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23. September 2021
ökofinanz-21 wird volljährig

ökofinanz-21 wird volljährig

ökofinanz-21 ist ein bundesweites Netzwerk von nachhaltigen Beraterinnen und Beratern und wurde im Jahr 2003 gegründet. Im Mittelpunkt des Vereins stehen Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage. Mittlerweile gehören 61 Mitglieder dazu.

2003 war die Geburtsstunde von ökofinanz-21 e. V., einem bundesweit tätigen Netzwerk von nachhaltigen Beraterinnen und Beratern. Eine Handvoll freier Berater gründete einen gemeinnützigen Verein, um sich regelmäßig zu den Themen Ethik und Nachhaltigkeit auszutauschen. Mittlerweile ist das Netzwerk auf 61 aktive Mitglieder gewachsen und wird von 14 Fördermitgliedern unterstützt. Zur jetzigen Volljährigkeit verweist das Netzwerk auf seine Anfänge und auf die aktuellen Vorhaben.

Wertorientierte Finanzberatung, nachhaltige Geldanlagen

In einem Pressestatement heißt es, dass in den ersten Jahren die Sichtung des Marktes in Bezug auf Finanzprodukte, die für eine werteorientierte Finanzberatung infrage kommen, im Vordergrund standen, sowie der Austausch von Know-how für die Alltagspraxis. Nach der Finanzkrise von 2008 seien zunehmend grundlegende Fragen hinzugekommen, etwa welche Mindestanforderungen Finanzprodukte erfüllen müssten, damit sie glaubwürdig seien oder welche Wirkung mit der Lenkung von Geldströmen erzielt werden könnte.

„Die existenziellen Herausforderungen im 21. Jahrhundert haben die Welt des Geldes erreicht“, ist Marcus Brenken, der Vorstandsvorsitzende von ökofinanz-21, überzeugt. „Das Pariser Klima-Abkommen und die UN-Entwicklungsziele (SDG) sind Zeichen dafür, dass es kein Luxusthema ist, wenn wir uns mit umfassender Nachhaltigkeit befassen und Lösungen bauen. Hier sehen wir uns bei ökofinanz-21 als Vermittler im doppelten Sinn. Die Initiative der Europäischen Union für einen ‚Action Plan for Sustainable Finance‘ bringt einen gewaltigen Schub. Wir schalten uns in die Debatte um die Umsetzung ein – und werden immer öfter gehört.“

Gegen Greenwashing

Mit Blick auf die EU-Richtlinie und die ESG-Regeln äußert Brenken Kritik: „Bisher greifen die Komponenten der EU-Regulatorik mit Offenlegungsverordnung, der kommenden Taxonomie und Änderungen der Finanzmarktrichtlinie nicht ineinander. Die Regulatorik ist zwar ein Treiber des Themas, aber Begrifflichkeiten der nachhaltigen Geldanlage können weiterhin besetzt und benutzt werden, um eher werbe- als zukunftswirksam zu sein.“

Deshalb will ökofinanz-21 sein Profil schärfen sowie vermehrt Tools und Ratings identifizieren, mit denen Vermögensanlagen als wirklich nachhaltig eingeordnet und bewertet werden können. Das Netzwerk, das beispielsweise auch mit dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zusammenarbeitet, sieht sich hier auch in einer Art Wächterfunktion. (bh)

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