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3. März 2026
Baufinanzierung: Gesamter Prozess dauert zu lange

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Baufinanzierung: Gesamter Prozess dauert zu lange

Baufinanzierung: Gesamter Prozess dauert zu lange

Der Immobilienfinanzierungsmarkt ist einem Wandel unterworfen, wobei ein Thema zentrale Herausforderung bleibt: Warum die Baufinanzierungsbranche vor einem Effizienzproblem steht und wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz Abhilfe schaffen können, erläutert Tomas Peeters, CEO der Bilthouse Gruppe.

Der Baufinanzierungsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Steigende regulatorische Anforderungen, zunehmender Plattformvertrieb und ein spürbarer Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf Banken und Vermittler gleichermaßen. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Herausforderung seit Jahren ungelöst: die mangelnde Effizienz in den operativen Prozessen des gesamten Baufinanzierungsprozesses – von der Beratung bis zur Kreditentscheidung.

In der Praxis sind die Abläufe in der Baufinanzierung häufig geprägt von Medienbrüchen, manuellen Prüfprozessen und einer Vielzahl nicht integrierter Systeme. Dabei ist das Onboarding der Interessenten noch am effizientesten – zumindest, wenn Banken und Finanzierungsvermittler standardisierte Systemlösungen nutzen. Dieser Prozessschritt wurde in den letzten Jahren, getrieben durch die großen Finanzierungsvermittler, bereits deutlich verbessert.

Im nächsten Schritt der Kundenreise, dem konkreten Kreditantrag, verlieren Finanzierungsberater einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit durch Nachforderungen von Dokumenten, Plausibilitätsprüfungen und das Übertragen von Daten von einer Plattform auf eine andere – Zeit, die für tiefergehende Kundengespräche und Abschlüsse fehlt. Die Folge: Trotz Digitalisierungsoffensive stagniert die Produktivität vieler Berater.

Woran es hakt

Ein wesentlicher Grund für diesen Umstand liegt in der fragmentierten Prozesskette, nachdem der Kunde das konkrete Bankangebot angenommen hat. Umständliches Dokumenten-Handling und eine Kreditvorbereitung, die teilweise in mehreren Systemen und größtenteils manuell umgesetzt wird, verzögern die Übermittlung einer schrankfertigen Akte an die Bank. Bei den Banken verhindern vielerorts fehlende smarte Antragsschlüsselungen, interne Freigaben in voneinander getrennten Systemen und manuelle Kreditprüfungen eine schnelle und klare Entscheidung. Die Folge sind höhere Fehlerquoten, Nachforderungen, die Entscheidungsprozesse verzögern, sowie regulatorische Anforderungen, die den administrativen Aufwand zusätzlich erhöhen. Effizienzgewinne bleiben damit strukturell begrenzt.

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Ein Artikel von
Tomas Peeters