AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

AfW zur FinVermV: Erneut verschieben oder auf Taping verzichten
06. September 2019

AfW zur FinVermV: Erneut verschieben oder auf Taping verzichten

MiFID II soll 2020 evaluiert werden. In diesem Zuge hat sich die Bundesregierung jüngst bereits gegen ein verpflichtendes Taping ausgesprochen. In der FinVermV, die bald verabschiedet werden soll, ist dieses jedoch erhalten. Beim Bundesverband Finanzdienstleistung AfW stößt das auf Unverständnis.


MiFID II soll 2020 evaluiert werden. In diesem Zuge hat sich die Bundesregierung jüngst bereits gegen ein verpflichtendes Taping ausgesprochen. In der FinVermV, die bald verabschiedet werden soll, ist dieses jedoch erhalten. Beim Bundesverband Finanzdienstleistung AfW stößt das auf Unverständnis.

AfW zur FinVermV: Erneut verschieben oder auf Taping verzichten

Die Bundesregierung hat sich im Rahmen der MiFID II Evaluation Ende August klar gegen das alternativlose Taping ausgesprochen. In einem Positionspapier fordert das Bundesfinanzministerium, dass der Kunde die Aufzeichnung ablehnen können muss. Gleichzeitig befindet sich die FinVermV auf den Weg in den Bundesrat, wo sie inklusive einer Verpflichtung zum Taping am 20.09.2019 verabschiedet werden soll.

Ein Bürokratie- und Datenschutzmonster

„Wir fordern die Bundesregierung auf, ihrer eigenen Sichtweise zu folgen und das alternativlose Taping aus dem FinVermV-Entwurf zu streichen oder die Verabschiedung der FinVermV so lange aufzuschieben, bis über diese MiFID-Regelung in Brüssel erneut beraten wurde“, fordert AfW-Vorstand Frank Rottenbacher. „Taping ist ein Bürokratie- und Datenschutzmonster, was niemand möchte und niemand braucht. Die FinVermV ist nun bereits ein Jahr und neun Monate zu spät dran. Da führt eine erneute Verschiebung bei den Finanzanlagenvermittlern auch zu keinen weiteren Problemen“, begründet Frank Rottenbacher die Aufforderung des AfW.

AfW begrüßt Umdenken der Bundesregierung

Der AfW hat die verpflichtende Aufzeichnung von Telefonaten und Online-Beratungen von Anfang an kritisiert. Er begrüßt daher nun die Position der Bundesregierung, die MiFID an einigen Punkten praxistauglicher zu gestalten. Dadurch würden zahlreiche Probleme entschärft, die mit dem Taping einhergehen, wie etwa Fragen rund um den Datenschutz oder die Problematik, welche Stellen eines Telefonats aufgezeichnet werden müssten. (mh)

Bild: © leonid – stock.adobe.com




Ähnliche News

Beschäftigungsverhältnisse zu Versicherungsmaklern erfolgen häufig in Teilzeit oder auf geringfügiger Basis bis 450 Euro. In den meisten Fällen gibt es keine konkreten Vorgaben zur Arbeitszeit oder die Einteilung der Arbeitszeit erfolgt flexibel. Das kann jedoch ein Kostenrisiko sein, erklärt Fachanwältin Stephanie Has. weiterlesen
Die Beratungen im Finanzausschuss des Bundestags zum Aufsichtswechsel über 34f- und 34h-Vermittler wurden auf nach der Sommerpause vertagt. Damit wird es wahrscheinlicher, dass der Aufsichtswechsel nicht planmäßig Anfang nächsten Jahres erfolgen kann. Ein Kompromiss scheint sich abzuzeichnen. weiterlesen
Entgeltklauseln für ein sogenanntes Basiskonto sind für Verbraucher unwirksam, wenn die Bank bei der Bemessung des Entgelts den Mehraufwand allein auf die Inhaber der Basiskonten umlegt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.