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Google schließt Vergleichsplattform
24. Februar 2016

Google schließt Vergleichsplattform

Neuesten Nachrichten zufolge lässt Google Compare die Rollläden herunter: Der Internetriese schließt Ende März seine Vergleichsplattform, auf der in den USA und in Großbritannien unter anderem auch Kfz-Versicherungen verglichen werden konnten. In Frankreich war 2013 schon nach wenigen Monaten Schluss und in Deutschland ging das Portal erst gar nicht an den Start.


Google als Versicherungsmakler, das galt als Schreckensszenario und als Ende der klassischen Vertriebswege. Für viele war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Internetriese mit seinem Vergleichsportal für Finanzprodukte und insbesondere Kfz-Versicherungen nach Deutschland kommt. Damit ist vorerst allerdings nicht mehr zu rechnen: Google Compare stellt seinen Betrieb nach kurzer Laufzeit in den USA und in Großbritannien ein.

Zeitungsberichten zufolge habe Google die Komplexität des Marktes und des Angebots unterschätzt. Zudem verzeichnete das Portal wohl zahlreiche Zugriffe, die tatsächlichen Abschlüsse blieben aber weit hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Deshalb wolle man sich wieder mehr auf seine Werbeangebote konzentrieren als auf Vergleiche. Das Portal war demnach schlichtweg nicht rentabel. Zudem könnte es auch kartellrechtliche Probleme gegeben haben: Den Aufsehern ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass die Suchdienste von Google zu einem Machtmissbrauch in anderen Bereichen führen könnten.

Bereits 2013 wurde Google Compare in Frankreich lanciert und wenige Monate später wieder eingestellt. Damals hieß es, man wolle sich zuerst auf den angelsächsischen Markt konzentrieren. In Deutschland wurde das Vergleichsportal mehrmals angekündigt, ein Markteintritt aber immer verschoben. Während es vorerst also keinen Google-Versicherungsvergleich in Deutschland geben wird, läuft gegen ein anderes Portal eine Klage: Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hatte bereits im September letzten Jahres Klage gegen Check24 eingereicht. Aktuell beschäftigt sich das Landgericht München I in einer mündlichen Verhandlung damit, ob das Portal unlauteren Wettbewerb betreibt. (bh)

Lesen Sie dazu: Landgericht München I beschäftigt sich mit Check24



Kommentare

von Jan Lanc am 24.02.2016 um 11:05 Uhr
Da wurde in den Portalen mal wieder viel Wind um Nichts gemacht. Das gleiche wie um das vermeintliche Ende der Provisionen



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