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12. August 2021
„Sämtliche Mitarbeiter sprechen die Sprache der Bauwirtschaft“

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„Sämtliche Mitarbeiter sprechen die Sprache der Bauwirtschaft“

Das Maklerunternehmen bauass GmbH + Co. KG hat sich auf Versicherungslösungen für die Bauwirtschaft spezialisiert. Was sind die größten Herausforderungen in der Absicherung dieser Branche und welche Vorteile bietet aus Maklersicht ein klares Zielgruppenkonzept? AssCompact hat nachgefragt.

Interview mit Burkhard Brämer, Geschäftsführender Gesellschafter der bauass Versicherungsmakler GmbH
Herr Brämer, bauass hat sich auf die Absicherung von Bauunternehmen spezialisiert. Wie ist denn die Baubranche bislang durch die Corona-Krise gekommen?

Die Bauwirtschaft ist bislang verhältnismäßig gut durch die Corona-Pandemie gekommen und dürfte auch in den kommenden Jahren solide Wachstumsraten verzeichnen. Kurzfristig kam es vor allem im Wirtschaftsbau zu einer geringeren Nachfrage und auch die Leistungen im Bestand wurden reduziert. Nach ruhigerem Geschäft im Jahr 2021 dürfte das Bauvolumen im kommenden Jahr aber wieder kräftiger zulegen.

Wie gehen die Unternehmen mit Lieferengpässen und Bauverzögerungen infolge der Pandemie um?

Die Preise für wichtige Vorprodukte wie Betonstahl, Bitumen und Holz haben um bis zu 50% zugelegt. Wenn bei lang laufenden Projekten keine Preisgleitung vereinbart wurde, trägt das Risiko der Bauunternehmer allein. In jedem Fall steigen die Baukosten und Bauzeiten verlängern sich. Wir gehen von einer schleichenden Erholung dieser Verknappung zum Jahreswechsel aus.

Großes Thema sind ja derzeit die extrem gestiegenen Baukosten. Inwieweit haben solche Entwicklungen Auswirkungen auf den Versicherungsschutz?

Bauzeitverlängerungen und Preissteigerungen führen zu steigenden Prämien. Die Versicherungswirtschaft rechnet mit höheren Prämieneinnahmen und wird gleichfalls steigendes Schadenvolumen im Bereich der Bauleistungs-, Baugewährleistungs- und Betriebsberufshaftpflichtdeckungen einkalkulieren müssen, profitiert aber dennoch in der Summe.

Sie bieten Versicherungsschutz für mittelständische Unternehmen. Wie sind die Grenzen hier gesetzt?

Das vertraglich geschuldete Leistungsversprechen des Bauunternehmers bleibt die rote Linie für Versicherungslösungen. Aufgeweicht wurde das zuletzt durch die Baugewährleistungsversicherung – insbesondere im Wohnungsbau –, aber auch durch Zugeständnisse weniger Versicherer in speziellen Deckungskonzepten an große Maklerhäuser oder uns Spezialisten.

Worin liegen die besonderen Herausforderungen bei der Risikoabsicherung dieser Zielgruppe?

Eine Besonderheit der Zielgruppe ist ihre Vielfalt. So gibt es bei uns im Haus spezialisierte Berater für einzelne Sparten innerhalb der Bauwirtschaft. Infrastrukturbau gliedert sich in Straße, Schiene und Wasser. Den Ingenieurbau gliedern wir ebenfalls. Tiefbau gibt es in unserer Sichtweise als Spezialtiefbau, Rohrleitungsbau usw. Wir schauen auf einen Generalunternehmer anders als auf einen Betrieb, der zusätzlich oder ausschließlich als Bauträger auftritt. Das macht es spannend und herausfordernd gleichermaßen.

Eine besondere Aufgabe ist die Abwicklung von Frequenzschäden bei gleichzeitiger Intensivbetreuung der Großschäden. Viele Mandanten melden täglich Schäden, weil sie zum Beispiel im innerstädtischen Leitungsbau unterwegs sind. Unser Anspruch ist eine beschleunigte Abwicklung der Kleinigkeiten bei gleichzeitiger intensiver Begleitung im komplizierten Großschaden durch unsere Techniker und Juristen vor Weitergabe an die Versicherer.

 
Ein Interview mit
Burkhard Brämer