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Angebot an Vermögensanlagen bricht drastisch ein
17. Juli 2019

Angebot an Vermögensanlagen bricht drastisch ein

Scope hat Lage auf dem Markt für Sachwertanlagen analysiert. Im zweiten Quartal 2019 hat das Geschäft mit geschlossenen Fonds demnach Fahrt aufgenommen. Der Markt für Vermögensanlagen ist hingegen eingebrochen. Scope sieht hierfür vor allem drei Gründe.


Scope hat Lage auf dem Markt für Sachwertanlagen analysiert. Im zweiten Quartal 2019 hat das Geschäft mit geschlossenen Fonds demnach Fahrt aufgenommen. Der Markt für Vermögensanlagen ist hingegen eingebrochen. Scope sieht hierfür vor allem drei Gründe.


Angebot an Vermögensanlagen bricht drastisch ein

Der Markt für geschlossene Publikums-AIF (Alternative Investmentfonds) hat im zweiten Quartal 2019 deutlich Fahrt aufgenommen. Nach dem Tiefstand im ersten Quartal 2019 mit nur drei Fonds hat sich die Anzahl der neuen Fonds von April bis Juni verdreifacht. Das prospektierte Eigenkapitalvolumen der neun emittierten Fonds beträgt insgesamt rund 560 Mio. Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorquartal mehr als versechsfacht. Erstmals in diesem Jahr kamen drei AIFs auf den Markt, deren prospektiertes Eigenkapital über der 100 Mio. Euro-Marke liegt. Größter Fonds ist der Wealthcap Immobilien Deutschland 42 mit 129 Mio. Euro.

Im Halbjahr noch immer ein Minus

Betrachtet man die beiden ersten Quartale 2019 zusammen, ergibt sich folgendes Bild: In der ersten Jahreshälfte wurden insgesamt zwölf Publikums-AIF von der BaFin zum Vertrieb zugelassen. Das sind zwei weniger als im Vorjahreszeitraum. Das prospektierte Eigenkapitalvolumen liegt dennoch auf dem Niveau des Vorjahres: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres summierte es sich auf rund 643 Mio. Euro – im ersten Halbjahr 2018 lag es über alle 14 AIFs bei rund 630 Mio. Euro.

Einbruch bei Vermögensanlagen

Während sich das Angebot für geschlossene AIF belebt hat, ist es bei Vermögensanlagen eingebrochen. „Das Angebot neuer Vermögensanlagen besteht im zweiten Quartal lediglich aus zwei Produkten“, stellt Stephanie Lebert, Senior Analystin bei Scope Analysis, fest. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 15 Vermögensanlagen. Das bedeutet einen Rückgang um 87%. Auch das zu platzierende Kapital ist deutlich gesunken. Im zweiten Quartal 2019 waren es 26,6 Mio. Euro und damit 80% weniger als im Vorjahreszeitraum.

Drei Gründe

Scope sieht als Ursache vor allem drei Gründe. Erstens verweisen die Experten auf die Auswirkungen des EEG 2017 auf Bürgerparks in Form von Unternehmensbeteiligungen. Zweiter Grund ist der Wegfall der Direktinvestments des Anbieters P&R in Verbindung mit weiterem Angebotsrückgang aufgrund Imageschaden dieses Segments. Dritten nennt Scope mögliche Auswirkungen von verstärktem Fokus der BaFin auf einzelne Fallgruppen von Vermögensanlagen. (mh)

Bild: © calypso77 – stock.adobe.com




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