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Studie: Potenzial bei privaten Cyberpolicen liegt brach
13. November 2017

Studie: Potenzial bei privaten Cyberpolicen liegt brach

Zwar nimmt das Bewusstsein über Gefahren aus dem Internet auch bei privaten Internetnutzern zu, doch Cyberversicherungen sind kaum verbreitet. Laut einer YouGov-Umfrage kann sich aber rund jeder fünfte Internetnutzer vorstellen, eine solche Police abzuschließen. Interesse haben eher Jüngere und Besserverdienende.


Auch unter privaten Internetnutzern steigt das Bewusstsein über die drohenden Gefahren des Internets. Dies zeigt die Studie „Cyberrisiken im Privatbereich“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. So haben 19% der Internetnutzer in Privathaushalten Angst vor Datendiebstahl, das sind fast doppelt so viele wie noch im Jahr 2014 (11%). Allerdings informieren sich laut Studie weniger Menschen regelmäßig über Internetsicherheit als noch 2014 und auch die Nutzung von Virenscannern und anderen Software-Lösungen zum Schutz vor Internetrisiken nimmt tendenziell ab.

Derzeit recht geringe Marktdurchdringung

Die Marktdurchdringung von Cyberversicherungen ist äußerst gering, nur 1% der privaten Nutzer verfügt 2017 über eine Police gegen Cyberrisiken. Doch die Studienautoren von YouGov sehen durchaus Potenzial. Denn laut Umfrage kann sich rund jeder fünfte private Internetnutzer vorstellen, eine Cyberversicherung abzuschließen. An erster Stelle steht dabei die Absicherung finanzieller Risiken (15%), gefolgt von Versicherungen gegen technische Schäden (12%) und Schäden, die durch Ausspähung personenbezogener Daten entstehen (10%).

Jüngere und Besserverdienende an Cyberpolicen interessiert

Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, handelt es sich bei den Internetnutzern, die eine Cyberversicherung abschließen würden, eher um Jüngere und Beesserverdienende. Sie würden deutlich häufiger Printmedien konsumieren und eher den telefonischen Direktvertrieb bevorzugen, als jene ohne Abschlussbereitschaft. „Um das brachliegende Potenzial in Sachen Cyberversicherungen erfolgreich zu nutzen, sind Anbieter darauf angewiesen, passend zugeschnittene Produkte anzubieten, die hochflexibel auf die Ansprüche der potenziellen Kunden anzupassen sind“, meint Christoph Müller, Senior Consultant bei YouGov. Für Versicherer gelte es, die Ansprache auch passend zur Zielgruppe zu wählen. Müller hält es zudem für sinnvoll, die Kunden mit Tipps zum richtigen Umgang mit Cyberrisiken anzusprechen, etwa zur Sicherung persönlicher Daten oder zum Online-Banking.

Beratungskompetenz zur Internetsicherheit

Was die Beratung zur Internetsicherheit betrifft, sehen die Umfrageteilnehmer die Kompetenz allerdings nicht bei den Versicherern, sondern bei Internetprovidern, PC- und Laptop-Herstellern sowie Telekommunikationsunternehmen. (tk)





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