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Altersbild der Jüngeren deckt sich nicht mit Einschätzung von Senioren
19. Juli 2017

Altersbild der Jüngeren deckt sich nicht mit Einschätzung von Senioren

Senioren beurteilen ihre Lebensqualität selbst deutlich besser als Jugendliche und Erwachsene mittleren Alters. Dies zeigt die INSA-Studie „50plus“. Unterschiedlich ist auch die Auffassung, ab welchem Zeitpunkt man als alt gilt: Die unter 40-Jährigen finden ab 60 Jahren, für die über 40-Jährigen ist man erst nach dem 70. Lebensjahr alt.


Ihre Lebensqualität schätzen Senioren selbst weitaus besser ein als Jugendliche und Erwachsene im mittleren Alter. Das Altersbild der Jüngeren stimmt also nicht mit dem eigenen Erleben der Älteren überein. Dies geht aus der INSA-Studie „50plus“ hervor, die vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) mitgetragen wird. Laut Studie ist gerade einmal jeder Zweite der Meinung, dass es den Menschen im Rentenalter gut gehe. Je jünger die Befragten sind, desto seltener beurteilen sie die Lebensqualität im Alter als gut. Unter den 18- bis 29-Jährigen meinen lediglich 44%, dass es den Senioren gut gehe. Die Senioren selbst sehen das häufig anders. So stuften 61% der 70- bis 79-Jährigen ihre Lebensqualität als gut ein. Erst mit steigendem Alter beurteilen die Menschen ihre Situation etwas weniger positiv, vermutlich weil Krankheiten und Pflegebedürftigkeit häufiger auftreten.

Ab wann werden Menschen als alt betrachtet?

Im Rahmen der Studie wurde auch die Frage gestellt, ab welchem Zeitpunkt Menschen als alt angesehen werden. Der Unterschied zwischen dem gefühlten und dem tatsächlichen Alter beträgt etwa ein Jahrzehnt. Die unter 40-Jährigen sind der Ansicht, dass man ab 60 Jahren zu den Alten zu rechnen ist. Nach Auffassung der über 40-Jährigen beginnt das Altsein dagegen erst nach dem 70. Lebensjahr.

Einstellung zur Rente verändert sich mit Lebensalter

Wie die Studie außerdem zeigt, verschiebt sich auch die Einstellung zum Ende der Erwerbsphase und zum Rentenbeginn mit dem Lebensalter. Die Menschen im Alter bis zu 60 Jahren geben an, nur bis maximal 63 arbeiten zu wollen. Länger arbeiten ziehen die wenigsten in Betracht: Nur 7% der unter 30-Jährigen geben an, über 67 Jahre hinaus arbeiten zu wollen, sofern es die Gesundheit erlaubt. Die Rentner selbst haben dazu eine etwas andere Einstellung. Unter den 70- bis 79-Jährigen können sich dies immerhin 23% vorstellen. Mit dem eigenen Erleben der Rentenzeit werden die Fähigkeiten zu einer längeren Erwerbsphase also anders beurteilt als von jüngeren Menschen. (tk)





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