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Das sind die Erfolgsfaktoren von Indexpolicen
15. März 2016

Das sind die Erfolgsfaktoren von Indexpolicen

Lebensversicherer haben auf das schwierige Umfeld im Altersvorsorgemarkt mit der Einführung von Indexpolicen reagiert. Das Interesse im Vermittlermarkt an den noch neuen Produkten ist groß. Was ihnen dabei wichtig ist, was sie sich von den Anbietern wünschen und ob sie selbst eine Indexpolice abschließen würden, hat AssCompact zusammen mit dem IVFP untersucht.


Je bekannter eine Indexpolice ist, desto häufiger bieten Versicherungsmakler diese ihren Kunden an. Diese einfache Logik gilt derzeit am Markt der Indexpolicen. Laut einer aktuellen Untersuchung von AssCompact in Kooperation mit dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) sind die beiden Produkte IndexSelect der Allianz und Klassik modern des Volkswohl Bundes die beiden bekanntesten Indexpolicen aus Maklersicht. Mit etwas Abstand folgt eine Fünfergruppe, bestehend aus den Produkten TwoTrust Selekt (HDI), Rente Index Plus (LV 1871), Relax Rente Classic (AXA), INDEX-Rente (Condor) sowie DAX-Rente (Nürnberger).

Indexpolicen müssen verständlich sein

Doch worauf achten Versicherungsmakler bei ihrer Produktempfehlung außerhalb des Bekanntheitsgrades? Bei dieser Analyse zeigt sich ganz deutlich, dass für unabhängige Vermittler die Verständlichkeit des Indexmodells, die Höhe der Partizipationsbeschränkung (CAP, Quote,…) sowie der dazugehörige Basisindex für die Indexpartizipation (Euro Stoxx 50, Dax,…) am wichtigsten sind. Weniger relevant sind hingegen die Mindestverzinsung (Garantiezins) und die Höhe der sicheren Verzinsung.

Große Unterschiede bei der Transparenz der Indexpolicen

Da Maklern die Verständlichkeit der Produkte besonders wichtig ist, haben die Studiengeber hinsichtlich deren Transparenz noch etwas näher hingesehen. So zeigen sich aus Vermittlersicht innerhalb der zwölf untersuchten Indexpolicen deutliche Unterschiede im Bereich der wahrgenommenen Transparenz. Die Angebote der Allianz und des Volkswohl Bundes stufen immerhin knapp 75% als transparent ein. Bei den weiteren Indexpolicen rutschen die Werte teils bis auf 22% ab und offenbaren große Informationslücken. Dabei werden hauptsächlich zwei Aspekte angesprochen, die für die Intransparenz verantwortlich sind: Einerseits ist die Berechnung der maßgeblichen Rendite nicht nachvollziehbar und andererseits bemängeln die Vermittler die wenigen öffentlichen Informationen zu aktuellen Renditebeschränkungen (Cap, Quote,…).

Interessant ist auch das Ergebnis auf die Frage, ob die befragten Makler selbst eine Indexpolice abgeschlossen haben bzw. abschließen würden, wenn sie noch etwas für ihre Altersvorsorge benötigen sollten. Knapp die Hälfte aller Befragten antworten darauf mit „ja“. Das Produkt, das sie für sich selbst gewählt haben bzw. wählen würden, empfehlen insgesamt 94% im nächsten Schritt dann auch an ihre Endkunden aus Überzeugung weiter.

Mehr Unterstützung bei den Softwareanwendungen gefordert

Um den Kunden die Funktionsweise von indexgebundenen Rentenversicherungen zu erläutern, greifen die Vermittler vorwiegend auf Softwareanwendungen und auf haptische Hilfsmittel zurück. Auch das hat die Studie ergeben. Als beliebteste Softwareanwendung zählt aktuell der INDEX-SIMULATOR des Volkswohl Bundes. Apps sind in der Kundenberatung derzeit noch irrelevant. Mehr Unterstützung von Seiten der Versicherer wünschen sich die unabhängigen Vermittler hauptsächlich bei den Softwareanwendungen, um die Funktionsweise der Indexpartizipation besser erklären und den Vergleich mehrerer Indexmodelle aufzeigen zu können.

Zur Studie

An der Studie „Indexpolicen aus Maklersicht 2016“ beteiligten sich 342 Makler und Mehrfachagenten aus dem Adresspool der bbg Betriebsberatungs GmbH. Die Studie wurde gemeinsam von AssCompact und dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) erstellt. Die Erhebung fand von Mitte Dezember 2015 bis Ende Januar 2016 statt. Weitere Informationen zur Studie sowie das Bestellformular finden Sie hier.





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