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Rückblick 2017
03. August 2017

Rückblick 2017

Ende Juni traf sich in Stuttgart das Fachpublikum für den Bereich der betrieblichen Versorgung. 29 Aussteller und 628 Teilnehmer setzten sich dort mit den aktuellen Entwicklungen auseinander und teilten Informationen und Ideen rund um die bAV und die bKV. Das Timing war famos, das Feedback ausgezeichnet.


Wenn über 85% der Teilnehmer bereits am Ende einer Veranstaltung wissen, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen, dann spricht das für Inhalt und Atmosphäre der Veranstaltung. Erhalten hat diesen Wert das AssCompact Wissen Forum betriebliche Versorgung, das am 28.06.2017 in Stuttgart stattgefunden hat. Versicherungsmakler und -berater reisten auch von weit an, um sich auf der ersten übergreifenden Veranstaltung nach dem Beschluss des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) über die Reform zu informieren, aber auch Praxistipps für die betriebliche Altersversorgung (bAV) und betriebliche Krankenversicherung (bKV) zu sammeln. Über 90% der Fachbesucher sahen dann ihre Erwartungen auch erfüllt oder mehr als erfüllt.

Perfektes Timing für das BRSG

Erst wenige Tage vor dem Forum hatte das BRSG den Bundestag passiert. Perfektes Timing also, um sich über das neue Gesetz zu informieren und den Interpretationen der Referenten zu folgen. Und diese zeigten sich überzeugt, dass das BRSG frischen Schwung in die bAV und die bAV-Beratung bringe. Der weitgehend verpflichtende Arbeitgeberzuschuss, der höhere Freibetrag in der Grundsicherung und die Beseitigung der Doppelverbeitragung unter anderem in der bAV-Riester hätten sogar das Zeug für eine Initialzündung.

Das mindere auch die Einführung des Sozialpartnermodells nicht. Denn auch dieses müsse sich erst seinen Platz am Markt suchen und den Wettbewerb mit den bisherigen Durchführungswegen aufnehmen, waren sich die Referenten einig. Und dort könnten der Freibetrag in der Grundsicherung, der Förderbeitrag für Geringverdiener mit monatlichem Einkommen unter 2.200 Euro, die Erhöhung des steuerlichen Dotierungsrahmens auf 8% und die Beseitigung der Doppelverbeitragung unter anderem der Riester-geförderten bAV in der Kranken- und Pflegeversicherung die Durchdringung der bAV durchaus voranbringen.

Der Blick auf die bAV aus verschiedenen Perspektiven

Dass die bAV und auch die Bewertung des BRSG vor allem auch eine Rechenaufgabe ist, zeigte auf dem Forum der Altersvorsorge- und Steuerexperte Prof. Thomas Dommermuth auf. Allianz-Vorstand Dr. Andreas Wimmer wiederum nahm die Auswirkungen des Gesetzes auf Vertrieb und Beratung unter die Lupe, während Hans-Ludwig Flecken aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales die politische und gesetzgeberische Sicht darlegte. Einen größeren Kreis zog schließlich Rechtsanwalt Dr. Uwe Langohr-Plato, der neben einer Einschätzung zum BRSG auch neue Urteile und ihre Wirkung auf die bAV vorstellte.

bKV mit zahlreichen Vorteilen für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Vertrieb

In den Workshops der Aussteller stellten Produktgeber und Dienstleister vor, wie sie die neuen Herausforderungen angehen wollen, was in den Produktschmieden passiert und welche Arbeitstools sie zur Verfügung stellen. Dabei rückte dann auch das zweite Thema des Forums ins Rampenlicht: die betriebliche Krankenversicherung. Hierzu wurden Produkte und Konzepte vorgestellt und vor allem auch dargelegt, welche Argumente für die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung sprechen.

Keinen Zweifel ließen die Experten daran, welche Rolle die betrieblichen Versorgungsarten künftig spielen würden. Gesundheit und Altersvorsorge seien Herausforderungen, denen sich Unternehmen und Gesellschaft stellen müssten, so das Fazit. Auftrieb gebe, dass immer mehr Unternehmen erkennen würden, dass innovative Entlohnungssysteme ein wichtiges Instrument für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften seien. Und das eben nicht nur in großen Konzernen, sondern auch bei mittelständischen Firmen. Und was die bAV angeht, wird die Politik weiterhin genau hinschauen: Sollte das BRSG nicht die gewünschte Wirkung erzielen und die nun geforderten Beteiligten nicht die richtigen Schlüsse und Realisationen daraus ziehen, würde der nächste Schritt wohl ein Obligatorium sein, so ein abschließender Tenor des Forums.





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