Am 01.01.2027 beginnt eine neue Ära für die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Riester ist dann offiziell ersetzt durch das von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vorangebrachte und ursprünglich von der Ampel-Regierung konzipierte Altersvorsorgedepot – in all seinen verschiedenen Ausführungen.
Die Allianz sieht in der Reform neuen Schwung für das Thema Vorsorge, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Versicherers. Mit höherer Flexibilität und einer einfacheren, verständlicheren Förderung können die neuen Vorsorgeangebote demnach mehr Menschen erreichen, die bislang keinen Riester-Vertrag abgeschlossen hatten. Zudem werde der Kreis der Förderberechtigten erweitert, so dass z. B. Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende von der staatlichen Förderung profitieren können.
Einstieg und erster Baustein
Generell sei die staatlich geförderte Vorsorge für viele Menschen der erste Baustein, der Einstieg in die private Altersvorsorge. Das hätten die Erfahrungen bei Riester gezeigt, denn bei der Allianz seien mehr als die Hälfte der Kunden mit neuen Riester-Verträgen beim Abschluss unter 35 Jahre alt gewesen.
Angebote in allen Kategorien
Der Münchner Versicherer habe damit begonnen, ein umfassendes Portfolio auf der Basis des Altersvorsorgereformgesetzes zu entwickeln. So wolle man den Kunden und Kundinnen Angebote in allen drei förderfähigen Produktkategorien machen: für den Altersvorsorgevertrag mit rechtlich zulässigen 80 oder 100% Beitragsgarantie, das Altersvorsorgedepot ohne Beitragsgarantie und das Standarddepot, das gesetzlich festgelegt nur zwei Fonds erlaubt und ebenfalls keine Beitragsgarantie zulässt. Mit den Angeboten gehe Allianz Leben im Schulterschluss mit ihrer Schwestergesellschaft Allianz Global Investors zum 01.01.2027 an den Start. Als Basis für den Altersvorsorgevertrag und das Altersvorsorgedepot soll das Vorsorgekonzept InvestFlex, eine fondsgebundene Rentenversicherung der Allianz, dienen.
Weiterhin bietet die Allianz, wie AssCompact bereits im Mai berichtete, sowohl Kunden als auch Vermittlern einen Fördervergleichsrechner an, mit dem eine erste Indikation eingeholt werden kann, ob das bestehende oder das neue Fördersystem individuell vorteilhafter wäre. (mki)
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können