Bestellerprinzip: So lief die Anhörung im Bundestag | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Whats App AssCompact - Whats App

Bestellerprinzip: So lief die Anhörung im Bundestag
09. Mai 2019

Bestellerprinzip: So lief die Anhörung im Bundestag

Eine öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz beschäftigte sich am Mittwoch intensiv mit dem Bestellerprinzip beim Immobilienkauf. Zahlreiche Experten aus Verbraucherschutz, Recht und Immobilienwirtschaft meldeten sich dabei zu Wort.

2 / 3


Eine öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz beschäftigte sich am Mittwoch intensiv mit dem Bestellerprinzip beim Immobilienkauf. Zahlreiche Experten aus Verbraucherschutz, Recht und Immobilienwirtschaft meldeten sich dabei zu Wort.


Bestellerprinzip: So lief die Anhörung im Bundestag
Unverhältnismäßiger Eingriff

Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland (ivd), trat der Maklerkritik energisch entgegen. Der gut gemeinte Verbraucherschutz werde mit dem Gesetz konterkariert. Käufer würden im Falle eines Bestellerprinzips weitgehend auf sich alle gestellt werden. Der Erwerb von Immobilieneigentum werde so auf keinen Fall erleichtert. Aktuell sei der Makler schließlich nicht nur dem Verkäufer, sondern auch dem Käufer verpflichtet. Darüber hinaus sei ein solches Gesetz ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Berufs- und Vertragsfreiheit von Immobilienmakler, Verkäufern und Käufern.

Nicht nur an die Metropolen denken

Winfried Ebert von der Potsdamer LBS Immobilien GmbH gab derweil zu Bedenken, dass der durchschnittliche Kaufpreis im überwiegenden Teil Deutschlands viel niedriger als im Gesetzentwurf als Beispiel dargestellt sei. So gebe es im LBS-Geschäftsgebiet durchaus noch häufiger Verkaufspreise von 50.000 Euro. Ein Deckel der Provision bedeute hierfür eine Maklercourtage von maximal 840 Euro netto. Dabei sei gerade die Vermarktung niedrigpreisiger Objekte aufwändig. Eine Preisobergrenze würde dazu führen, dass sich Makler aus der Vermittlung solcher Objekte zurückziehen.

Gestiegene Ansprüche der Käufer

Der Berliner Immobilienmakler Michael Schmidt verwies vor dem Hintergrund seiner 35-jährigen Berufspraxis auf gestiegene Ansprüche der Käufer. So sei eine enorme Vorarbeit notwendig, um einen Käufer zufriedenzustellen. All dies sei mit hohen Kosten verbunden. Im Ergebnis des Gesetzes würden die Kaufpreise auf breiter Front steigen, und eine seriöse Dienstleistung werde nicht mehr möglich sein.




Ähnliche News

Das BF.Quartalsbarometer misst seit 2012 die Stimmung unter den deutschen Immobilienfinanzierern. In der aktuellen Ausgabe ist der Stimmungsindikator auf ein neues Rekordtief abgestürzt. Unter den Marktteilnehmern herrscht derzeit eine enorme Verunsicherung. weiterlesen
Exporo ist der klare Marktführer bei Immobilien-Crowdinvestments in Deutschland. Das PropTech muss nun erstmals über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens informieren. Betroffen ist die DEMA Deutsche Mikroapartment AG und damit ein Projekt auf der Crowdplattform. weiterlesen
Immobilienmakler müssen sich auf neue Provisionsregeln bei der Vermittlung von Kaufimmobilien einstellen. Stefan Mantl, Gründer und CEO der onOffice GmbH, hat sich mit dem Für und Wider des Bestellerprinzips bei der Kaufvermittlung von Wohnimmobilien auseinandergesetzt. Demnach lohnt sich der Gang zum Immobilienmakler auch in Zukunft. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.