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Deutscher Bankenpräsident fordert Regulierungs-Check
16. April 2018

Deutscher Bankenpräsident fordert Regulierungs-Check

Die immer weiter zunehmende Bürokratie belastet und verunsichert Kunden und Banken in Deutschland. Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes, fordert daher ein Umdenken. Ein umfassender Regulierungs-Check sei dringend notwendig. Zudem müsse die Wirtschaftspolitik den Finanzplatz Deutschland stärken.


Eine wirksame Überprüfung der Finanzmarktregulierung forderte Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes, anlässlich der Vorstandssitzung des Verbandes in Berlin. „Ein Regulierungs-Check – wie ihn auch der Koalitionsvertrag vorsieht – ist absolut notwendig und überfällig. Es gibt zu viele Widersprüche, Schwachstellen und bürokratische Übertreibungen in den Regulierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre“, so Peters.

Bevormundung statt Schutz

Den Banken gehe es dabei nicht darum, sinnvolle Regulierung zurückzudrehen. Die Branche müsse aber von bürokratischen Lasten befreit werden. Als Beispiel nannte der Bankenpräsident die seit Anfang des Jahres geltenden Regeln zur Anlageberatung. Die damit verbundenen Dokumentations- und Informationspflichten würden viele Kunden als Bevormundung empfinden. Einige Banken hätten sich zwischenzeitlich sogar ganz aus der Anlageberatung zurückgezogen. Gerade für kleinere Institute stünden die Kosten in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zu den Erträgen. Dies sei eine schlechte Nachricht für Anleger – insbesondere in Zeiten von Nullzinsen.

Finanzplatz Deutschland stärken

Peters begrüßte zudem die Ankündigung der Bundesregierung, sich stärker für den Finanzplatz Deutschland einzusetzen. „Die Politik muss erkennen, welche Bedeutung ein attraktiver Finanzplatz und ein profitables Bankensystem für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben“, sagte Peters. „Es sind die Banken, die das Wachstum der deutschen Wirtschaft finanzieren.“ Wirtschaftspolitik bedeute deshalb auch, den Finanzplatz Deutschland zu stärken. Banken dürfen nicht länger nur als Regulierungsobjekte sondern als Teil einer modernen Wirtschaftspolitik wahrgenommen werden. (mh)





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