Die Apella AG beendet die Kooperation mit der Netfonds AG in den Gemeinschafts- und Spezialbereichen seiner Tochtergesellschaften bbvs GmbH, der Beratungsgesellschaft für betriebliche Versorgungssysteme, sowie der KVS GmbH, dem Kompetenzzentrum für Krankenversicherung. Als Auslöser dieser Entscheidung nennt der Maklerverbund die Übernahme der Netfonds-Gruppe durch Private-Equity-Investoren. Der US-amerikanische Risikokapitalgeber Warburg Pincus hatte sich im Frühjahr 53% der Aktien an Netfonds gesichert. Es folgte der Zusammenschluss von Netfonds und blau direkt unter dem Dach von Warburg Pincus, wie AssCompact berichtete.
Apella: Keine Zugeständnisse bei Unabhängigkeit
Die Zusammenarbeit mit Netfonds zu beenden, sei die notwendige und logische Konsequenz aus dem eigenen Unternehmensleitbild und einem jüngst veröffentlichten „Manifest der Unabhängigkeit“, wie es von Apella weiter heißt. „Wir machen bei der Unabhängigkeit unserer Partner keine Zugeständnisse“, betont Guntram Schloß, Vorstand der Apella AG. „Private-Equity-Übernahmen bringen naturgemäß fremde Renditeinteressen, Fremdkapitalbelastungen und mittelfristigen Verkaufsdruck in ein Unternehmen“. Eine Verflechtung mit Investoren, die nicht langfristig am Geschäftsmodell interessiert seien, widerspreche der Philosophie von Apella von Grund auf, so Schloß weiter.
Für die angebundenen Partner von Apella soll sich an der Beratungs- und Abwicklungsqualität in den betrieblichen Versorgungssystemen sowie der privaten Krankenversicherung nichts ändern. Der Verbund will die eigenen Fachteams und digitalen Schnittstellen in diesen Kernsparten gezielt weiter ausbauen. „Wir beweisen damit einmal mehr, dass Apella der sichere Hafen für all jene Berater ist, die ihr Lebenswerk und ihre Kundenbeziehungen nicht zum Spielball von Finanzinvestoren machen wollen“, unterstreicht Schloß. (tik)
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