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9. Juli 2026
BDVM sieht KI zukünftig als zentralen Bestandteil des Maklerberufs
BDVM sieht KI zukünftig als zentralen Bestandteil des Maklerberufs

BDVM sieht KI zukünftig als zentralen Bestandteil des Maklerberufs

Wie sieht der Maklerberuf der Zukunft aus? Was müssen Makler leisten können, um ihren Beruf weiterhin nachhaltig ausüben zu können? Und wie wird sich der Markt im gesamten verändern? Das und mehr wurde beim Digitalkongress Maklermarkt 2030+ besprochen. Für Thomas Billerbeck wird vor allem KI eine wichtige Rolle spielen, die Makler ernst nehmen sollten.

Durch den demografischen Wandel wird es in den nächsten 10 bis 15 Jahren am Arbeitsmarkt schwierig werden – diese Bewegung wird auch nicht spurlos am Maklermarkt vorübergehen. Doch wie sieht es grundsätzlich mit der Branche in Zukunft aus? AssCompact Wissen hat dazu einen Digitalkongress mit dem Titel „Maklermarkt 2030+“ veranstaltet. Hierbei wurden Daten aus der aktuellen, gleichnamigen Studie von AssCompact, Klaus-Jürgen Baum (ASSURACON GmbH) und Dr.-Ing. Dietmar Kottmann (Oliver Wyman) vorgestellt. Zudem gab es ein Gespräch mit Thomas Billerbeck, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM). Und gerade bei den Aussagen von Thomas Billerbeck zeichnete sich schnell ab: Für die Zukunft des Maklerberufs sind vor allem Daten sowie Prozessoptimierung durch künstliche Intelligenz und Automation wichtig.

Mit KI in die Zukunft des Maklermarkts

Für Thomas Billerbeck, Präsident des BDVM, steht fest: Künstliche Intelligenz wird die Arbeitsweise von Maklerunternehmen grundlegend verändern, bietet jedoch zugleich große Chancen. Angesichts des Fachkräftemangels, hervorgerufen durch den oben angesprochenen demografischen Wandel, sieht er KI nicht in erster Linie als Bedrohung, sondern als wichtige Antwort auf jene personellen Herausforderungen in der Branche. Die Entwicklung von KI verlaufe mit enormer Geschwindigkeit, erklärt Billerbeck. Er berief sich auf SIGNAL-IDUNA-Vorstand Johannes Rath, der bei einer Veranstaltung erklärt hatte, dass KI innerhalb eines Jahres 24-mal schneller geworden sei und achtmal komplexere Aufgaben löse. Wie das dann in drei Jahren aussehe, wolle Billerbeck sich gar nicht vorstellen.

Entscheidend sei deshalb, dass Makler ihre Unternehmen konsequent auf neue Technologien ausrichten. Nach der Digitalisierung müsse nun die Automatisierung folgen. Strukturierte Daten, automatisierte Prozesse und der intelligente Einsatz von KI würden künftig darüber entscheiden, wie effizient Makler arbeiten können. „Wer hier keine strukturierten Daten zukünftig hat, gehört zu den Verlierern“, betonte Billerbeck.

Dabei gehe es keineswegs darum, dass KI den Makler vollständig ersetzen soll. Aber seine Rolle werde sich verändern. Routineaufgaben und standardisierte Prozesse könnten zunehmend von KI übernommen werden, während der Mensch die Ergebnisse kontrolliere und Entscheidungen einordne. Gleichzeitig entstünden neue Anforderungen an Qualifikation und Unternehmertum. Künftig werde es darauf ankommen, neue Technologien nicht nur zu nutzen, sondern aktiv mitzugestalten.

Risiko und Chance zugleich

Die Einschätzungen von Billerbeck, dass die Technologie für große Herausforderungen, aber auch für Chancen sorgt, finden sich in Teilen auch in der Trendstudie Maklermarkt 2030+ wieder, die vor dem Gespräch in Auszügen von Klaus-Jürgen Baum und Dietmar Kottmann in Auszügen vorgestellt wurde. Darin haben auch gut drei Viertel der befragten Makler angegeben, dass die zunehmende Digitalisierung von Prozessen eine Chance für sie als Unternehmer bedeutet. Gleichzeitig allerdings nehmen die Befragten auch wahr, dass die großen Technologie-Player eine Bedrohung darstellen könnten – etwa durch den Einsatz von digitalen Beratungssystemen wie Robo-Advisor oder aber Vergleichsportale. Gut zwei Drittel betrachten zudem den Eintritt neuer Wettbewerber wie Amazon oder Google als Risiko.

Billerbeck sieht das Ganze jedoch unternehmerisch pragmatisch. Veränderungen hätten Märkte schon immer dynamischer gemacht und Raum für neue Geschäftsmodelle geschaffen. Sein Appell an die Maklerschaft lautet daher, die Entwicklung aktiv anzunehmen: „Unternehmertum heißt eben, etwas zu unternehmen und nicht zu unterlassen.“ (mki)

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