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Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH

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IVFP: Diese Pflegetagegeldtarife sind exzellent

Eines der Kernthemen der privaten Altersvorsorgeberatung sollte die Absicherung der finanziellen Pflegerisiken sein. Maklern und Kunden steht ein breit gefächertes Angebot an Pflegetagegeldtarifen zur Verfügung, das das IVFP nun genauer unter die Lupe genommen hat. Insgesamt sind acht Tarife „exzellent“, zwei davon erhalten in allen untersuchten Teilbereichen die Höchstnote.

Zwei Drittel aller Deutschen befürchten, im Alter zum Pflegefall zu werden, und statistisch gesehen geht es auch jeder zweiten Frau und jedem dritten Mann tatsächlich einmal so – mit steigender Tendenz. Damit man jedoch vom Pflege- nicht auch noch zum Sozialfall wird, ist eine private Pflegeversicherung unabdingbar. Maklern, die ihre Kunden im Rahmen der Beratung zur privaten Altersvorsorge auf das Kernthema der Absicherung finanzieller Pflegerisiken hinweisen, steht am Markt eine Bandbreite an Pflegetagegeldversicherungen zur Verfügung.

Eine Einschätzung, welche Pflegetagegeldtarife derzeit die besten sind, liefert das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) jüngst in einem Rating, das bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde. „Eine gute Pflegeleistung wünscht sich jeder im Alter – doch diese ist teuer“, so Frank Nobis, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP): „Alleine die Unterbringung im Pflegeheim kostet Monat für Monat leicht über 3.000 Euro. Bei einer durchschnittlichen Pflegedauer von ca. fünf Jahren summieren sich die Kosten schnell auf über 100.000 Euro.“

26 Tarife von 23 Anbietern unter der Lupe

26 Tarife von 23 Anbietern hat das IVFP in seinem Pflegetagegeld-Rating auf bis zu 67 Einzelkriterien hin untersucht. Ins Gesamtergebnis flossen vier Teilbereiche ein: Preis/Leistung (Welche Leistungen bietet das Produkt im Marktvergleich? Gewichtung: 50%), Unternehmensqualität (Konzernstruktur, Kennzahlen, Kostenquoten, Stresstests; Gewichtung: 25%), Flexibilität (Sind individuelle Gestaltungsfreiräume für den Kunden in der Produktgestaltung berücksichtigt worden? Gewichtung: 15%) und Transparenz/Service (Verständlichkeit, Versicherungsbedingungen, Werbematerial, Internetauftritt; Gewichtung: 10%).

Um Unterschiede im Bereich Preis/Leistung aufzuzeigen, hat das IVFP Tarifbestandteile wie den Geltungsbereich des Versicherungsschutzes oder die Leistung bei Pflegebedürftigkeit infolge einer Suchterkrankung verglichen sowie Pflegeleistungen während einer vollstationären Heilbehandlung geprüft. Zudem wurden Berechnungen zu drei Modellkunden (30, 45 und 60 Jahre) durchgeführt, deren Pflegebedürftigkeit modellhaft zum 85. Lebensjahr eintritt. Als Kalkulationsgrundlage dienen 50 Euro Tagegeld im Pflegegrad 5 bzw. 80% davon im Pflegegrad 4, 60% im Pflegegrad 3, 30% im Pflegegrad 2 und 20% im Pflegegrad 1.

Tarife von R+V und APKV durchweg „exzellent“

Dem IVFP-Rating zufolge gelingt es zwei Tarifen, in allen vier Teilbereichen die Höchstwertung „Exzellent“ und damit auch die Gesamtnote „Exzellent“ zu erreichen. Es sind „PflegeVorsorge comfort“ von der R+V sowie „Allianz PflegetagegeldBest“ aus dem Haus der Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Dahinter folgen sechs Tarife, die ebenfalls die Gesamtnote „Exzellent“ erhalten, wobei ein oder zwei Teilbereiche nicht mit „Exzellent“, sondern mit „Sehr gut“ bewertet wurden. Diese sechs Tarife kommen von DKV, Nürnberger, Union Kranken, Bayerische Beamtenkrankenkasse, R+V und HanseMerkur.

Neunmal „Sehr gut“

Dahinter werden die Tarife von HALLESCHE, INTER, Concordia, AXA, Württembergische, Gothaer, Central, SDK und SIGNAL IDUNA jeweils mit der Gesamtnote „Sehr gut“ bewertet. Außerdem folgen sechs weitere Gesellschaften. (ad)

Zu den Ratingergebnissen geht es hier.

 

IVFP erweitert Vergleichstool für Rentenversicherungen

Vor Kurzem startete das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) die Softwarte „fairgleichen.net“, um einen „fairen“ Vergleich von Rentenversicherungstarifen anhand von qualitativen Kriterien zu ermöglichen. Neben der Privatrente hat das IVFP nun auch die ersten Tarife der Basisrente in das Tool integriert.

Anfang Juli präsentierte das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) das kostenfreie Vergleichsrechner „fairgleichen.net. Das Tool wird inzwischen auch als „Vergleichsrechner auf Mitmach-Basis“ bezeichnet, da es es dem Ansatz eines Minimum Viable Prodcts (MVP) folgt und gemeinsam mit den Anwendern weiterentwickelt werden soll. Mit fairgleichen.net will das IVFP einen „fairen“ Vergleich von Rentenversicherungstarifen auf Basis von qualitativen Kriterien ermöglichen.

Neben Privatrente nun auch Tarife der Basisrente

Das Tool wurde nun erweitert. Neben zusätzlichen Fondspolicen und Tarifen der sogenannten Neuen Klassik in der Privatrente sind nun auch die ersten Basisrenten-Tarife für einen Vergleich integriert.

In den folgenden Ausbaustufen soll die Anwendung um die Anregungen von Nutzern ergänzt werden. Perspektivisch sind stochastische Simulationen auf kundenindividueller Ebene bei den Ablauf- und Rentenleistungen vorgesehen. Hierzu hat das IVFP in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut (ITWM) die „Community Altersvorsorge“ ins Leben gerufen. (tk)

Bild: © Murrstock – stock.adobe.com

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IVFP: Diese bAV-Direktversicherungen überzeugen

Insgesamt 87 Direktversicherungen von 40 Anbietern hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung in seinem aktuellen bAV-Rating unter die Lupe genommen. Geprüft wurden die Tarife auf bis zu 83 Kriterien und in sechs verschiedenen Kategorien. In vier Kategorien gehören Allianz-Produkte zum Spitzenfeld, ALTE LEIPZIGER und Continentale finden sich in dreien mit ganz vorn.

Die Ursprünge der klassischen betrieblichen Altersversorgung liegen schon mehr als 100 Jahre zurück. Damals begannen die ersten großen Unternehmen, für ihre Mitarbeiter ein Vermögen anzusparen, von dem dann später eine Rente ausgezahlt werden konnte. Mittlerweile sind die bAV-Möglichkeiten vielfältiger. So können Arbeitnehmer beispielsweise Beiträge aus ihrem Bruttogehalt entnehmen und in eine Rentenversicherung einzahlen, die ihr Chef für sie abschließt.

„Bei der Altersvorsorge nicht allein auf die gesetzliche Rente zu bauen, ist gut und sinnvoll“, betont Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Beiratsvorsitzender des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), und ergänzt: „Wenn der Chef noch Teile der bAV finanziert, umso besser.“ Zum 9. Mal in Folge hat das IVFP die aktuell am Markt befindlichen bAV-Direktversicherungen unter die Lupe genommen.

Konkret wurden diesmal 87 Tarife von 40 Anbietern überprüft und dabei auf bis zu 83 Kriterien hin untersucht. Das Gesamtergebnis ergibt sich – wie bei den IVFP-Ratings üblich- aus den vier Teilbereichen „Unternehmensqualität“ (Gewichtung 35%), „Rendite“ (30%), „Flexibilität“ (25%) sowie „Transparenz und Service“ (10%).

Unterteilt wurden die getesteten 87 Direktversicherungen in die Kategorien „klassisch mit beitragsorientierter Leistungszusage (BoLz)“, „Klassik Plus mit BoLz“, „fondsgebunden mit BoLz“, „fondsgebunden mit Beitragszusage mit Mindestleistung (BzMl)“ sowie „Indexpolicen“ und „Comfort“. Die Ergebnisse wurden mit den Bewertungen „exzellent“, „sehr gut“ oder „gut“ ausgedrückt.

Das sind die Ergebnisse im Einzelnen

Die Top-Tarife in der Kategorie „klassisch (BoLz)“ kommen aus Sicht des IVFP von der Continentale (Rente Classic) und der R+V (Direktversicherung), sie wurden beide mit „exzellent“ bewertet. Dahinter folgen neun mit „sehr gut“ bewertete Tarife und fünf weitere. Die beiden Direktanbieter, die in dieser Kategorie geratet wurden, – EUROPA (Betriebliche Rentenversicherung) und Hannoversche Leben (Bausteinrente) – erhielten ebenfalls ein „exzellent“.

Was die „Klassik Plus (BoLz)“ angeht, so kommen die exzellenten Tarife von der Allianz (Perspektive), der ALTE LEIPZIGER (AL_RENTE KlassikPur) und der Continentale (Rente Classic Pro und Rente Classic Balance). Außerdem gab es in dieser Kategorie fünfmal ein „sehr gut“ und danach zwei weitere Gesellschaften.

Auch in den Kategorien „fondsgebunden mit Garantien (BoLz)“ und „fondsgebunden mit Garantien (BzMl)“ gehören die Tarife der Allianz (InvestFlex) und ALTE LEIPZIGER (ALfonds bAV) zu den vom IVFP als „exzellent“ gerateten. In erstgenannter Kategorie wird das Feld der exzellenten Tarife vervollständigt von Condor (Congenial bAV garant C72E), Stuttgarter (DirektRente performance safe), Swiss Life (Swiss Life Maximo) und Württembergische (Genius). Außerdem folgen hier noch zehn mit „sehr gut“ bewertete Tarife und dahinter fünf weitere Gesellschaften. Bei den fondsgebundenen (BzMl) gehören außer der Allianz Direktversicherung InvestFlex und der ALfonds bAV noch die Rente Invest Garant aus dem Haus der Continentale und die DirektRente performance-safe von der Stuttgarter mit zu den exzellenten Tarifen. Zudem folgen hier noch drei weitere „sehr gute“ Tarife, dahinter vier weitere Gesellschaften.

Die Kategorie der „Indexpolicen“ führt die Allianz mit ihren Tarifen IndexSelect und IndexSelect Plus an. Ebenfalls exzellent sind laut IVFP-Rating die Indexpolicen Relax bAVRente Classic der AXA, die NÜRNBERGER Betriebliche DAX-Rente, die DirektRente index-safe der Stuttgarter und die Direktversicherung IndexClever der Württembergischen. Des Weiteren wurden fünf Indexpolicen mit „sehr gut“ bewertet. In der Kategorie „Comfort“ erhält abschließend nur die Allianz (KomfortDynamik) eine exzellente Note. Dahinter folgen aber noch fünf mit „sehr gut“ bewertete Tarife. (ad)

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IVFP präsentiert „faires“ Vergleichstool für Rentenversicherungen

Mit der neuen Software „fairgleichen.net“ will das IVFP einen „fairen“ Vergleich von Rentenversicherungstarifen auf der Basis von qualitativen Kriterien ermöglichen. Das Tool startet mit zehn Anbietern, enthält zunächst vor allem fondsgebundene Tarife und Indexpolicen und soll sukzessive erweitert werden.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat eine neue kostenferie Anwendung zum Vergleich von Rentenversicherungstarifen präsentiert. Mit „fairgleichen.net“ will das IVFP neue Wege beschreiten und einen „fairen“ Vergleich ermöglichen. Laut IVFP sei immer wieder festzustellen, dass eine Gegenüberstellung anhand deterministischer Hochrechnungen, wie in herkömmlicher Software üblich, oftmals falsch ist. IVFP-Geschäftsführer Prof. Michael Hauer erklärt: „Hier wird verglichen, was nicht verglichen werden sollte, sofern Vermittler und Kunde eine objektive Entscheidung treffen wollen.“

Knackpunkte bei herkömmlichen Vergleichern

Meist würden Tarife gegenübergestellt, die unterschiedliche Hochrechnungsmethoden (Brutto vs. Netto) bei der Wertenwicklungsannahme für die Fondsanlage bzw. Indexanlage verwenden oder unterschiedliche Fonds bei den Fondspolicen einstellen. Problematisch sei außerdem beim herkömmlichen Vergleich die unterschiedliche Betrachtungsweisen der Anlagetöpfe (getrennt vs. gemeinsam) bei fondsgebundenen Rentenversicherungen mit Garantien. Einen weiteren Knackpunkt bildet die Verwendung unterschiedlicher Garantieerzeugungsmodelle (sogenannte Hybridmodelle) oder unterschiedlicher Garantieniveaus (selbst bei einem identischen Produkt).

Vergleich anhand von qualitativen Kriterien

Die neue Anwendung „fairgleichen.net“ verzichtet in der ersten Stufe vollständig auf Hochrechnungsvergleiche, also auf eine quantitative Betrachtung. Stattdessen wird ein Vergleich auf der Grundlage von qualitativen Kriterien dargestellt. Rentenversicherungsprodukte sollten in erster Linie das Langlebigkeitsrisiko absichern, daher müsse das Produkt zum Kunden pas-sen, wie das IVFP unterstreicht. Ein Matching der Produktausgestaltung mit den Anforderungen des Kunden sei der erste Schritt, den das neue Tool abbilden werde.

Zunächst fondsgebundene Tarife und Indexpolicen

„fairgleichen.net“ geht mit zehn Anbietern an den Start und enthält vorerst hauptsächlich fondsgebundene Tarife und Indexpolicen. Sukzessive soll die Softwarelösung um Tarife und Anbieter erweitert werden. Die erste Version der Software verfolgt den Ansatz eines Minimum Viable Products (MVP). Dabei wird die Anwendung mit möglichst schlankem Funktionsumfang gestartet und soll anschließend mit dem Markt gemeinsam weiterentwickelt werden. Das Vergleichstool kann ab sofort kostenfrei unter „fairgleichen.net“ genutzt werden.

Pläne für Ausbaustufen

In den nächsten Ausbaustufen soll die Anwendung um Anregungen von Nutzern ergänzt werden. Zudem sind stochastische Simulationen auf kundenindividueller Ebene bei den Ablauf- und Rentenleistungen geplant. Dafür hat das IVFP gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut (ITWM) die „Community Altersvorsorge“ gegründet. (tk)

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Die privaten Rentenversicherungen mit exzellentem Rating

Für die Altersvorsorge steht in der Lebensversicherung eine ganze Palette an verschiedenen Produktgattungen zur Verfügung. Die Klassik verliert dabei an Bedeutung, der Trend zu kapitalmarktgebundenen Produkten setzt sich fort. Das IVFP hat in seinem aktuellen Privatrenten-Rating trotzdem wieder die Tarife aus allen Produktbereichen bewertet. Untersucht wurden 148 Tarife von 53 Anbietern.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat zum zehnten Mal in Folge ein Rating zu privaten Rentenversicherungen durchgeführt. 148 Tarife von 53 Anbietern wurden dabei aus Verbrauchersicht bewertet. Die Einteilung erfolgte in die Kategorien klassisch, Klassik Plus, Index, fondsgebunden mit und ohne Garantien sowie Comfort. Zur Kategorie Klassik Plus zählt das IVFP klassische Rentenversicherungen mit geringeren Garantieelementen, aber erhöhter Renditechance. In der Kategorie Comfort werden diejenigen Tarife untersucht, die die Möglichkeit bieten, Anlagekonzepte zu wählen, deren komplettes Management der Versicherer übernimmt, heißt es im Ratingbericht. Das Gesamtergebnis setzt sich aus der Summe der vier Teilbereiche Unternehmensqualität (Gewichtung: 35%), Rendite (30%), Flexibilität (25%) sowie Transparenz und Service (10%) zusammen. Bis zu 89 Kriterien pro Tarif wurden je nach Produktkategorie für das Rating berücksichtigt.

Rating-Anpassung an Vielfalt der Anlagephilosophien

Ein Vergleich der Produkte lohnt sich immer vor Abschluss. Zu breit ist das Angebot der Lebensversicherer. Zudem passt es sich insbesondere vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase stetig an die aktuelle Situation an. Aufgrund der steigenden Bedeutung von kapitalmarktgebundenen Produkten und der weit divergierenden angebotenen Anlagestrategien, hat das IVFP sein Rating neu ausgerichtet. Im Ergebnis werden nun die angebotenen Fonds(-strategien) drei Hauptkategorien zugeordnet, die Einteilung und Bewertung wird anhand einer Peergroup-Einstufung vorgenommen. Eine Bewertung, welche Strategie zu bevorzugen ist, gibt das IVFP nicht ab. „Eine beste Strategie im Allgemeinen gibt es dabei nicht“, so IVFP-Geschäftsführer Prof. Michael Hauer. Zu individuell seien die Kundenwünsche und damit auch die Fondsstrategien.

Diese Versicherer erhalten das höchste Rating

Einige Tarife haben die Analysten beim Rating besonders überzeugt und wurden dafür mit der Bestnote „exzellent“ aufgelistet. Nachstehend nun die Tarife, die in der Gesamtbetrachtung, also über alle vier untersuchten Teilbereiche hinweg, dieses „exzellent“ erhalten haben:

  • klassisch: R+V-PrivatRente, E-R Rentenversicherung pur (Europa)
  • Klassik Plus: Allianz PrivatRente Perspektive, AL_RENTEFlex und AL_RENTE KlassikPur (beide ALTE LEIPZIGER)
  • Index: Allianz PrivatRente IndexSelect Plus, Allianz PrivatRente IndexSelect, Relax PrivatRente Classic (AXA), NÜRNBERGER DAX Rente
  • fondsgebunden mit Garantien: Allianz PrivatRente InvestFlex, Flexible Fondsrente ALfonds und AL_RENTEFlex (beide ALTE LEIPZIGER), Relax PrivatRente Chance und Relax PrivatRente Comfort (beide AXA), Continentale Rente Invest Garant, MeinPlan (LV 1871), FlexRente performance-safe (Stuttgarter), Swiss Life Maximo Privatrente, Genius PrivatRente FRH (Württembergische)
  • fondsgebunden ohne Garantien: Allianz PrivatRente InvestFlex, AL_RENTEFlex und Flexible Fondsrente ALfonds (beide ALTE LEIPZIGER), MeinPlan (LV 1871), Genius PrivatRente FRH (Württembergische), E-FR – Fonds-Rente (EUROPA)
  • Comfort: Allianz PrivatRente KomfortDynamik

Weitere Ergebnisse und Informationen zum Rating finden sich hier.

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Indexpolicen: Lohnen sich Turbo-Tarife?

Indexpolicen haben sich bei Vermittlern und ihren Kunden mittlerweile einen festen Platz in der privaten Altersvorsorge gesichert. Tarife mit Erhöhungsoption sind dabei noch recht neu und selten. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat diese Index-Turbos nun erstmals analysiert.

Indexpolicen gibt es mittlerweile seit mehr als zehn Jahren. In dieser Zeit haben sie sich ihren festen Platz bei Beratern und ihren Kunden gesichert. Inzwischen gibt es nicht mehr nur Tarife, bei denen Kunden jedes Jahr wählen können, ob sie die Überschüsse in Form einer Gutschrift erhalten oder diese gegen eine Partizipation am Index eintauschen möchten, sondern auch Produkte mit Erhöhungsoptionen, sogenannten Index-Turbos. Bei diesen werden zusätzlich zu den Überschüssen auch noch Anteile des Vertragsguthabens für die Indexpartizipation verwendet.

Höhere Renditechancen

Die grundsätzliche Funktionsweise von Indexpolicen ändert sich durch die Turbos nicht, jedoch ermöglichen sie eine höhere Partizipations- bzw. Beteiligungsquote. Die Renditechancen sind daher in der Theorie höher als bei vergleichbaren Indexpolicen. Im Gegenzug kann allerdings das Vertragsguthaben von einem auf das andere Jahr jedoch sinken.

Sehr kleines Produktangebot

Index-Turbos sind noch recht neu am Markt. Und auch die Auswahl ist überschaubar. Aktuell sind drei Anbieter mit vier Produkten in Deutschland aktiv: Allianz mit IndexSelect Plus Chancenturbo, Ergo mit Rente Balance Index Plus und die Stuttgarter mit index-safe Index Turbo und Index-Turbo Plus. Entsprechend wenig Studien gibt es bisher zu ihnen.

Indexpolicen: Lohnen sich Turbo-Tarife?
Höhere Rendite in fast allen Fällen

Das IVFP hat sich nun als einer der ersten an eine Analyse gewagt. Demnach lassen sich aufgrund der kurzen Existenzzeit zwar keine validen Ergebnisse auf Basis real erzielter Indexrenditen mit und ohne Erhöhungsoption ableiten. Zudem könnten die Kosten der Erhöhungsoption nicht verglichen werden, da die Produkte auf verschiedenen Indizes mit unterschiedlichen Volatilitäten basieren. Rückrechnungen des Instituts würden jedoch zeigen, dass bei Wahl der Erhöhungsoption in fast allen Fällen eine höhere durchschnittlichere Rendite erzielt wurde – zumindest wenn der Index-Turbo stetig gewählt wird.

Dabeibleiben entscheidend

Konkret verlieren Kunden bei Index-Turbos in Jahren, in denen die Indexrendite aufgrund einer negativen Indexperformance auf null gesetzt wird, neben den Überschüssen auch die Kosten für die Erhöhungsoption. In Jahren mit einer positiven Wertentwicklung des Index könne es zugleich sein, dass die Rendite ohne Index-Turbo höher ausfällt als ohne diese Option. Im Gegenzug profitieren die Kunden laut dem IVFP in (sehr) guten Börsenjahren von einer zum Teil deutlich erhöhten Beteiligungsquote und somit von einer hohen Gutschrift aus der Indexpartizipation. „Wählt der Kunde den Index-Turbo, sollte er dabei bleiben, da niemand vorhersagen kann, wann diese guten Indexjahre auftreten“, betont Michael Hauer, Geschäftsführer des IVFP. Insgesamt verbessere der Einschluss der Erhöhungsoption tatsächlich die Renditechancen. Nur eben zum Preis eines erhöhten Risikos, dass das Vertragsguthaben sinkt. (mh)

 

Auf diese Produkte setzen Makler in der Lebens- und Krankenversicherung

Im Altersvorsorgeschäft liegen kapitalmarktorientierte Produkte bei Maklern im Trend. Wie eine aktuelle IVFP-Umfrage zeigt, sehen Vermittler in fondsgebundenen Tarifen das meiste Absatzpotenzial, gefolgt von Indexpolicen. In der Krankenversicherung spielen PKV-Zusatzversicherungen die größte Rolle.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) beleuchtet im Rahmen einer aktuellen Umfrage unter Vermittlern die Markttrends für das Jahr 2019 in der Lebens- und Krankenversicherung. Im Bereich der Altersvorsorge haben fondsgebundene Tarife die Nase vorn. 85% der Makler gaben an, fondsgebundene Tarife mit Garantien zu vermitteln, 78% ohne Garantien. Etwa zwei Drittel der Befragten verkauft Indexpolicen. Nicht einmal mehr die Hälfte der Makler vermittelt noch klassischen Produkte. Wenn es um die Einschätzung der Makler zu Absatzchancen der verschiedenen Produkte geht, landen die klassische Policen entsprechend auch auf dem letzten Platz. Das meiste Potenzial sehen Makler in fondsgebundenen Tarifen.

Auch Arbeitskraftabsicherung mit großem Potenzial

Vor allem auch die Absicherung der Arbeitskraft spielt laut Umfrage eine entscheidende Rolle. Vermittlern schreiben diesem Bereich nach der Altersvorsorge das größte Absatzpotenzial zu, vor allem der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Anders verhält es sich mit der Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU). Sowohl bei der Einschätzung des Absatzpotenzials als auch bei der Vermittlungshäufigkeit rangiert diese Versicherung auf dem letzten Platz. Ist eine BU-Versicherung zu teuer, werden eher Grundfähigkeiten- oder Schwere-Krankheiten-Versicherungen als Möglichkeit zur Absicherung herangezogen.

PKV-Zusatzversicherungen laufen

Im Bereich der Krankenversicherung spielen PKV-Zusatzversicherungen die größte Rolle. Mehr als 9 von 10 der Umfrageteilnehmer vermitteln solche Produkte. Entsprechend sehen die Vermittler darin auch das höchste Absatzpotenzial. Es folgen die Pflegeversicherung und die PKV-Vollversicherung. Als eher gering schätzen Makler die Absatzchancen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) ein. Nicht einmal ein Drittel der Makler (29%) berät zur bKV. (tk)

 

„Die Abschaffung der Doppelverbeitragung würde die bAV klar zur Nummer eins machen“

Ist tatsächlich das Ende der Doppelverbeitragung der Betriebsrenten in Sicht? Was er von den Plänen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn hält und warum die Abschaffung der Doppelverbeitragung Impulse für Neuabschlüsse in der bAV bringen kann, erläutert Prof. Dr. Thomas Dommermuth im AssCompact-Interview. Der Vorsitzende des fachlichen Beirats des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hatte gegenüber der Politik Ende 2017 einen Kompromissweg zur Umwandlung der Betriebsrentenfreigrenze in einen Freibetrag ins Spiel gebracht.

Die Abschaffung der Doppelverbeitragung der Betriebsrente hinsichtlich der Krankenversicherung ist Ihr Thema. Was würde die Abschaffung für die einzelnen Rentner bedeuten?

Sie meinen mit Ihrer Frage offenbar die zeitliche Variante der Doppelverbeitragung: In der Beitragsphase spart der Arbeitnehmer nur maximal die halben KV/PV-Beiträge, in der Rentenphase erfolgt aber die volle Belastung. Diejenigen, deren Betriebsrente die Freigrenze von gegenwärtig 155,75 Euro monatlich übersteigt, würden bei Abschaffung dieser Variante erheblich entlastet, denn ihr KV-Beitrag sänke von gegenwärtig im Schnitt 15,5% auf knapp 8,5% der Betriebsrente. Eine Abschaffung der sachlichen Variante der Doppelverbeitragung – das Einkommen in der Erwerbsphase übersteigt die Beitragsbemessungsgrenze Kranken oder die Beiträge zur bAV übersteigen 4% der Beitragsbemessungsgrenze Renten, im Rentenalter jedoch Belastung mit KV/PV-Beiträgen – ist gegenwärtig meines Wissens jedoch nicht in der politischen Diskussion.

Würde sie tatsächlich Impulse für Neuabschlüsse bringen?

Ja, davon bin ich überzeugt. Die Medien berichten seit Jahren negativ auch über die bAV. Kern dieser Berichterstattung war fast immer die zeitliche Form der Doppelverbeitragung. Deren Wegfall würde der negativen Berichterstattung endlich den Wind aus den Segeln nehmen. Ihre Abschaffung würde zusammen mit dem neuen obligatorischen Arbeitgeberzuschuss (maximal 15% der Entgeltumwandlung) die Rendite der bAV ganz erheblich steigern und diese Vorsorgeform trotz niedrigster Zinsen klar zur Nummer eins der finanziellen Zukunftssicherung machen; nur Riester kann da für Geringverdiener noch mithalten. Apropos Riester: Kombiniert man diese Vorsorgeform mit der bAV, hat das BRSG die Doppelverbeitragung in ihrer zeitlichen und sachlichen Form bereits seit 01.01.2018 auch für Altverträge und damit rückwirkend beseitigt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will das Thema angehen. Er will scheinbar die Krankenkassenbeiträge auf Bezüge aus der bAV halbieren. Was würde das bringen?

Das ist mutig und richtig. Was es dem Einzelnen und der bAV insgesamt bringt, habe ich bereits gesagt. Es führt aber auch zu Gerechtigkeit, denn ich empfinde es – trotz des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 09.07.2018 – als zutiefst ungerecht, wenn Arbeitnehmer in der Beitragsphase nur mit ca. der Hälfte der KV-Beiträge entlastet, in der Rentenphase aber mit dem vollen Beitrag belastet werden. Dies gilt auch nach Einführung des genannten obligatorischen Arbeitgeberzuschusses, weil dieser die bereits erwähnte sachliche Doppelverbeitragung nicht beseitigen konnte.

Die Halbierung würde dennoch ein Finanzloch bedeuten. Vermutlich würde die Finanzierung über die Steuerzahler erfolgen. Eine gute Lösung?

Es geht um die Hälfte von ca. 5,8 Mrd. Euro jährlichem Beitragsvolumen für die gesetzlichen Krankenkassen. Das ist enorm viel Geld. Aber: War es richtig, dass die Reform des Jahres 2004 die KV-Beiträge auf Betriebsrenten von der Hälfte auf den vollen Satz steigerte, nur um das damalige Finanzloch zu stopfen? War es eines Rechtsstaates würdig, dass man viele Menschen, die Direktversicherungen mit Kapitalleistungen vor 2004 im Vertrauen darauf abgeschlossen hatten, dass die Einmalzahlung gemäß der damaligen Rechtslage beitragsfrei bliebe, anschließend teilweise enteignete? Die Betroffenen verloren damals ihr Vertrauen in langfristig gültige Politik und Herr Spahn will dieses Vertrauen wenigstens teilweise zurückgeben. Das halte ich für richtig.

Welche Chance geben Sie dem Vorschlag?

In Anbetracht eines Volumens von ca. 3 Mrd. Euro dann fehlender Krankenkassenbeiträge jährlich wird eine Umsetzung schwierig; die Kassen werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, wie sie es bereits bisher taten. Dennoch hat die CDU eine Lösung auf ihrem Parteitag am 08.12.2018 beschlossen und auch ihre Koalitionspartner sind für eine Reform. Sollte sie in der Maximal-Lösung (Rückkehr zum halben Beitrag auf Betriebsrenten) nicht durchsetzbar sein, dürfte zumindest der von mir selbst gegenüber der Politik Ende 2017 ins Spiel gebrachte Kompromissweg der Umwandlung der eingangs genannten Freigrenze von 155,75 Euro in einen Freibetrag gute Chancen haben.

Die Reform könnte schon 2020 kommen. Jetzige Betriebsrentner würden rückwirkend vermutlich nicht einbezogen werden. Was meinen Sie dazu?

Eine Rückwirkung wäre aus Gerechtigkeits- und Vertrauensgründen wünschenswert, jedoch viel zu kostspielig; über 40 Mrd. Euro Erstattungen ließen sich nicht aufbringen. Da das BVerfG die seit 2004 vollzogenen Praktiken auch nicht beanstandet hat, sollten wir über die Vergangenheit den Mantel des Schweigens decken und an die Zukunft denken.

 
Ein Artikel von
Prof. Dr. Thomas Dommermuth

IVFP nimmt Renditen von Indexpolicen unter die Lupe

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat die Rendite von Indexpolicen analysiert und dabei Indexbeteiligung und sichere Verzinsung gegenübergestellt. An einem Beispiel hat das IVFP dargestellt, warum regelmäßige Indexbeteiligung vorteilhaft sein kann.

Indexgebundene Rentenversicherungen (Indexpolicen) sind inzwischen aus der Produktlandschaft deutscher Lebensversicherer nicht mehr wegzudenken. Aktuell haben laut Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), das die Renditen der Indexpolicen jüngst analysiert hat, 18 Lebensversicherungsunternehmen eine Indexpolice im Produktangebot.

Indexbeteiligung vs. sichere Verzinsung

Die Funktionsweise dieser Produkte ist einfach: Analog zu einer klassischen Rentenversicherung findet die Kapitalanlage ausschließlich im Sicherungsvermögen (Deckungsstock) des Versicherers statt. Der Kunde kann jedes Jahr wählen, ob er mit seinem angesammelten Guthaben an einem Index (z. B. Euro Stoxx 50, Dax etc.) partizipieren (sogenannte Indexbeteiligung) oder ob er die Überschüsse des Versicherers direkt gutgeschrieben bekommen möchte (sogenannte sichere Verzinsung). Fiel die Wahl im letzten Jahr auf die Indexbeteiligung, gingen die Kunden meist leer aus. Dennoch zeigen Berechnungen des IVFP, dass sich eine regelmäßige Beteiligung am Index gegenüber der sicheren Verzinsung in der Vergangenheit gelohnt hat.

Die Börse kannte bis 2017 nur eine Richtung: immer steil bergauf. Davon haben auch Indexpolicen profitiert und konnten in den letzten Jahren oftmals überdurchschnittliche Renditen erzielen. Indexjahre, die im Börsenjahr 2017 endeten, erwirtschafteten mehrheitlich maßgebliche Indexrenditen von zum Teil weit über 5%. In der Spitze wurden sogar mehr als 10% erreicht.

Kaum Anlass zur Freude im Börsenjahr 2018

Das Börsenjahr 2018 hingegen gab kaum Anlass zur Freude. Der Dax verlor innerhalb eines Jahres 18,3% an Wert. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Renditegutschriften indexgebundener Rentenversicherungen im Jahr 2018 eher mager ausfielen. Insbesondere Anbieter, deren Indexmodell auf dem Cap-Verfahren basiert, konnten dem Kunden keine Gutschriften aus der Indexpartizipation weitergeben. Neben der schlechten allgemeinen Kapitalmarktentwicklung waren ein wesentlicher Grund dafür die volatilen Aktienmärkte, die positive Renditen bei Indexpolicen mit Cap kaum ermöglichen. Aber auch Indexmodelle, die mit einer Partizipationsquote arbeiten, waren kaum in der Lage, positive Renditen zu erzielen. Lediglich Indexjahre, die zu Beginn des Jahres 2018 endeten, erwirtschafteten noch nennenswerte Gutschriften, da sie größtenteils noch von der sehr guten Börsenentwicklung aus dem Jahr zuvor (also 2017) profitierten und unterjährige Schwankungen bei Anwendung einer Partizipationsquote keine Rolle spielen.

IVFP: Regelmäßige Indexpartizipation vorteilhaft

Indexpolicen verfügen jedoch über ein Sicherheitsnetz, das negative Wertentwicklung während eines Indexjahres auf null setzt. Dies ist auch der Grund, warum sich Indexpolicen trotz häufiger Jahre mit einer Rendite von 0% lohnen. Wie Berechnungen des IVFP ergaben, hat sich eine regelmäßige Indexpartizipation in fast allen Fällen als vorteilhaft erwiesen. Der Mehrertrag einer Indexpartizipation gegenüber der sicheren Verzinsung lag durchschnittlich bei etwa einem Prozentpunkt pro Jahr, weiß IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer.

Zur Illustration hat das IVFP beispielhaft eine Indexpolice auf Basis tatsächlicher Vergangenheitswerte (Indexentwicklung, Renditebeschränkung) verwendet. Durchschnittlich in jedem zweiten Jahr brachte die dargestellte Indexpolice keine Rendite ein. In den anderen Jahren hingegen profitierte der Kunde oftmals von überdurchschnittlichen Wertentwicklungen, sodass im gezeigten Beispiel eine mittlere Rendite von knapp 5% erzielt wurde.

 

IVFP nimmt Renditen von Indexpolicen unter die Lupe

Hätte man sich im nebenstehenden Beispiel jedes Jahr die Überschüsse des Versicherers gutschreiben lassen, also die sichere Verzinsung gewählt, hätte die Rendite etwas unter 4% pro Jahr betragen und hätte somit unterhalb der maßgeblichen Indexrendite im gleichen Zeitraum gelegen. (ad)

 

IVFP kürt die besten SBU-Tarife

In seinem aktuellen Rating nimmt das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) selbstständige Berufsunfähigkeitstarife (SBU) unter die Lupe. Den Ergebnissen zufolge ist die Spannbreite bei den Prämien groß. Als Trend zeigt sich, dass bereits jeder vierte Versicherer kostenfreie Assistance-Leistungen anbietet.

Das Angebot an Berufsunfähigkeitsversicherungen auf dem Markt ist groß. Das macht es für Vermittler und Kunden nicht einfacher, eine geeignete Police auszuwählen. Doch was zeichnet einen guten Tarif aus? Das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) hat im Rahmen seines neuen Ratings 37 selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen (SBU) untersucht. Insgesamt haben die Analysten 37 Tarife von 37 Anbietern anhand von über 100 Kriterien in den vier Teilbereichen Unternehmensqualität, Preis/Leistung, Flexibilität und Transparenz/Service analysiert. Mit 50% hat der Teilbereich Preis/Leistung dabei die höchste Gewichtung. Unternehmensqualität und Flexibilität fließen mit je 20% in die Bewertung ein, Transparenz mit 10%.

Große Spannbreite zwischen günstig und teuer

Vorgegeben waren für die Musterfälle die Parameter „Verzicht auf eine abstrakte Verweisbarkeit bei Erstprüfung der BU“, „Beitragsverrechnung“ als Überschussverwendung, „Nichtraucher“, „keine Vorerkrankungen“ sowie eine Leistung bei einem „BU-Grad von mind. 50%“. Bei den Berechnungen der einzelnen Musterfallkonstruktionen für die unterschiedlichen Berufsgruppen haben die Analysten eine große Spannbreite zwischen günstigen und teuren Tarifen festgestellt. Wie das Ergebnis allerdings auch verdeutlicht, gibt es immer noch bezahlbare Tarife für handwerkliche Berufe im Angebot der Versicherer.

Zwei Anbieter landen bei allen Berufsgruppen vorn

Das IVFP-Rating zeigt die besten SBU-Tarife für kaufmännische Berufe, medizinische Berufe, Handwerker, Selbstständige, Studenten und Azubis. Insgesamt schnitten viele Versicherer mit einem guten oder sehr guten Ergebnis ab. Auf Rang 1 finden sich in all diesen Berufsgruppen die ALTE LEIPZIGER Leben mit dem Tarif „SecurAL“ und die Allianz Leben mit der „Allianz BerufsunfähigkeitsPolice“, und zwar jeweils mit der Gesamtnote 1,1. Außer bei den Azubis, hier lautet die Note 1,2.

Weitere Top-Tarife für medizinische Berufe, Handwerker und Azubis

Bei den Handwerkern teilen sich die ALTE LEIPZIGER und die Allianz Rang 1 mit der AXA („Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung“). In der Berufsgruppe der medizinischen Berufe findet sich neben ALTE LEIPZIGER und Allianz die Swiss Life AG (Konsortium) mit der „KlinikRente.BU“ unter den Erstplatzierten. In der Berufsgruppe der Azubis landen neben Allianz und ALTE LEIPZIGER folgende Versicherer in der Spitzengruppe: Swiss Life AG (Swiss Life SBU 4U), Dialog Leben (SBU-professional), Basler Leben (Basler BerufsunfähigkeitsVersicherung), die Bayerische (BU Protect Prestige).

Trend zu kostenfreien Assistance-Leistungen

Laut IVFP-Analysten zeichne sich als Trend ab, dass inzwischen 40% der Anbieter kostenfreie Assistance-Leistungen im Falle der Berufsunfähigkeit anbieten. Allerdings sind die Leistungen sehr unterschiedlich und reichen von kleinen Hilfestellungen bis hin zu umfangreicheren Serviceleistungen.

Die besten SEU-Tarife

Das IVFP hat außerdem 13 selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherungen (SEU) von 13 Anbietern auf bis zu 90 Kriterien untersucht. Hier landet die Continentale Lebensversicherung auf dem 1. Rang mit dem SEU-Tarif „Continentale PremiumEU“. (tk)