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Assekuranz bAV allgemein

„Wahnsinn – Betriebliche Altersversorgung“: eine Analyse der SCIMUS Pensionsmanagement GmbH

Udo Kraus und Christian Zornvon der SCIMUS Pensionsmanagement GmbH haben für AssCompact die Sendung „Wahnsinn – Betriebliche Altersversorgung“ analysiert. Eine erste Einschätzung: „Es ist hier wieder einmal klar ersichtlich, wie ein absoluter Sonderfall, der unseres Erachtens vermutlich mehrere Beratungsfehler beinhaltet, so dargestellt wird, als sei die betriebliche Altersversorgung generell schlecht für den Arbeitnehmer.“

<h5>Zum Sachverhalt</h5><p>Frau Thalhofer (heute 68 Jahre alt) hat vermutlich im 56. Lebensjahr (gegebenenfalls im Jahr 2003 oder noch zu DM-Zeiten) eine betriebliche Altersversorgung über Entgeltumwandlung mit einem Monatsbeitrag von 409 Euro (800 DM) abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um eine rückgedeckte Unterstützungskasse, hinter der ein Versicherungsvertrag – vermutlich eine kapitalbildende Lebensversicherung – zur Finanzierung der zugesagten Leistungen steht. Die Ansparzeit betrug ca. 9 Jahre – errechnet aus der Beitragssumme von 44.000 Euro und dem Monatsbeitrag von 409 Euro. In der Regel wurden solche Verträge bis zum 65. Lebensjahr abgeschlossen. Dies bedeutet: Falls der Vertrag vor dem 65. Lebensjahr zur Auszahlung gekommen ist, könnte der hinterlegte Versicherungsvertrag noch Stornokosten beinhalten, die die Leistung mindern. Frau Thalhofer wollte ihre Rente aufbessern, hat aber eine Lebensversicherung und keine Rentenversicherung abgeschlossen.</p><p>Die Beitragssumme wird mit 44.000 Euro angegeben. Es stellt sich hier die Frage, ob es sich um die Beiträge vor Steuer und Krankenversicherung handelt oder danach. Dies ist aus dem Beitrag nicht ersichtlich. Aufgrund der verringerten gesetzlichen Rente kann aber gemutmaßt werden, dass es sich um die Beiträge vor Steuer- und Sozialversicherungsersparnis handelt. Effektiv hat Frau Thalhofer wohl nur ca. 245 Euro netto aufgewendet. Frau Thalhofer ist gesetzlich krankenversicherungspflichtig. In einer Lebensversicherung sind Kosten für einen Todesfallschutz beinhaltet, bei der die Frage im Raum steht, ob dieser benötigt wurde. Hierfür gibt es aber keine Hinweise.</p><p>Die Steuerzahlung von 17.000 Euro entsteht im aktuellen Fall, sofern ein sonstiges zu versteuerndes Einkommen im Jahr der Leistung von mindestens 33.000 Euro vorliegt. Dass heißt Frau Thalhofer hat das Kapital wohl noch in einem Jahr erhalten, in dem sie augenscheinlich auch noch aktiv Gehalt ihres Arbeitgebers erhalten hat.</p><h5>Bewertung</h5><p>Bei dem vorliegenden Fall handelt es sich um einen absoluten Sonderfall. Die Gründe:</p><ul><li>Die rückgedeckte Unterstützungskasse nach § 4d EStG ist die Ausnahme. In der Regel werden heute Direktversicherungen nach § 3 Nr. 63 EStG im Rahmen der Entgeltumwandlung eingesetzt.</li><li>Bei heutigen Verträgen handelt es sich nicht mehr um Lebensversicherungen, die NUR eine Kapitalzahlung vorsehen, sondern ausschließlich um Rentenversicherungen, die gerade die abfallenden Rentenleistungen der gesetzlichen Rente ergänzen sollen. Der Arbeitnehmer hat aber ein Kapitalwahlrecht.</li><li>Die Kapitalzahlung wurde offensichtlich noch in einem Jahr durchgeführt, in dem das „normale“ steuerpflichtige Einkommen sehr hoch war. Hier hätte es Lösungen gegeben, die Zahlung in das Jahr nach Rentenbeginn zu verlegen. Auch derartige Informationen kann ein guter Berater geben. Hierdurch wäre dann die Steuerlast auf gegebenenfalls 12.000 Euro zu verringern gewesen. Trotz allem ist eine betriebliche Altersversorgung als REINE KAPITALLEISTUNG, aufgrund der Steuereffekte, nicht sinnvoll! Eine Rente aus der betrieblichen Altersversorgung hätte niemals solche steuerlichen Effekte ausgelöst. </li><li>Auf die Kosten der Todesfallabsicherung bei der Lebensversicherung wird nicht eingegangen. Hier werden also Äpfel und Birnen verglichen. </li><li>Eine Entgeltumwandlung in Höhe von monatlich 409 Euro ist aus unserer Beratersicht absolut falsch, denn bei der rückgedeckten Unterstützungskasse sind nur 4% der BBG (aktuell also monatlich 242 Euro, früher ca. 200 Euro) sozialversicherungsfrei. Dies umso mehr, da die Kundin gesetzlich krankenversichert ist. Ein gewissenhafter Berater muss auf solche Punkte hinweisen. </li><li>Die Versicherung hatte eine sehr kurze Laufzeit. Für uns erscheint aber die Differenz zwischen Beitragssumme und Kapitalleistung sehr gering. Generell gilt aber Vorsicht bei kurzlaufenden Verträgen. </li><li>In dem Beitrag wird eine Kapitalleistung (aus der Unterstützungskasse) verglichen mit dem Verlust an gesetzlicher Rente (monatlich 40,93 Euro für 25 Jahre). Hier hätte ein Barwertvergleich stattfinden müssen. Es stellt sich auch die Frage, ob dieser Wert korrekt ist. Begründung: In der Unterstützungskasse sind maximal 4% der BBG (RV West) sozialversicherungsfrei. Das heißt im Schnitt der Jahre seit 2002 nur ca. 220 Euro pro Monat und somit wäre der Wegfall der gesetzlichen Rente von nur ca. 22 Euro. Die Verringerung um 40,93 Euro entstünde nach unseren Berechnungen nur, wenn die gesamten 409 Euro Monatsbeitrag angesetzt werden. Wie es im Beitrag aussieht, ist das auch keine offizielle Berechnung der Deutschen Rentenversicherung BUND. Weiterhin stellt sich noch die Frage, ob bei der Rentenminderung auch der Eigenanteil der Rentnerin an der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigt wurde.</li><li>Offenbar hat der Arbeitgeber seinen Anteil an den eingesparten Sozialbeiträgen der Arbeitnehmerin nicht zur Verfügung gestellt. Wir führen Beratungen nur durch, wenn der Arbeitgeber bereit ist, zumindest diesen Teil an den Arbeitnehmer auszukehren. Das ist heute meist Standard. Oft beteiligen sich die Arbeitgeber sogar noch zusätzlich. </li><li>Generell ist es aus unserer Sicht nicht ratsam, einen LEBENSLANGEN RENTENBEDARF durch eine KAPITALLEBENSVERSICHERUNG abzusichern, da das RISIKO (lebenslanges Einkommen) hierdurch nicht abgesichert wird. </li></ul><h5>Fazit</h5><p>Dieser Fall ist mit heutigen Beratungen und aufgrund des hier verwendeten Ausnahmemodells, wie es die rückgedeckte Unterstützungskasse darstellt, im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung nicht mal ansatzweise zu vergleichen. </p><p>Die Gründe:</p><p>Wir zeigen den Kunden alle Effekte</p><ul><li>Steuer- und Sozialversicherungsersparnis in der Ansparphase</li><li>Steuer- und Krankenversicherungseffekte in der Rentenphase</li></ul><p>Wir verwenden nur Rentenversicherungstarife mit Kapitalwahlrecht um</p><ul><li>die Steuerverschiebung sinnvoll zu nutzen (Progressionsvorteil)</li><li>das Risiko der wegfallenden gesetzlichen Rente RICHTIG zu decken</li><li>sicherzustellen, dass die Hinterbliebenen das angesparte Kapital im Falle des Todes erhalten.</li><li>keine zusätzlichen Kosten durch den meist überteuerten Todesfallschutz (wie bei kapitalbildenden Lebensversicherungen) zu verursachen</li></ul><p>Die Unterstützungskasse ist für Arbeitnehmer nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Hier war das völlig falsch, insbesondere hinsichtlich der Beitragshöhe.</p><p>Insbesondere durch Arbeitgeberzuschüsse wird die betriebliche Altersversorgung nachweislich hochattraktiv trotz</p><ul><li>der Steuer- und Krankenversicherungspflicht im Ruhestand</li><li>der Verringerung der gesetzlichen Rentenleistung</li></ul><p>Unstrittig ist sicherlich, dass die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen wird, um ein würdiges Leben im Ruhestand zu gewährleisten. Wir können nachweisen, dass die betriebliche Altersversorgung in den meisten Fällen einen deutlich besseren Nutzen hat als alle anderen Alternativen. Hierzu stellen wir uns jedem Journalisten und/oder Verbraucherschützer.</p><p>Unstrittig ist auch, dass der vorliegende Fall für Frau Thalhofer wohl sehr bedauerlich ist. Hier wird wieder mal deutlich, warum es aus Arbeitgeber- wie auch aus Arbeitnehmersicht nötig ist, einen versierten Berater zu konsultieren. (kb) </p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/5DB04536-3086-41E7-A79E-0C5D27B3A673"></div>

 

Eine kritische Makler-Analyse

Verbraucherschützer lassen kein gutes Haar an der Versicherungswirtschaft und finden reichlich Gehör in den Medien. Eine gefährliche Entwicklung findet Christian Zorn von der SCIMUS Pensionsmanagement GmbH. Denn seiner Einschätzung nach reagieren die Kunden mit massiver Verunsicherung. Die Folge: Viele Verbraucher tun nichts für ihre Altersvorsorge. Angesichts der drohenden Altersarmut eine fatale Entscheidung.

<p>Ein Beispiel für eine solche verunsichernde Berichterstattung ist der Beitrag „Wahnsinn – Betriebliche Altersversorgung“ vom Bayerischen Rundfunk*. Udo Kraus und Christian Zorn von der SCIMUS Pensionsmanagement GmbH haben für AssCompact den Beitrag analysiert (zur ausführlichen Analyse <a target="_blank" href="http://www.asscompact.de/nachrichten/%E2%80%9Ewahnsinn-%E2%80%93-betrie…; target="_blank" >hier</a>). Ihrer Ansicht nach gibt es einige Ungereimtheiten, die so in der Praxis gar nicht vorkommen können. Zudem handele sich in dem vom Bayerischen Rundfunk aufgegriffenen Fall um eine absolute Ausnahmekonstellation, die ihrer Meinung nach allerdings vermutlich auch Beratungsfehler beinhaltet. Eine Verallgemeinerung auf die gesamte betriebliche Altersversorgung sei dennoch falsch und fahrlässig. Kraus: „Die Art und Weise, wie der Bayerische Rundfunk hier eine generelle Verunglimpfung der betrieblichen Altersversorgung durchführt und somit viele Menschen vor einer sinnvollen Möglichkeit der Vorsorge verschreckt, ist völlig verantwortungslos.“ </p><p>AssCompact hat diesbezüglich beim Bayerischen Rundfunk nachgefragt. Allerdings hat der Sender bis zum heutigen Tag nicht reagiert. (kb) </p><p>*Den BR-Beitrag finden Sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sjweUYMXUBA&quot; target="_blank" >hier.</a></p><p>Lesen Sie auch: <a href="http://www.asscompact.de/nahles-rente&quot; target="_blank" >„Den Arbeitnehmern, denen geholfen werden soll, würde man mit der Nahles-Rente einen Bärendienst erweisen“</a></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/FC24DE2F-0CE7-46D0-9440-7D93892A4A2E"></div>

 

Berater sind für mittelständische bAV elementar

Die bAV hat sich auch im deutschen Mittelstand mittlerweile fest etabliert. Weil eigene Ressourcen für eine ordentliche Beratung oft fehlen, sind externe Makler und Vermittler für den Großteil der Betriebe unverzichtbar. Kooperationspartner Nummer 1 auf Produktebene bleiben einer aktuellen Studie zufolge derweil Versicherungsgesellschaften – trotz leichter Einbußen.

<p>2014 ist Bewegung in die Nachfrage nach bAV-Angeboten gekommen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie &bdquo;Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2015&ldquo;, die die Generali Versicherungen in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut herausgegeben haben. Basis der Untersuchung ist eine repr&auml;sentative Umfrage unter 200 bAV-Verantwortlichen in deutschen mittelst&auml;ndischen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern zum bAV-Angebot ihrer Betriebe, zu den Anforderungen, die sie an Produkte und Services stellen, sowie zu ihrem Human-Resources-Management.</p>
<h5>
Mangelhafte Kommunikation</h5>
<p>Insgesamt ist das Thema bAV in vielen Betrieben mittlerweile angekommen. Knapp die H&auml;lfte spricht die betrieblichen Vorsorgem&ouml;glichkeiten in Mitarbeiterversammlungen an, einige Firmen r&auml;umen sogar fest die Zeit f&uuml;r einen Beratertag ein. Eine Schwachstelle ist allerdings die interne Kommunikation der Unternehmen rund um die Betriebsrente. Zwar stehen die bAV-Fachabteilungen nach eigener Aussage den Mitarbeitern f&uuml;r R&uuml;ckfragen zur Verf&uuml;gung, ein zielgerichteter Kommunikationskanal ist aber oft nicht vorhanden.</p>
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Schwarzes Brett als wichtigster interner Kanal</h5>
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<a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_large/pu…; rel="prettyPhoto" title=""><img alt="Berater sind für mittelständische bAV elementar" height="271" src="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/public/z…; typeof="Image" width="200" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54" /></a></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Schwarze Brett ist noch der verbreitetste interne bAV-Informationsweg in mittelst&auml;ndischen Betrieben. Ein kleiner Teil der befragten bAV-Verantwortlichen r&auml;umt sogar ein, g&auml;nzlich auf Kommunikation zu diesem Thema zu verzichten. &bdquo;Die Ergebnisse zeigen, dass die Kommunikation der betrieblichen Altersversorgung in vielen Betrieben noch ausbauf&auml;hig ist. bAV-Anbieter k&ouml;nnen hier mit einem &uuml;berdurchschnittlich hohen Service, individueller Beratung und Sicherheit bei den Produkten Unternehmen nachhaltig unterst&uuml;tzen&ldquo;, erkl&auml;rt Michael Reinelt, Abteilungsdirektor Produkt- und Beratungsmanagement bAV bei den Generali Versicherungen.</p>
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Externe Beratungsgespr&auml;che sind Trumpf</h5>
<p>Auf den hohen Beratungsbedarf der Mitarbeiter sowie auf Vermittlungsvorschriften bei Finanzprodukten reagieren die mittelst&auml;ndischen Arbeitgeber vor allem, indem sie sich externe Hilfe nehmen. Nur eines der 200 befragten Unternehmen betreibt die bAV komplett in Eigenregie. Zwei Drittel der befragten Betriebe &uuml;berlassen die inhaltliche Kommunikation einem Fachmann und vermitteln die Mitarbeiter zu einer individuellen Beratung durch den gew&auml;hlten Produktanbieter bzw. Vermittler. Das individuelle Beratungsgespr&auml;ch des Anbieters bzw. Dienstleisters ist daher bei Mittelst&auml;ndlern mit Abstand die wichtigste Kommunikationsform gegen&uuml;ber den Mitarbeitern.</p>
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<a href="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_large/pu…; rel="prettyPhoto" title=""><img alt="Berater sind für mittelständische bAV elementar" height="88" src="http://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/public/z…; typeof="Image" width="200" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54" /></a></div>
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Versicherer wichtigster Kooperationspartner</h5>
<p>Bez&uuml;glich der Finanzierungsform dominieren gemischt finanzierte Modelle. Zwei Drittel der Betriebe bieten diese an. Damit haben sie sich als die am h&auml;ufigsten angebotene Finanzierungsvariante etabliert. Unabh&auml;ngig von der Art der Finanzierung bleiben Versicherungen der wichtigste Kooperationspartner f&uuml;r Mittelst&auml;ndler. Zwar hat sich ihr Anteil im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung um 8 Prozentpunkte reduziert. 70% der befragten Unternehmen kooperieren bei der bAV aber nach wie vor mit Versicherungsgesellschaften. Pensionskassen konnten ihren Anteil zwar um 7 Prozentpunkte steigern, rangieren mit einem Anteil von 51% Prozent aber weiterhin weit hinter Versicherern. (mh)</p>
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bAV: „Der tarifpolitische Ansatz ist verkehrt“

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will die Betriebsrente reformieren. Der Schlagabtausch rund um die Stärkung tariflicher Versorgungseinrichtungen und einer obligatorischen bAV hat begonnen. Die Versicherungswirtschaft ist gleich von zwei Seiten betroffen: einmal als bAV-Anbieter und einmal als Arbeitgeber. Nachgefragt bei Dr. Michael Niebler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) e.V.

<h5>
Herr Dr. Niebler, dieser Tage fand im Bundesarbeitsministerium eine Anh&ouml;rung zum neuen Betriebsrentengesetz statt. L&auml;sst sich das Ministerium auf die Argumente der Kritiker ein?</h5>
<p>Das kann ich nicht sagen, denn ich war bei der Anh&ouml;rung nicht pers&ouml;nlich dabei. Was ich h&ouml;re, wird das Ministerium nun die vorgebrachten Argumente abw&auml;gen und anschlie&szlig;end entscheiden, ob und wie es weitermacht. Ich rechne damit, dass die Diskussion um die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung weitergehen wird.</p>
<h5>
Welche Probleme sehen Sie aus Sicht der Arbeitgeber?</h5>
<p>Das Ministerium will mit Tariffonds, die von Arbeitgeberverb&auml;nden und Gewerkschaften parit&auml;tisch verwaltet werden, erkl&auml;rterma&szlig;en vor allem Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern erreichen. Das halte ich f&uuml;r abwegig. Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern, also zum Beispiel der Metzger um die Ecke, wollen mit Tarifvertr&auml;gen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nden in der Regel nichts zu tun haben, weil ihre Betriebsgr&ouml;&szlig;e daf&uuml;r schlicht und einfach zu klein ist. Man nennt das negative Koalitionsfreiheit. Ich respektiere den Wunsch von Kleinstunternehmen, nicht in ein tarifvertragliches System eingegliedert zu werden. Der Gesetzgeber w&auml;re gut beraten, hier st&auml;rker zu differenzieren. Salopp gesagt: Tarifvertr&auml;ge sind kein Instrument f&uuml;r den Metzger um die Ecke.</p>
<h5>
Und aus Sicht der Versicherer als Anbieter?</h5>
<p>Als Versicherer wollen wir bei der Diskussion anerkannt wissen, dass sich 80% der kleineren und mittleren Unternehmen in Deutschland, die ihren Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung anbieten, f&uuml;r die Direktversicherung als Durchf&uuml;hrungsweg entscheiden. Wenn die Arbeitgeber im Bereich der betrieblichen Altersversorgung enthaftet werden sollen, dann bitte nicht nur bei Einrichtung von Tariffonds, sondern auch bei Nutzung der bew&auml;hrten externen Durchf&uuml;hrungswege.</p>
<h5>
Warum dr&auml;ngt die Regierung eigentlich so auf die Reform der bAV?</h5>
<p>Weil in der Tat in kleineren und mittleren Unternehmen die betriebliche Altersversorgung noch st&auml;rker etabliert werden muss.</p>
<h5>
Die bAV funktioniert vor allem in Wirtschaftssegmenten mit guten Verdiensten. In der Versicherungs- und Finanzwirtschaft investieren Besch&auml;ftigte am meisten in die bAV. In anderen Segmenten sieht es anders aus &ndash; zum Beispiel in der Gastronomie und Hotellerie. Diese Betriebe sind vielleicht etwas gr&ouml;&szlig;er als die von Ihnen angesprochene Metzgerei. K&ouml;nnten hier die Nahles-Pl&auml;ne nicht vielleicht doch wirken?</h5>
<p>Nein, der tarifpolitische Ansatz ist verkehrt. Hier helfen nur steuerrechtliche und beitragsrechtliche Anreize. Die Versicherungswirtschaft hat Konzepte entwickelt, wie insbesondere auch Geringverdiener f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung gewonnen werden k&ouml;nnen. Auf freiwillige Systeme zu setzen, ist immer besser, als ein neues Zwangssystem zu entwickeln.</p>
<p><b>Hinweis: Die betriebliche Altersversorgung ist Schwerpunktthema in der AssCompact 04/2015.</b></p>
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bAV-Neuerungen der WWK werden honoriert

Die WWK hat im zurückliegenden Jahr den Geschäftsbereich betriebliche Altersversorgung ausgebaut. Produktneuerungen und Serviceverbesserungen standen auf der Agenda. Vor Kurzem hat es dafür das Siegel „sehr gut“ des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) gegeben.

<p>Die WWK Lebensversicherung forciert ihre Angebote im Bereich der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Seit April 2014 gab es hierzu eine Reihe von Produktneuerungen und Serviceverbesserungen. Im Vordergrund steht dabei die fondsgebundene Rentenversicherung WWK Premium FondsRente protect die nun auch als Rückdeckungsversicherung für Unterstützungskassenversorgungen angeboten wird. Bei der Vorsorgelösung wird das iCPPI-basierte Garantiekonzept WWK IntelliProtect® mit einer jährlichen Höchststandabsicherung von Vertragsbeginn an kombiniert. </p><p>Gestärkt wurde auch der bAV-Service: So wurde sowohl die Zahl als auch die Kompetenz der Vertriebsberater im Innen- und Außendienst erhöht, verbindliche Servicelevel-Vereinbarungen eingeführt und Bearbeitungsabläufe optimiert. Abgerundet wird das Serviceangebot durch eine neue Version der Beratungs- und Angebotssoftware AVANTI die nun auch Tools speziell für die Bedürfnisse in der bAV bietet.</p><p>Vor Kurzem hat nun das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) die WWK Lebensversicherung im Rahmen ihres bAV-Kompetenz-Ratings mit dem Siegel „sehr gut“ ausgezeichnet. Beim bAV-Kompetenz-Rating handelt es sich um eine interaktive Analyse. Die Untersuchung umfasst vier Teilbereiche: Beratung und Haftung mit einer Gewichtung von jeweils 30% sowie Service und Verwaltung mit einer Gewichtung von jeweils 20% an der Gesamtnote. Zudem wurde der Versicherer von der Fachzeitschrift Focus-Money in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke &amp; Bornberg Ende 2014 zum fünften Mal in Folge in der Kategorie „Inländische Anbieter – Agentur- und Maklervertrieb“ mit dem Titel „Bester Lebensversicherer Deutschlands“ ausgezeichnet. (bh)</p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/1FCAC689-B50A-4862-B21B-B14F0BE60C4B"></div>

 

Gute Argumente, um Arbeitgeber von bAV und bKV zu überzeugen

Über die Vorzüge ihres Jobs reden zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland mit ihren Freunden und Bekannten. Neben dem Gehalt sind dabei Versicherungs- und Vorsorgeangebote des Arbeitgebers besonders häufig Gesprächsthema. Das ergab eine aktuelle Studie der Allianz Private Krankenversicherungs-AG, die gute Argumente in der Beratung zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) und Krankenversicherung (bKV) liefert.

<p>&bdquo;&Uuml;ber Geld redet man nicht&ldquo; &ndash; oder etwa doch? Mit 40% ist &uuml;berraschenderweise das Gehalt am h&auml;ufigsten das Gespr&auml;chsthema, wenn Besch&auml;ftigte in Deutschland in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis die Vorz&uuml;ge ihres Jobs loben. Versicherungs- und Vorsorgeangebote stehen ebenfalls im Fokus. Das hat eine repr&auml;sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Allianz Private Krankenversicherungs-AG ergeben. In der Befragung stellen au&szlig;erdem rund ein Viertel die Mitarbeiterrabatte des eigenen Unternehmens positiv heraus. Die Kantine erw&auml;hnen 18%, Sport- und Gesundheitsangebote im Unternehmen empfinden 15% als besonderen Vorteil ihres Jobs.</p>
<p>Die betriebliche Altersvorsorge durch den Arbeitgeber heben 30% der Befragten positiv hervor. Sie ist besonders f&uuml;r 35- bis 44-j&auml;hrige Arbeitnehmer ein Pluspunkt: &Uuml;ber 40% von ihnen sehen die bAV als attraktiven Job-Vorteil. 14% &auml;u&szlig;ern sich positiv &uuml;ber andere Versicherungsangebote ihres Unternehmens. Auch eine kostenlose betriebliche Krankenversicherung w&auml;re f&uuml;r die Mehrheit der Befragten attraktiv: 78% w&uuml;rden diese gegen&uuml;ber Freunden und Bekannten positiv herausstellen. Das Interesse ist besonders bei J&uuml;ngeren hoch. Bei den 18- bis 24-J&auml;hrigen w&uuml;rden sie sogar 84% als Job-Vorteil sehen, bei den 25- bis 34-J&auml;hrigen sind es 82%. Gleichzeitig haben nur wenige der Befragten in j&uuml;ngeren Jahren nach eigener Aussage bereits Zusatzversicherungen abgeschlossen und kein weiteres Interesse (9% bei den 18- bis 24-J&auml;hrigen, 16% bei den 25- bis 34-J&auml;hrigen).</p>
<h5>
Mundpropaganda als Mittel der Mitarbeitergewinnung</h5>
<p>Studien zufolge resultiert fast jede zehnte Neueinstellung (8,4%) aus Empfehlungen der eigenen Mitarbeiter &ndash; aktuell sind sie der drittwichtigste Recruiting-Kanal (Quelle: Recruiting Trends 2014, Centre of Human Resources Information Systems [CHRIS] der Universit&auml;ten Bamberg und Frankfurt am Main). bAV und bKV, &uuml;ber die sich Arbeitnehmer in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis positiv &auml;u&szlig;ern, spielen also eine wichtige Rolle bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung. Und dem Makler kann dabei eine Schl&uuml;sselposition zukommen: An der Seite des Arbeitgebers ist es seine Aufgabe, die jeweils passenden L&ouml;sungen zur sozialen Absicherung der Arbeitnehmer auszuw&auml;hlen und zu erarbeiten.</p>
<p>Siehe dazu auch: <a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/bav-und-bkv-als-plus-f%C3%BCr-ein…; target="_blank">bAV und bKV als Plus für eine Rundum-Absicherung der Arbeitnehmer</a></p>
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Die Altersvorsorge im Ost-West-Vergleich

Eine forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt kommt zu dem Ergebnis, dass es in Sachen private Altersvorsorge noch immer ein deutliches Ost-West-Gefälle gibt. Vor allem die bAV ist im Osten noch weniger verbreitet, als im Westen.

<p>Bei der privaten Altersvorsorge gibt es auch 25 Jahre nach dem Mauerfall noch deutliche Unterschiede zwischen den &ouml;stlichen und westlichen Landesteilen. Besonders stark ist das Gef&auml;lle bei der betrieblichen Altersvorsorge: 42% der Arbeitnehmer im Westen haben entsprechende Vertr&auml;ge, aber nur 27% der Ostdeutschen. Das geht aus einer forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt unter 2.001 Bundesb&uuml;rgern hervor.</p>
<p>&bdquo;Das Ost-West-Gef&auml;lle bei der betrieblichen Altersvorsorge hat verschiedene Ursachen: W&auml;hrend die Arbeitnehmer in den alten Bundesl&auml;ndern diese Angebote stets nutzen konnten, haben die Menschen im Osten Deutschlands 40 Jahre Nachholbedarf. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmer in den neuen Bundesl&auml;ndern eher in kleineren und mittelst&auml;ndischen Unternehmen besch&auml;ftigt sind, in denen die betriebliche Altersvorsorge noch nicht fl&auml;chendeckend etabliert ist&ldquo;, erkl&auml;rt Michael Greifenberg, Experte f&uuml;r betriebliche Altersvorsorge bei CosmosDirekt.</p>
<p>Quelle: <a href="https://www.cosmosdirekt.de/veroeffentlichungen/bav-ost-west-55730/&quot; target="_blank">www.cosmosdirekt.de</a></p&gt;
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Versicherer und Makler dominieren mittelständischen bAV-Markt

Versicherungsgesellschaften sind für den Mittelstand nach wie vor die wichtigsten Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Versicherungsmakler erobern derweil Platz 2. Sie verdrängen damit Pensionskassen, die erneut deutliche Einbußen verbuchen. Auch sonstige Dienstleister verlieren hohe Marktanteile.

<p>Versicherungsgesellschaften sind f&uuml;r den Mittelstand nach wie vor die wichtigsten Anbieter bei Produkten und Dienstleistungen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Knapp acht von zehn befragten Personalverantwortlichen geben an, in diesem Bereich mit Versicherern zu kooperieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie &bdquo;Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2014&ldquo; des F.A.Z.-Instituts und der Generali Versicherungen, f&uuml;r die 201 Personalverantwortliche und bAV-Fachleute in mittelst&auml;ndischen Betrieben mit 50 bis 500 Mitarbeiter befragt wurden. Mit 78% lag der Anteil Ende 2013 exakt auf der H&ouml;he des Vorjahreswertes und etwas h&ouml;her als 2011 (74%). Keine andere Anbietergruppe besitzt eine auch nur ann&auml;hernd dominante Marktstellung.</p>
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<a href="http://asscompact2.bbg-online.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_…; rel="prettyPhoto" title=""><img alt="Versicherer und Makler dominieren mittelständischen bAV-Markt" height="121" src="http://asscompact2.bbg-online.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/…; typeof="Image" width="200" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54" /></a></div>
<p>&nbsp;</p>
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Makler erobern Platz 2</h5>
<p>Neben den Versicherern gewinnen Versicherungsmakler an Bedeutung als Vermittler von Betriebsrenten. Pensionskassen b&uuml;&szlig;en dagegen Marktanteile ein und liegen nur noch auf dem dritten Platz. Ebenfalls deutliche Einbu&szlig;en verbuchten sonstige Dienstleister, die nur noch bei 8% eine Rolle spielen. Im Vorjahr waren es noch 13%. Insgesamt verfestigt sich die Tendenz, dass die Unternehmen ihr Betriebsrentenangebot und damit auch deren Anbieter nicht jedes Jahr wechseln wollen. Stattdessen setzen sie bei Betriebsrenten auf ein hohes Ma&szlig; an Kontinuit&auml;t und Stabilit&auml;t. Mehr als die H&auml;lfte der befragten Unternehmen gab an, mit den eigenen bAV-Anbietern bereits eine langj&auml;hrige und vertrauensvolle Kooperation zu unterhalten.</p>
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Bewusste und selbstst&auml;ndige Partnersuche</h5>
<p>Ebenfalls rund die H&auml;lfte der befragten Personalverantwortliche gab an, dass sich ihr Unternehmen bewusst einen bestimmten Dienstleister selbst gesucht hat. &bdquo;Die Ergebnisse zeigen, dass bAV-Anbieter mit einem &uuml;berdurchschnittlich hohen Service, individueller Beratung und Sicherheit bei den Produkten Unternehmen langfristig an sich binden k&ouml;nnen&ldquo;, erl&auml;utert Michael Reinelt, Abteilungsdirektor Produkt- und Beratungsmanagement bAV bei den Generali Versicherungen. (mh)</p>
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CARDEA.life baut bAV-Geschäft mit einer Unterstützungskassen-Versorgung aus

CARDEA.life, eine Marke des Liechtensteiner Versicherers PrismaLife, baut das Geschäft in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) mit der Einführung einer investmentorientierten rückgedeckten Unterstützungskasse (Flex UKasse) aus. Damit bietet PrismaLife neben der im Januar 2014 eingeführten Direktversicherung unter der Marke CARDEA.life einen zweiten Durchführungsweg in der bAV an.

<p>Die Flex UKasse ist eine fondsgebundene Rentenversicherung mit garantierter Rente und einem Zusatzbaustein zur Beitragsbefreiung im Fall der Berufsunf&auml;higkeit. CARDEA.life hat die Unterst&uuml;tzungskassen-Versorgung als beitragsorientierte Leistungszusage im Rahmen der Entgeltumwandlung und der Arbeitgeberfinanzierung angelegt. Die R&uuml;ckdeckung &uuml;bernimmt die Deutsche Unterst&uuml;tzungskasse e.V., eine kongruent r&uuml;ckgedeckte Unterst&uuml;tzungskasse.</p>
<h5>
Zertifikat f&uuml;r k&uuml;nftige Verbesserungen der Versicherungsbedingungen</h5>
<p>PrismaLife garantiert Bestandskunden der Flex UKasse, dass k&uuml;nftige Verbesserungen der Versicherungsbedingungen auch f&uuml;r bestehende Vertr&auml;ge &uuml;bernommen werden, sofern die Tarifkalkulation davon nicht betroffen ist. Verbesserungen k&ouml;nnen neue Anlagestrategien, neue Beitragsgarantiemodelle und neue Anpassungsm&ouml;glichkeiten des Vertrages sein.</p>
<h5>
Individuelle Rentenoption</h5>
<p>Die Flex UKasse bietet dar&uuml;ber hinaus die Rentenoption Rente individuell an, die bei CARDEA.life auch in der Direktversicherung, der privaten Rentenversicherung und der Basisrente w&auml;hlbar ist. Bei dieser Rentenoption wird auf Wunsch der Gesundheitszustand jedes einzelnen Kunden ber&uuml;cksichtigt.</p>
<p>Eine j&auml;hrliche Rentensteigerung um 1% ist bei der Flex UKasse vertraglich garantiert. Damit ist die Anpassungspr&uuml;fung der Rente f&uuml;r Arbeitgeber erf&uuml;llt. (sg)</p>
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Niedrigzinsen belasten Pensionsrückstellungen der Unternehmen

Die anhaltende Niedrigzinspolitik in der Euro-Zone zeigt deutliche Auswirkungen auf die Pensionspläne deutscher Unternehmen. In der ersten Jahreshälfte sank der Ausfinanzierungsgrad der DAX-Pensionspläne laut einer Auswertung von Towers Watson auf 61,3%. Ende 2013 waren es noch 65,3%. Der Rückgang habe vor allem einen Grund: sinkende Zinsen.

<p>Neben den DAX-Konzernen wiesen auch die Unternehmen aus der zweiten Reihe sinkende Ausfinanzierungsgrade auf. Das ist das Ergebnis der Modellberechnung &bdquo;German Pension Finance Watch&ldquo; der Unternehmensberatung Towers Watson. Die Ursache f&uuml;r den R&uuml;ckgang sieht die Towers Watson im Absinken des Rechnungszinses auf 3,07%. Ende 2013 lag er noch bei 3,65%. &bdquo;Das Absinken des Rechnungszinses hat die deutschen Pensionspl&auml;ne sichtbar getroffen. Gleichwohl haben Schwankungen in diesem Rahmen keine direkten Auswirkungen auf die sehr langfristig orientierte betriebliche Altersversorgung&ldquo;, kommentiert Dr. Thomas Jasper, Leiter des Beratungsbereichs Retirement Solutions bei Towers Watson die Ergebnisse.</p>
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Spagat zwischen Attraktivit&auml;t und Kosten</h5>
<p>Der Wert, mit dem die Pensionsverpflichtungen der DAX-Unternehmen in die Bilanz eingehen, stieg derweil im ersten Halbjahr 2014 um 11,1% auf 336,8 Mrd. Euro, das Planverm&ouml;gen um 4,3% auf 206,6 Mrd. Euro. Die Rendite des angelegten Kapitals lag bei 5,5%. Globale Aktienpositionen waren dabei die gr&ouml;&szlig;ten Renditetreiber. Immobilienwerte wiesen mit einem Minus von 0,8% dagegen sogar eine negative Rendite auf. Durch die niedrigen Zinsen wird der Spagat zwischen den Kosten f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung (bAV) und dem Anspruch, den eigenen Mitarbeitern m&ouml;glichst attraktive Angebote zu machen, f&uuml;r die Unternehmen laut Towers Watson schwieriger. &bdquo;Eine Konsequenz des niedrigen Zinsniveaus und des erneut gesunkenen Rechnungszinses ist, dass alle bestehenden Pensionsl&ouml;sungen mit festen Zinszusagen in den letzten Jahren teurer geworden sind&ldquo;, erl&auml;utert Jasper. Dabei nehme die Bedeutung von bAV-Angeboten f&uuml;r die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern stetig zu, da nur noch 26% der Befragten darauf vertrauen, dass die gesetzliche Rente ihnen eine angemessene Rente gew&auml;hrleistet. F&uuml;r 45% ist die betriebliche Altersversorgung die wichtigste oder zweitwichtigste Einkommensquelle im Alter.</p>
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Zweitwichtigste Alterseinkommensquelle</h5>
<p>Von dem wachsenden Stellenwert profitieren die Unternehmen, die ad&auml;quate bAV-Angebote bereitstellen: 28% der Mitarbeiter geben an, dass die bAV ein wichtiger Grund f&uuml;r die Entscheidung f&uuml;r ihren derzeitigen Arbeitgeber war. Zudem ist f&uuml;r 41% die bAV ein wichtiger Grund, bei ihrem aktuellen Arbeitgeber zu bleiben. &bdquo;Die Unternehmen wissen um die gro&szlig;e und wachsende Bedeutung von bAV-Angeboten. Gleichzeitig &auml;ndert sich die Art der Angebote: Statt auf Festzinsl&ouml;sungen setzen die Unternehmen auf kapitalmarktorientierte Pensionszusagen&ldquo;, sagt Jasper. &bdquo;Bereits seit Jahren sind nahezu alle neuen Angebote kapitalmarktorientiert. Diese L&ouml;sungen seien aber nicht zwingend weniger attraktiv f&uuml;r Mitarbeiter, sondern w&uuml;rden auch zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine flexible und bed&uuml;rfnisorientierte Ausgestaltung bieten. Eine Trendwende sieht Towers Watson nicht kommen. &bdquo;Eine Entspannung auf der Zinsseite ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar&ldquo;, so Jasper. &bdquo;Es ist davon auszugehen, dass sich der Trend zu kapitalmarktorientierten Pensionszusagen weiter fortsetzen wird.&ldquo; (mh)</p>
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