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DEUTSCHE FINANCE GROUP mit hohem Emissionsvolumen

Mehr als die Hälfte des Angebotsvolumens von geschlossenen Publikums-AIFs wurde im ersten Halbjahr 2022 von der DEUTSCHE FINANCE GROUP emittiert. Unter anderem auf den neuesten Fonds aus der „Boston Club Deal“-Reihe entfällt ein Großteil des Volumens.

Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hat nach einer aktuellen Analyse der Ratingagentur Scope einen wesentlichen Teil des Angebotsvolumens bei geschlossenen Publikums-AIF im ersten Halbjahr 2022 gestellt. Das prospektierte Angebotsvolumen von geschlossenen Publikumsfonds lag demnach im genannten Zeitraum insgesamt bei rund 600 Mio. Euro und entfiel auf zwölf geschlossene Publikums-AIFs, die von der BaFin zum Vertrieb zugelassen wurden.

Boston Club Deal

Unter anderem wurde ein weiteres Produkt der „Boston Club Deal“-Reihe ins Angebot aufgenommen. Der „DF Deutsche Finance Investment Fund 21 – Club Deal Boston IV“ verfügt über ein prospektiertes Eigenkapital von 200 Mio. US-Dollar, einer geplanten Laufzeit von rund vier Jahren und einem prognostizierten Gesamtmittelrückfluss von 140%.

Erfolgreiche Produktreihe

Der alternative Investmentfonds ist Nachfolger des im Frühjahr platzierten „DF Deutsche Finance Investment Fund 20 – Club Deal Boston III“, der innerhalb von acht Wochen mit rund 135 Mio. US-Dollar – und damit oberhalb des prospektierten Fondsvolumens von 100 Mio. Euro – geschlossen wurde. Der erste Fonds der Produktreihe konnte bereits im Frühjahr 2022 nach 27 Monaten vorzeitig mit dem 1,4-fachen der Einlage zurückbezahlt werden.

Tochterunternehmen gegründet

Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hatte erst kürzlich bekannt gegeben, einen Real Estate Investment Manager namens Deutsche Finance Europe gegründet zu haben (AssCompact berichtete). Das Tochterunternehmen fokussiert sich auf Direktinvestments in große Immobilien und Immobilienportfolios, auf Unternehmensbeteiligungen mit Schwerpunkt auf dem europäischen Immobilienmarkt sowie auf M&A-Aktivitäten im Investment-Management-Bereich. (tku)

Bild: © Aliaksandr Marko – stock.adobe.com

 

Globale Dividenden erreichen Rekordhoch

Noch nie wurde so viel Dividende ausgeschüttet wie im zweiten Quartal 2022. Zu diesem Ergebnis kommt der Vermögensverwalter Janus Henderson, der seinen jüngsten Global Dividend Index veröffentlicht hat. Ob das Gesamtjahr 2022 auch einen Rekord markieren wird, ist allerdings noch unklar – es droht Gegenwind.

Die globalen Dividenden stiegen im zweiten Quartal 2022 auf einen neuen Rekordwert. Das geht aus dem jüngsten Janus Henderson Global Dividend Index hervor. Getrieben von der Hausse im Öl- und Finanzsektor erreichen die Dividenden im zweiten Quartal eine Höhe von 544,8 Mrd. US-Dollar. Das ist ein Plus von 11,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Starke wirtschaftliche Erholung

Trotz der erheblichen wirtschaftlichen Beeinträchtigung durch die Pandemie haben die weltweiten Dividenden mittlerweile das Vor-Pandemie-Niveau übertroffen. Darüber hinaus ist die Erholung laut Janus Henderson so stark, dass die Dividenden nur noch 2,3% unter dem langfristigen Trend liegen – wobei dieser marginale Rückstand auf die jüngste Stärke des US-Dollars zurückzuführen sei.

Fast kein Unternehmen senkt die Dividende

Diese guten Zahlen für das zweite Quartal 2022 ergeben sich aus einem profitablen Jahr 2021, in dem die Unternehmen aufgrund der nach Corona wieder anziehenden Nachfrage steigende Umsätze und wachsende Gewinnmargen verzeichneten. Und diese Erholung war auf breiter Front spürbar: Ganze 94% der Unternehmen erhöhten im zweiten Quartal ihre Ausschüttungen oder hielten sie zumindest konstant.

Prognose angehoben

Für das Gesamtjahr 2022 hebt Janus Henderson seine Prognose leicht an und erwartet nun Ausschüttungen in Höhe von 1,56 Bio. US-Dollar bis Jahresende. Dies entspräche einem Gesamtwachstum von 5,8% gegenüber dem Vorjahr.

Europa und Großbritannien

Die wichtigsten regionalen Treiber der Dividendenentwicklung im zweiten Quartal waren Europa und Großbritannien. Besonders die Aufhebung der Zentralbankbeschränkungen für Bankdividenden schlug in beiden Regionen besonders durch. Aber auch die sehr hohen Zuwächse der deutschen Automobilhersteller trugen wesentlich zur Steigerung der Dividenden bei. Insgesamt entfielen auf die deutsche Automobilwirtschaft 70% des deutschen Dividendenwachstums im Jahresvergleich.

USA

Das Dividendenwachstum in den USA blieb mit 8,3% hinter dem weltweiten Wachstum zurück, dennoch führte der Anstieg zu einem neuen US-Dividendenrekord. Auch die kanadischen Dividenden erreichten einen neuen Höchststand. In beiden Märkten waren Öl-, Finanz- und Automobilwerte die Haupttreiber.

Rekordjahr 2022?

Laut Janus Henderson ist weiteres Dividendenwachstum 2022 aber keineswegs ausgemacht. Auf dem Weg ins Jahr 2023 werde es keine Impulse mehr durch coronabedingte Nachholzahlungen geben. Darüber hinaus werde ein langsameres globales Wirtschaftswachstum und die Wahrscheinlichkeit, dass die Bergbaudividenden ihren Höchststand fast erreicht hat, für weiteren Gegenwind sorgen.

Langfristig gute Aussichten

Nach Ansicht der Analysten von Janus Henderson dürften sich langfristig orientierte Anleger von kurzfristigen Rückschlagen aber nicht verunsichern lassen. Nichts deute darauf hin, dass die weltweiten Dividenden langfristig nicht die gewohnte jährliche Wachstumsrate von 5 bis 6% halten könnten. Der Konjunkturzyklus steige und falle, während Wechselkursschwankungen auf lange Sicht fast vollständig verschwänden. (tku)

Bild: © Ruzanna – stock.adobe.com

 

Die strengsten Nachhaltigkeitsfonds laut Finanztest

Wer nachhaltig investieren will, kommt um aktives Management kaum herum. Das macht eine Auswertung von Finanztest deutlich, mit der die strengsten Nachhaltigkeitsfonds ausfindig gemacht werden sollten. Unter den Top-Fonds findet sich lediglich ein passives Produkt – und es ist nicht das günstigste im Vergleichsfeld.

Das Verbrauchermagazin Finanztest hat in seiner aktuellen Ausgabe (September 2022) nachhaltig ausgerichtete Fonds unter die Lupe genommen und untersucht, wie streng sie wirklich sind. Dazu haben die Verbraucherschützer nicht nur öffentlich verfügbare Informationen über die untersuchten Fonds gesichtet, sondern sind in den direkten Austausch mit den Fondsgesellschaften getreten.

Umfangreicher Fragenkatalog

Finanztest hat den jeweiligen Anbietern mehr als 100 Fragen zu jedem Fonds gestellt. Bekamen die Verbraucherschützer keine Antworten, flogen die Fonds aus dem Ranking. Unklarheiten versuchte Finanztest auszuräumen. Scheiterte die Klärung, wurden die Fonds ebenfalls aus dem Ranking entfernt – was nach Angaben der Verbraucherschützer auch der Grund dafür ist, dass aktiv gemanagte DWS-Fonds nicht in der Auswertung enthalten sind.

Ausschlüsse aber auch Positivkriterien entscheidend

In die Bewertung der Fonds floss zum einen die Strenge der Ausschlusskriterien (fossile Energien, Waffen, Atomkraft, Kinderarbeit etc.) ein. Zum anderen spielten aber auch die Positivkriterien eine Rolle, basierend auf denen die Fondstitel ausgewählt werden. Insbesondere bewertete Finanztest auch, wie konsequent Fondsanbieter reagierten, wenn ein im Fonds enthaltenes Unternehmen die festgelegten Ausschluss- oder Positivkriterien verletzt. Darüber hinaus flossen auch weitere Kriterien, wie Transparenz, Engagement gegenüber Unternehmen und die Existenz eines Nachhaltigkeitsbeirats in das Ranking ein.

Aktives Management oder ein passiver Indexfonds

Ein Blick auf die Liste der strengsten Nachhaltigkeitsfonds macht deutlich: Anleger, die ihre Investments wirklich auf Nachhaltigkeit trimmen wollen, müssen sich einen aktiv gemanagten Fonds aussuchen. Unter den Fonds mit der höchsten Nachhaltigkeitswertung von fünf Punkten finden sich sechs aktiv gemanagte Produkte und nur ein klassischer Indexfonds. ETFs hingegen – also börsengehandelte Indexfonds – erreichen maximal drei Nachhaltigkeitspunkte im Ranking.

ETFs als Lösung für pragmatische Anleger

Aufgrund der deutlich höheren Kosten, die in der Regel für einen aktiv gemanagten Fonds anfallen, macht Finanztest im Artikel zum Ranking Folgendes deutlich: Pragmatische Anleger, denen eine „verlässliche Wertentwicklung wichtiger ist als die Nachhaltigkeitsbestnote“ können getrost einen mittelstrengen ETF wählen, der gleichzeitig eine hohe Marktnähe aufweist. In Finanztest-Auswertungen werden derartige ETFs als „1. Wahl“ bezeichnet. Nachhaltigkeits-ETFs weisen in der Regel nur Kosten von 0,25% p.a. auf.

Die sieben Top-Produkte

Anleger hingegen, die in puncto Nachhaltigkeit keine Kompromisse eingehen möchten, können auf folgende sieben Produkte zurückgreifen, die entsprechend ihrem Nachhaltigkeitswert in Prozent gerankt wurden:

  • 95% – ÖKOWORLD – ÖkoVision Classic (LU0061928585)
  • 94% – Security – Superior 6 Global Challenges (AT0000A0AA78)
  • 93% – Universal – GLS Bank Aktienfonds (DE000A1W2CL6)
  • 93% – Warburg – WI Global Challenges Index (DE000A1T7561) [Indexfonds]
  • 91% – ÖKOWORLD – Growing Markets 2.0 (LU0800346016) [Schwellenländer]
  • 90% – Ampega – terrAssisi Aktien I AMI (DE0009847343)
  • 90% – Monega – Steyler Fair Invest Equities (DE000A1JUVL8)
Marktnähe

Bei der Marktnähe können jedoch nur die wenigsten der genannten Fonds überzeugen – genau genommen sogar nur einer. Lediglich der terrAssisi-Fonds von Ampega weist hier einen Wert von über 90% auf. Schlusslichter sind laut Finanztest die ÖKOWORLD-Produkte mit 70 bzw. 71%.

Laufende Kosten

Die niedrigsten laufenden Kosten kommen mit 0,74% p.a. beim GLS Bank Aktienfonds auf die Anleger zu. Richtig teuer hingegen sind in dieser Hinsicht die Produkte des Nachhaltigkeitspioniers ÖKOWORLD. Bei ihnen schlagen laufende Kosten von 2,30% p.a. bzw. 2,21% p.a. zu Buche. Der einzige Indexfonds mit höchster Nachhaltigkeitswertung ordnet sich trotz passivem Ansatz mit 1,32% p.a. im Mittelfeld ein.

Renditeentwicklung

Die beste Rendite in den letzten fünf Jahren erzielten der terrAssisi-Fonds (+8,9% p.a.), der Indexfonds der Warburg Bank (+8,8% p.a.) und der Growing Markets 2.0 von ÖKOWORLD (+8,2% p.a.). Nicht so prickelnd lief es hingegen für den Steyler Fair Invest Equities (+4,0% p.a.) und den ÖkoVision Classic (+4,6% p.a.).

Maximum Drawdown

Und wer sich etwas weniger Volatilität in sein Portfolio holen möchte, der sollte ebenfalls eher auf das Produkt von Ampega setzen. Der Fonds kommt mit einem Maximalverlust (Maximum Drawdown) von 18% im betrachteten Zeitraum aus, wohingegen der ÖkoVision Classic mit einem Minus von 25% und der Steyler Fair Invest Equities mit einem von 23% deutlich schmerzhaftere Schwankungen verzeichneten. (tku)

Bild: © LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

 

FINEXITY nimmt Private Equity ins Angebot auf

Der Spezialist für die Tokenisierung von Sachwerten, FINEXITY, bietet nun auch Investments in Private Equity an. Durch die bei FINEXITY übliche Tokenisierung wird ein Investment in Private-Equity-Fonds bereits ab 500 Euro anstatt erst ab einem Betrag von mehreren hunderttausend Euro möglich.

In die Anlageklasse Private Equity können Privatpersonen normalerweise nur über Umwege investieren – z. B. indirekt über ein Investment in die jeweilige Beteiligungsgesellschaft oder über Start-ups wie Moonfare. FINEXITY, der Hamburger Spezialist für tokenisierte Sachwerte, nimmt Private Equity nun als neue Anlageklasse in sein Angebot auf.

Nicht-börsengehandelte Unternehmen

Bei Private Equity handelt es sich um Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Das Kapital kommt meist von institutionellen Anlegern und vermögenden Personen – eine Beteiligungsmöglichkeit beginnt normalerweise erst ab mehreren Millionen Euro.

Hürden für Private-Equity-Investments sind hoch

Bisher gab es Bestrebungen, etwa durch das oben erwähnte Start-up Moonfare, Private Equity auch Privatanlegern zugänglich zu machen. Selbst hier wird jedoch immer noch ein Investment von mehreren hunderttausend Euro benötigt.

Tokenisierung soll Private-Equity demokratisieren

FINEXITY hingegen hat sich mit der Tokenisierung von Private-Equity-Beteiligungen auf die Fahnen geschrieben, den Zugang zu dieser Asset-Klasse zu revolutionieren. Jeder Anleger soll künftig ab 500 Euro in Private Equity investieren können.

Vor- und Nachteile gegenüber börsennotierten Gesellschaften

Paul Huelsmann, CEO und Gründer von FINEXITY, spricht in diesem Zusammenhang von den Vorteilen, die ein Investment in Private Equity mit sich bringt. Zum Beispiel seien die langfristigen Renditen bei Private Equity historisch höher als bei börsennotierten Gesellschaften. Gleichzeitig müssten Investoren jedoch auch einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen, da der Verkauf von Anteilen an einem geschlossenen Private-Equity-Fonds im Vergleich zum Aktienmarkt nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Über das Unternehmen

FINEXITY ist ein FinTech mit Sitz in Hamburg, das als eines der ersten Unternehmen weltweit tokenisierte alternative Kapitalanlagen (Immobilien, Oldtimer, Weine, Kunst, Armbanduhren und Diamanten) anbietet. Mittlerweile betreut FINEXITY mehr als 8.000 aktive Nutzer.

Gegründet wurde das Unternehmen von Paul Huelsmann und Henning Wagner. Das Team besteht heute aus über 40 Mitarbeitern und verwaltet aktuell Assets im Wert von über 35 Mio. Euro. Wie das Geschäftsmodell konkret aussieht, hat Huelsmann gegenüber AssCompact im Interview erklärt. (tku)

Bild: © FINEXITY

 

Invesco legt Metaverse-Fonds auf

Der Asset Manager Invesco hat einen aktiven Fonds aufgelegt, der vom Hype rund um das sogenannte Metaverse profitieren soll. Investiert wird weltweit in Large, Mid sowie Small Caps, die einem von sieben Metaverse-Kernbereichen zugeordnet werden können.

Mit seiner Vision des Metaverse hat Mark Zuckerberg 2021 den anhaltenden Hype um das Metaverse losgetreten. Spätestens seit der Umbenennung seines Konzerns zu Meta Platforms dürfte deutlich geworden sein, dass es dem Facebook-Gründer mit seinem Streben in die virtuelle Realität ernst ist.

Spott und Häme für Zuckerbergs Vision

Dass derartigen Hypes auch zur Folge haben, dass kreative Finanzprodukte aufgelegt werden, versteht sich von selbst. Dem tut auch keinen Abbruch, dass die vor einigen Tagen geposteten Screenshots von Zuckerbergs Vision auf Social Media hauptsächlich Spott und Häme fanden.

Passende Produkte zum Hype

Einer der ersten Anbieter, der ein passendes Produkt zum Hype aufwies, war der ETF-Spezialist HANetf. Anfang April 2022 hatte dann AXA Investment Manager einen aktiv gemanagten Fonds aufgelegt, der in Unternehmen investiert, die an der Verschmelzung von physischer und virtueller Welt beteiligt sind. Nun zieht der Asset Manager Invesco nach.

Anlageuniversum umfasst alle Unternehmensgrößen

Das Unternehmen hat einen auf das Metaverse ausgerichteten Aktienfonds lanciert. Der „Invesco Metaverse-Fonds“ wird von Tony Roberts und James McDermottroe beraten und soll in große, mittlere und kleine Unternehmen aus der gesamten Metaverse-Wertschöpfungskette investieren. Dazu gehören Unternehmen, die das Wachstum virtueller Welten erleichtern, schaffen oder davon profitieren. Der Fonds ist geografisch diversifiziert und umfasst Unternehmen aus den USA, Asien, Japan und Europa.

Invesco rechnet mit Milliardenmarkt

Laut Roberts, der bei der Invesco-Gruppe für die auf Asien ausgerichteten Aktienstrategien zuständig ist, könnte der Markt für virtuelle und erweiterte Realität bis zum Jahr 2030 ein Volumen von 1,6 Mrd. Euro erreichen.

Sieben Kernbereiche

Der Fonds investiert in sieben Unternehmens-Kernbereiche, die laut Invesco vom Trend zum Metaverse profitieren dürften:

  • Betriebs- und Computersysteme der nächsten Generation
  • Hardware und Geräte, die den Zugang zum Metaverse ermöglichen
  • Netzwerke für Hyperkonnektivität
  • Immersive Plattformen, die mit künstlicher Intelligenz entwickelt werden
  • Blockchain
  • Für Interoperabilität erforderliche Austauschwerkzeuge
  • Dienstleistungen und Vermögenswerte, die die Digitalisierung der Realwirtschaft erleichtern werden
Kennzahlen des Fonds

Die Wertentwicklung des Fonds (ISIN: LU2473541154) wird an der globalen Benchmark MSCI ACWI (Net Total Return) gemessen. Das Anlageuniversum ist jedoch nicht auf die Benchmark beschränkt. Die laufenden Kosten betragen 2% p.a. Der Ausgabeaufschlag beträgt maximal 5%. Eine Performancegebühr fällt nicht an. (tku)

Bild: © DMegias – stock.adobe.com

 

Handelsvolumen der Privatanleger sinkt

Beim Handel mit Aktien und ETFs werden Privatanleger zurückhaltend. Das geht aus den Halbjahreszahlen der Wertpapierhandelsbank Tradegate hervor. Auch für die zweite Jahreshälfte prognostiziert das Unternehmen keine maßgebliche Verbesserung der Lage.

Auch die Wertpapierhandelsbank Tradegate AG spürt die Zurückhaltung der Anleger im Börsenjahr 2022. Das geht aus dem Halbjahresbericht des Unternehmens hervor, den es am 19.08.2022 veröffentlicht hat.

Minus von über 13% auf Halbjahressicht

Demnach hat sich das Marktumfeld für den Aktien- und ETF-Handel mit Privatanlegern mit Beginn des Ukraine-Krieges deutlich eingetrübt. Während das erste Halbjahr 2021 Rekordumsätze bei alten und neuen Privatanlegern beschert hatte, ist das Handelsvolumen der Tradegate AG in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um mehr als 13% auf 173,45 Mrd. Euro gesunken.

Im zweiten Quartal sogar −22%

Die rückläufigen Umsätze haben sich im Jahresverlauf sogar noch verstärkt. Im zweiten Quartal betrug das Handelsvolumen nur noch 63,73 Mrd. Euro, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von fast 22% entsprach.

Handelsmargen sind rückläufig

Bezogen auf die eigenen Erträge konstatiert das Unternehmen, dass die erzielbaren Handelsmargen im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr ebenfalls rückläufig waren. Das habe an den nicht so volatilen Seitwärtsbewegungen in zahlreichen Wertpapiergattungen und den sich durch die rückläufigen Umsätze noch verstärkenden Wettbewerbsdruck im Markt gelegen.

Jahresüberschuss halbiert sich

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank gegenüber dem Vorjahr um 53,8% auf nun 49,8 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern halbierte sich ebenfalls auf nun 34,7 Mio. Euro.

Aussichten bleiben vorerst getrübt

Eine seriöse Prognose für das Gesamtjahr erachtet Tradegate in der aktuellen Krisensituation zwar nicht als möglich. Eine deutliche Verbesserung des schwierigen Marktumfeldes sei im zweiten Halbjahr jedoch eher nicht zu erwarten. Damit seien auch im zweiten Halbjahr Umsatzrückgänge entsprechend dem zweiten Quartal von gut 20% zu erwarten. (tku)

Bild: © HJBC – stock.adobe.com

 

Vanguard lanciert ESG-All-Cap-ETFs

Der Vermögensverwalter Vanguard hat zwei nachhaltig ausgerichtete ETFs ins Programm aufgenommen. Die Besonderheit: Die Produkte enthalten Large-, Mid- und Small-Caps und sind deshalb – zumindest basierend auf der Anzahl der Beteiligungen – außerordentlich breit diversifiziert.

Der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt, Vanguard, hat zwei neue ETFs mit Fokus auf Umwelt, Soziales und Governance (ESG) aufgelegt. Es handelt sich dabei um den Vanguard ESG Developed Europe All Cap UCITS ETF und den Vanguard ESG North America All Cap UCITS ETF. Die beiden Produkte erweitern die ESG-All-Cap-Reihe des Anbieters, die bisher lediglich einen global anlegenden ETF enthielt.

Auch Small Caps abgedeckt

Der Vanguard ESG Developed Europe All Cap UCITS ETF bildet den FTSE Developed Europe All Cap Choice Index ab und investiert in entwickelten europäischen Ländern. Der Vanguard ESG North America All Cap UCITS ETF bildet den FTSE North America All Cap Choice Index ab und investiert in den USA und Kanada. Beide enthalten Large-, Mid- und Small-Cap-Aktien und weisen laufende Kosten von 0,12% auf.

Außergewöhnlich viele Aktienpositionen

Das besondere an den All-Cap-Produkten ist die hohe Anzahl der enthaltenen Titel, die durch den Einschluss von Unternehmen mit niedriger Marktkapitalisierung (Small Caps) zustande kommt. Der bereits 2021 lancierte weltweit anlegende Vanguard ESG Global All Cap UCITS ETF enthielt Ende Juni 5.879 Aktienpositionen. Kein anderer in Deutschland verfügbarer ETF weißt auch nur annähernd so viele Titel auf. Auf dem zweiten Platz folgt mit 3.756 Positionen ein weiteres Vanguard-Produkt: der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF.

Fondsmanagement

Die beiden neuen ETFs werden von der Vanguard Equity Index Group verwaltet, die weltweit mehr als 4,8 Bio. US-Dollar an Assets under Management aufweist. (tku)

Bild: © Nuthawut – stock.adobe.com

 

Digitale Vermögensverwaltung im Supermarkt

Das FinTech growney kooperiert mit EDEKA. Guthabenkarten für den Robo-Advisor sind bereits seit Juli 2022 in vielen Märkten der EDEKA-Gruppe verfügbar. Die sogenannte ETF-Sparkarte kann innerhalb von drei Jahren online eingelöst werden.

growney senkt die Zugangshürden für seine digitale Vermögensverwaltung. Seit Juli können EDEKA-Kunden in teilnehmenden EDEKA-Märkten sowie weiteren Handelsformaten des EDEKA-Verbunds wie Marktkauf, NP-Markt, nah & gut und trinkgut Guthabenkarten für den Robo-Advisor erwerben.

ETF-Sparkarten an der Supermarktkasse

Die sogenannten ETF-Sparkarten werden bundesweit in rund 2.700 Supermärkten angeboten und enthalten ein Startguthaben für die digitale Vermögensverwaltung im Wert von 25 oder 30 Euro.

Guthabenkarten sind übertragbar

Die Guthabenkarten können an der Kasse bezahlt und innerhalb von drei Jahren online eingelöst werden. Der Betrag ist auch für schon bestehende Depots oder Sparpläne nutzbar. Die Karten können übertragen werden und lassen sich somit auch als Geschenk verwenden. Das Guthaben ist sowohl für klassische als auch für nachhaltige Geldanlagestrategien einsetzbar.

Robo-Advisor aus dem Haus Lloyd Fonds

Der Robo-Advisor growney investiert mittels ETFs in bis zu 5.000 Aktien und festverzinsliche Anleihen in mehr als 40 Ländern. Hinter dem digitalen Vermögensverwalter steht die Lloyd Fonds AG aus Hamburg, die vor Kurzem bekannt gegeben hat, sich in LAIQON umbenennen zu wollen. (tku)

Bild: © jchizhe – stock.adobe.com

 

Fondsbranche verbucht 52 Mrd. Euro Zuflüsse im ersten Halbjahr

Die deutsche Fondsbranche blickt auf gute Zahlen im ersten Halbjahr 2022 zurück. Demnach flossen den Fondshäusern trotz schwierigem Marktumfeld netto 51,7 Mrd. Euro zu. Getragen wurden die Bilanz von institutionellen Investoren. Bei offenen Publikumsfonds waren hauptsächlich Mischfonds gefragt.

Der Deutsche Fondsverband BVI hat Zahlen zum ersten Halbjahr 2022 vorgelegt. Erfreulich für die deutsche Fondsbranche: Trotz der Schwächephase an den Kapitalmärkten aufgrund von Inflationssorgen, des Ukraine-Kriegs und von Lieferkettenproblemen flossen den Gesellschaften netto 51,7 Mrd. Euro in Fonds und Mandaten zu.

Solides Absatzergebnis

Das ist das fünftbeste Absatzergebnis für die deutsche Fondsbranche, wie der BVI konstatiert. Höhere Zuflüsse in den ersten sechs Monaten erzielte die Branche nur in den Jahren 2021 mit 111 Mrd. Euro, 2015 mit 110 Mrd. Euro, 2017 mit 78 Mrd. Euro und 2000 mit 54 Mrd. Euro.

Institutionelle Investoren tragen die gute Bilanz

Die guten Zahlen werden jedoch hauptsächlich von offenen Spezialfonds getragen – und somit von institutionellen Investoren. Sie konnten im ersten Halbjahr Zuflüsse von mehr als 47 Mrd. Euro verbuchen. Offene Publikumsfonds hingegen blieben mit einem Nettomittelaufkommen von 8,7 Mrd. deutlich dahinter zurück. Zum Vergleich: Im Boom-Jahr 2021 waren es im gleichen Zeitraum noch 57,6 Mrd. Euro.

Offene Mischfonds stemmen Großteil der Publikumsfonds-Zuflüsse

Doch es lohnt sich, die Zahlen für offene Publikumsfonds genauer zu betrachten. Die einzelnen Fonds-Anlageklassen schneiden nämlich sehr unterschiedlich ab. Während Mischfonds (+16,3 Mrd. Euro) den Löwenanteil der Nettozuflüsse ausmachen und auch Aktienfonds (+5,1 Mrd. Euro) sowie Immobilienfonds (+3,4 Mrd. Euro) weiter deutlich im Plus rangieren, mussten Rentenfonds (−6,5 Mrd. Euro), Geldmarktfonds (−6,8 Mrd. Euro) und auch sonstige Fonds (−2,8 Mrd. Euro) Mittelabflüsse hinnehmen.

Geschlossene Publikumsfonds blieben mit einem Netto-Mittelaufkommen von 0,2 Mrd. Euro nahezu unverändert.

Verwaltetes Vermögen

Die deutsche Fondsbranche verwaltete Ende Juni 2022 ein Vermögen von 3.859 Mrd. Euro. Auf offene Spezialfonds entfielen dabei 1.975 Mrd. Euro, auf offene Publikumsfonds 1.303 Mrd. Euro, auf geschlossene Fonds 48 Mrd. Euro und auf Mandate 533 Mrd. Euro. (tku)

Bild: © tiero – stock.adobe.com

 

Fondsgesellschaften reiten die grüne Welle

Im vergangenen Quartal erhielten laut Morningstar 713 Investmentfonds eine neue Klassifizierung entsprechend EU-Offenlegungsverordnung. Auffällig: Es fanden fast ausschließlich Heraufstufungen statt. Vor dem herausfordernden Artikel-9-Standard schrecken Asset-Manager meist zurück.

Das Analysehaus Morningstar hat überprüft, wie viele Fonds in den letzten drei Monaten eine andere Nachhaltigkeitsklassifizierung laut EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) erhalten haben. Mit der SFDR werden Vermögensverwalter dazu verpflichtet, Informationen über die Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken ihrer Investitionen bereitzustellen, und die Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Planeten zu bewerten. Das Ergebnis der Untersuchung: Im zweiten Quartal 2022 hat die stattliche Anzahl von 713 Fonds eine andere SFDR-Klassifizierung erhalten.

Fast ausschließlich Upgrades

Wer die einschlägige Fachpresse zu Investmentfonds verfolgt, wird nicht erstaunt sein über die Erkenntnis, dass es mehr Heraufstufungen als Herabstufungen gab. Der konkrete Anteil aufgewerteter Fonds überrascht dann aber doch: Bei 696 von 713 Änderungen handelt es sich um Heraufstufungen. Das ist ein Anteil von 97,6%.

Impact-Fonds stellen höhere Hürden

Auch bemerkenswert: Bei der überwiegenden Mehrheit der Heraufstufungen (652) handelt es sich um einen Wechsel von Standard-Fonds (Artikel 6) zu hellgrünen ESG-Fonds (Artikel 8). Nur wenige Fondsgesellschaften wagen es, ihre Produkte auf dunkelgrünes Niveau (Artikel 9) zu bringen. Hierfür müssen nämlich konkrete Nachhaltigkeitsziele definiert und verfolgt werden. Artikel-9-Fonds sollen also eine tatsächliche Wirkung entfalten und werden deshalb auch als Impact-Fonds bezeichnet.

Mittelzuflüsse nur bei Impact-Fonds

Fondsgesellschaften, die den Aufwand jedoch nicht scheuen, ihr Produkt auf dunkelgrün zu trimmen, wurden in den vergangenen Monaten belohnt. Während Anleger im zweiten Quartal 2022 aufgrund des negativen Marktumfelds mehr als 30 Mrd. Euro aus hellgrünen Artikel-8-Fonds abzogen, verzeichneten Impact-Fonds auch in diesem schwierigen Marktumfeld Nettozuflüsse von fast 6 Mrd. Euro.

EU verdeutlicht Regulatorik

Die wenigen Herabstufungen entfallen sämtlich auf Wechsel von Artikel-9- zu Artikel-8-Fonds. Sie sind laut Morningstar allesamt das Ergebnis einer regulatorischen Klarstellung der Europäischen Kommission, auf die die Fondsgesellschaften reagiert haben.

Rasant zunehmende Zahl von Impact-ETFs

Noch immer dominieren aktive Fonds die Produktlandschaft an Artikel-8- und Artikel-9-Fonds. Insbesondere bei den Impact-Fonds holen ETFs und Indexfonds jedoch auf. Sie machen mittlerweile 23% aller Artikel-9-Produkte am Markt aus. Vor einem halben Jahr waren es noch lediglich 17%. Die wachsende Zahl geht laut Morningstar auf die größer werdende Produktpalette an passiven Produkten zurück, die sich an EU-Klima-Benchmarks orientieren – diese sind häufig an dem Zusatz „Paris-aligned“ zu erkennen. (tku)

Bild: © artifirsov – stock.adobe.com