.com

 

KRAVAG bleibt auf Wachstumskurs

Die KRAVAG-Gesellschaften haben hinsichtlich des angelaufenen Geschäftsjahres Bilanz gezogen – und die wichtigen Kennzahlen befanden sich allesamt auf einem Wachstumskurs. Allerdings traf das auch auf die Belastungen infolge von Elementarschäden zu. Der Ausblick auf 2022 ist gemischt.

Trotz eines schwierigen Marktumfelds haben die zur R+V Versicherungsgruppe gehörenden KRAVAG-Gesellschaften laut einer Pressemitteilung das Geschäftsjahr 2021 mit einem gutem Ergebnis abgeschlossen. Sowohl die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG als auch die KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG steigerten ihre Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Zusammen hatten die beiden Versicherer der R+V-Gruppe am Jahresende zwei Millionen Kraftfahrzeuge im Bestand. Auch 2022 blickt der Versicherer zuversichtlich nach vorne. „Aktuell stehen die KRAVAG und ihre Kundinnen und Kunden aus dem Verkehrsgewerbe vor großen Herausforderungen“, sagt Klaus Endres, Vorstandsvorsitzender der KRAVAG-Gesellschaften, anlässlich der Delegiertenversammlung am 30. Juni. „Die stark von der Corona-Pandemie belastete deutsche Wirtschaft muss nun zusätzlich die Folgen des Ukraine-Kriegs und der Inflation verkraften.“

Die Kennzahlen im Überblick

Bei den gebuchten Bruttobeiträgen legte die auf gewerblichen Güterverkehr spezialisierte KRAVAG-LOGISTIC 2021 um 3,3% auf 977 Mio. Euro zu. Die Zahl der versicherten Fahrzeuge stieg um 30.000 auf 725.000 zum Jahresende 2021 an. Mit Bruttobeitragseinnahmen von 605 Mio. Euro wies auch die KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG eine Steigerung um 6,6% auf. Die Zahl der versicherten Kfz kletterte in dieser Sparte zum Jahresende auf 1,3 Millionen. Insgesamt erhöhten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um 9,3% auf 452,8 Mio. Euro. Die bilanzielle Schadenquote stieg um 1,9% auf 74,8%. Die Combined Ratio erreichte den Wert von 90,5% und lag damit ebenfalls über dem Vorjahr (2020: 88,2%). Die KRAVAG-ALLGEMEINE schloss das Geschäftsjahr 2021 mit einem Überschuss von 36,7 Mio. Euro ab (Vorjahr 26,4 Mio. Euro).

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle gingen in der der KRAVAG-LOGISTIC um 4,5% auf 732 Mio. Euro zurück. Die bilanzielle Schadenquote verbesserte sich auf 75% (Vorjahr 81%), die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) sank auf 91,3% (Vorjahr 97%). Der Jahresüberschuss lag 2021 bei 39,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro).

Höhere Schäden aus Naturgefahren

Außergewöhnlich hoch war 2021 die Belastung durch Elementarschäden mit 28,5 Mio. Euro (Vorjahr 3,1 Mio. Euro), berichtete die KRAVAG. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Flutkatastrophe infolge des Unwettertiefs Bernd. In der Kfz-Versicherung stiegen die Schadenhäufigkeiten und auch die Durchschnittsschäden wieder an, nachdem sie im Jahr zuvor coronabedingt zurückgegangen waren. Diesen Belastungen standen aber auch entlastende Effekte in der Transportsparte gegenüber, denn Veranstaltungsausfälle und Reisrücktritte waren 2021 deutlich geringer ausgeprägt.

Weiterentwicklung der Produktpalette

Unterdessen wurde weiter an der Verbesserung der Produktpalette gefeilt. So wurde bspw. das Serviceangebot „LKW b+a“ (LKW bergen + abschleppen) ausgeweitet. Von diesem Service profitieren nun seit diesem Jahr Kunden aller R+V-Gesellschaften. Bei Unfällen mit Fahrzeugen ab 3,5 Tonnen, die vollkaskoversichert sind, übernimmt die Kfz-Versicherung die kompletten Bergungs- und Abschleppkosten bei Unfällen und steuert die gesamte Schadenabwicklung – ohne Aufpreis.

Ausblick

Die Entwicklung im laufenden Jahr werde nun wesentlich durch den Krieg in der Ukraine geprägt, heißt es von der KRAVAG. Die dadurch verschärften globalen Lieferengpässe würden sich auch in den KRAVAG-Zahlen niederschlagen. „Lkw, die nicht gebaut werden, können wir auch nicht versichern. Damit hat die gedrosselte Nutzfahrzeug-Produktion unmittelbare Auswirkungen auf unser Neugeschäft“, erklärt Endres. Gleichzeitig treibt die Inflation die Schadenaufwendungen in die Höhe. Lange Lieferzeiten bei Ersatzteilen führen in Verbindung mit stark gestiegenen Preisen zu deutlich höheren Reparaturkosten. „Außerdem beobachten wir einen Anstieg des Verkehrsaufkommens und rechnen für 2022 mit Schadenquoten auf Vor-Corona-Niveau“, erläutert Endres. (as)

Bild: © Jag_cz – stock.adobe.com

 

JDC Group: Joint Venture zum Kauf von Versicherungsmaklern

Die JDC Group hat mit Bain Capital und der zu Great-West Lifeco gehörenden Canada Life Irish Holding Company Limited die Gründung eines Joint Ventures vereinbart. Dabei geht es um den Erwerb von Versicherungsmaklern oder Versicherungsagenturen in Deutschland und Österreich.

Die JDC Group AG will mit Bain Capital und der zu Great-West Lifeco gehörenden Canada Life Irish Holding Company Limited ein langfristiges Joint Venture zum Erwerb und zum Halten von Versicherungsmaklern oder -agenturen in Deutschland und Österreich gründen.

Im Zuge dieser Kooperation soll ein neues Unternehmen entstehen. Die von diesem Gemeinschaftsunternehmen akquirierten Maklerhäuser und Agenturen sollen per Service-Vereinbarungen an die Abwicklungsplattformen der JDC Gruppe angeschlossen werden.

Wie JDC mitteilt, rechnet ihr Vorstand damit, dass die Kooperation in den kommenden Jahren einen deutlich positiven Einfluss auf Umsatz und Ergebnis haben werde. Von dieser Entwicklung hänge es ab, in welcher Zahl, mit welchem Volumen und zu welchen Zeitpunkten das Joint Venture entsprechende Akquisitionen realisieren könne, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Die kartellrechtliche Genehmigung der Kooperation steht noch aus. (tk)

Bild: © kamiphotos – stock.adobe.com

 

wefox knackt Marke von zwei Millionen Kunden

Der Digitalversicherer wefox freut sich über zwei Millionen Kunden. Vor allem das indirekte Vertriebsmodell habe laut wefox für Wachstum gesorgt – Berater, Makler und Affinity-Partner. Noch für dieses Jahr plant das InsurTech die Expansion in weitere europäische Ländermärkte.

Wie das digitale Versicherungsunternehmen wefox mitteilt, hat es als erstes deutsches InsurTech den Meilenstein von zwei Millionen Kunden erreicht. Besonders das indirekte Vertriebsmodell des Digitalversicherers habe das Wachstum des Unternehmens beschleunigt, wie es in der Presseinformation weiter heißt. Dazu zählen Berater, Makler und Affinity-Partner, die neben der hauseigenen Versicherungsprodukte der wefox Insurance AG auch individuelle Produkte von Drittanbietern an Kunden in Deutschland, Österreich, Polen, Italien und der Schweiz anbieten.

„Wir sind stolz und überaus glücklich, gemeinsam diesen Meilenstein erreicht zu haben. Unser Geschäftsmodell ist für ein InsurTech einzigartig und funktioniert. Für uns ist es auch ein klarer Beweis, dass unsere Technologie belastbar ist und unseren BeraterInnen sowie EndkundInnen das Leben wirklich leichter macht“, erklärt Julian Teicke, CEO & Co-Founder von wefox.

wefox setzt Expansionskurs fort

In den vergangenen sechs Jahren hat wefox seinen Umsatz sukzessive gesteigert und in weitere Länder expandiert. 2021 erzielte der Digitalversicherer 300 Mio. Euro Umsatz. Für dieses Jahr hat sich wefox das Umsatzziel von 600 Mio. Euro gesteckt. Die ersten vier Monate konnte wefox eigenen Angaben zufolge bereits über 200 Mio. Euro an Umsatz einfahren. Noch für dieses Jahr ist die Expansion in weitere europäische Ländermärkte geplant.

„Uns eint die Idee, mit dem Einsatz von Technologie Versicherungen zehnmal besser zu machen, als es die arrivierten Player tun. In Zukunft wollen wir unseren EndkundInnen dabei helfen, Risiken zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Daher arbeiten wir schon heute an progressiven Lösungen, die mit Blick auf die echten Lebensumstände der Menschen entwickelt werden. Durch unsere Technologie erfinden wir Versicherungen völlig neu“, so Julian Teicke.

Die Zahl der Mitarbeiter hat wefox von 550 im Jahr 2020 auf heute mehr als 1300 Mitarbeiter erweitert. Für dieses Jahr sind weitere Stellen an unterschiedlichen Standorten ausgeschrieben. (tk)

Im Bild: Co-Founder Julian Teicke (CEO) und Fabian Wesemann (CFO); © wefox

 

Condor aktualisiert BU-Absicherung

Die Condor Lebensversicherungen haben ihre BU-Absicherung mittels einer Aufteilung in drei Tariflinien aktualisiert. Neu sind eine echte DU-Klausel für Beamte in allen Tarifen sowie Verbesserungen im Falle einer Arbeitsunfähigkeit und bei schweren Krankheiten.

Die zur R+V Versicherungsgruppe gehörende Condor Lebensversicherungs-AG hat ihre Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) vollständig überarbeitet. Wesentliche Neuerung des Produkts ist die Aufteilung in drei Tariflinien (basic, comfort und premium). Außerdem zahlen im neuen Produkt viele Berufsgruppen angesichts einer neuen Einteilung niedrigere Prämien. Dazu gehören unter anderem Ärzte und andere medizinische Berufe, Beamte, Kaufleute sowie Schüler und Studenten.

Lebensbegleitende BU-Absicherung

Alle drei Tariflinien bieten eine lebensbegleitende BU-Absicherung. Das heißt, die Condor-BU passt sich neuen beruflichen Lebenssituationen automatisch an. So kann bis zu dreimal die Berufsgruppe überprüft werden – ohne erneute Risikoprüfung. Damit können Kunden durch einen Wechsel der Berufsgruppe ihren Beitrag senken, was besonders für Schüler, Auszubildende und Studenten relevant ist, die in der Regel nicht wissen, wie ihre private und berufliche Situation einige Jahre später aussehen wird. Darüber hinaus verzichtet Condor bei Selbstständigen mit Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern auf eine Umorganisation.

Echte DU-Klausel in allen BU-Tariflinien enthalten

Die Teilzeitklausel ist nach der erfolgten Aktualisierung weiterhin in allen Tariflinien enthalten. Dadurch gelten bei allen neu abgeschlossenen BU-Policen auch nach einem späteren Wechsel in Teilzeit dieselben Leistungsvoraussetzungen wie zuvor als Vollzeitkraft. Speziell für Beamte bietet Condor wiederum in allen drei Linien zudem eine echte Klausel für Dienstunfähigkeit (DU) inklusive spezieller DU-Klausel an. Dabei richtet sich Condor nach der Entscheidung des Dienstherrn.

Rente bereits bei AU möglich

In den Varianten comfort und premium zahlt Condor bei Abschluss der Option bereits eine Rente bei einer Arbeitsunfähigkeit (Krankschreibung). Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeit ist hier kein 50%-iger BU-Grad notwendig. Darüber hinaus bieten comfort und premium eine Sofortleistung bei den schweren Krankheiten Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Condor zahlt in diesen Fällen die BU-Rente sofort für bis zu 15 Monate – selbst wenn in dieser Zeit keine BU festgestellt wird.

Tariflinie premium mit Extra-Bausteinen

Die Tariflinie premium hat zudem zwei weitere Bausteine. Erstens bietet Condor zusätzliche Pflegeleistungen, mit denen die BU-Rente verdoppelt werden kann. Sollte der Versicherte während der Vertragslaufzeit pflegebedürftig werden, erhält er zusätzlich eine lebenslange Pflegerente in Höhe der BU-Rente. Zweitens zahlt Condor im BU-Fall ein Sofortkapital in Höhe einer Jahresrente. Damit können wichtige Ausgaben wie etwa für Umbauten am Haus, die zusätzliche Betreuung der Kinder oder die Beauftragung von Haushaltshilfen beglichen werden. (as)

Bild: © WrightStudio – stock.adobe.com