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1. Juli 2020
Augsburger Aktienbank gibt Wertpapiergeschäft an ebase ab
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Augsburger Aktienbank gibt Wertpapiergeschäft an ebase ab

Die Augsburger Aktienbank (AAB) steht vor einer Neuordnung. Das Wertpapiergeschäft der AAB wechselt zu ebase, andere Geschäftsfelder werden neu strukturiert. Die LVM Versicherung, Mutter der AAB, konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft und kooperiert künftig mit ebase.

Die Augsburger Aktienbank (AAB), eine Tochter der LVM Versicherung, steht vor einer Neuordnung. Das Wertpapiergeschäft der AAB wechselt zur Münchener European Bank for Financial Services GmbH, kurz: ebase. Das teilte die LVM am Mittwoch nach früheren Spekulationen nun offiziell mit.

Das Wertpapiergeschäft der AAB, das Depotvolumina von rund 180.000 Kunden in Höhe von etwa 17 Mrd. Euro umfasst, soll bis Mitte 2021 an die ebase übertragen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Kaufvertrag schließen der Versicherer und die ebase zugleich eine langfristige Kooperationsvereinbarung.

Demnach wird sich die LVM stärker auf ihr Kerngeschäft als Versicherer konzentrieren und das Wertpapiergeschäft in Zukunft nicht mehr über eine eigene Tochterbank fortführen. Bankprodukte, auch im Wertpapiergeschäft, werden jedoch weiterhin mit zum Produktportfolio gehören. Diesem Zweck dient die neue Kooperation zwischen LVM und ebase.

Eine Erklärung für den Verkauf liefert Dr. Rainer Wilmink, LVM-Vorstand und AAB-Aufsichtsratsvorsitzender: „Als Nischenanbieter war es für die Augsburger Aktienbank zunehmend schwer, sich in einem konsolidierten Marktumfeld zu behaupten. Mit der ebase übernimmt nun eine der führenden B2B-Direktbanken das Wertpapiergeschäft der AAB. Sie wird das grundsätzlich erfolgreiche Geschäft ausbauen und bietet auch für die Mitarbeiter eine sichere Perspektive.“ Im Zuge des Verkaufs des AAB-Wertpapiergeschäfts wechselt rund die Hälfte der AAB-Mitarbeiter zur ebase und führt das Wertpapiergeschäft am bisherigen Standort in Augsburg fort.

Neustrukturierung der AAB-Geschäftsfelder

Die AAB-Geschäftsfelder werden zudem neu strukturiert. Die weitere Ausgestaltung der Neuordnung erfolgt derzeit in Abstimmung zwischen der LVM und der AAB, ist von den Unternehmen zu erfahren. Davon ausgenommen ist die AAB Leasing, welche unabhängig von der Neuordnung der AAB ihr erfolgreiches und stabiles Geschäftsmodell weiter ausbauen soll. (bh)

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