Wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der DEV zeigt, stehen viele Erwerbstätige dem geplanten neuen Förderproudkt im Zuge der Altersvorsorgereform offen gegenüber. Sieben von zehn Befragten möchten sich mit dem Altersvorsorgedepot beschäftigen. Rund ein Drittel hat vor, sich näher zu informieren. 22% wünschen eine fachliche Beratung und 16% können sich bereits heute einen konkreten Abschluss vorstellen. 22% wiederum schließen den Abschluss des neuen Förderprodukts aber grundsätzlich aus.
Großes Interesse vor allem bei jüngeren Beschäftigten
Besonders bei Menschen unter 30 Jahren ist das neue Förderprodukt von Interesse: Laut Umfrage stehen 88% der jungen Beschäftigten dem Altersvorsorgedepot ffen gegenüber – sei es durch Informationssuche, Beratungswunsch oder die Bereitschaft zum Abschluss. Mit zunehmendem Alter verringert sich diese Bereitschaft.
„Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig den Menschen ihre Altersvorsorge ist“, erklärt Dr. Michael Zons, Vorstand für Leben und Komposit bei den DEVK Versicherungen. „Viele sind offen für neue Lösungen und bereit, sich mit ihrer finanziellen Zukunft auseinanderzusetzen. Besonders die jüngere Generation zeigt ein überraschend hohes Interesse. Jetzt kommt es darauf an, Orientierung zu geben und komplexe Zusammenhänge verständlich zu vermitteln.“
Menschen möchten sich persönlich beraten lassen
Trotz digitaler Informationsangebote haben die Beschäftigten vor allem den Wunsch, rund um das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot persönlich begleitet zu werden. Fachkundige Beratung erachten 74% der Befragten für wichtig oder sogar sehr wichtig.
Als auffällig bezeichnen die Autoren den hohen Anteil mit Beratungswunsch bei den unter 30-Jährigen. Wie schon beim Interesse am neuen Altersvorsorgedepot erzielt der Wunsch nach persönlicher Beratung in dieser Altersgruppe mit 88% einen Spitzenwert. Laut DEVK zeige dies wiederum folgenden Umstand: Gerade diejenigen, die noch am längsten für den Ruhestand vorsorgen können, möchten ihre Entscheidungen gut informiert treffen und die staatliche Förderung nutzen.
Ein Drittel der Riester-Sparer will Beratung
Mit der Altersvorsorgereform befassen sich auch Beschäftigte, die noch einen alten Riester-Vertrag haben. So zeigt die Civey-Befragung unter 1.000 Riester-Sparern, dass jede dritte Person mit bestehendem Riester-Vertrag zunächst eine Beratung zur Reform wünscht, um zu entscheiden, was künftig mit dem Vertrag passieren soll (29%). Knapp ein Viertel (24%) hat vor, den Vertrag unverändert weiterzuführen. 18% möchten in ein neues gefördertes Vorsorgeprodukt wechseln. Weitere 16% wollen ihren bestehenden Vertrag behalten und hierbei das neue Fördersystem nutzen. Die unterschiedlichen Handlungsoptionen würden den hohen Bedarf an kompetenter und persönlicher Beratung verdeutlichen.
Fazit
Die Erhebung zur Altersvorsorgereform bringt zu Tage, dass die Menschen hierzulande der Reform der privaten Altersvorsorge offen gegenüberstehen. Dies gilt vor allem für die jüngere Generation. Zugleich wird der Wunsch nach Orientierung größer und die Menschen setzen auf persönliche Beratung.
Lesen Sie auch:
Das könnte Sie auch interessieren:
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können
- 5 Aufrufe