Ein Artikel von Stefan Huhn, Vorstand bei der R+V Krankenversicherung AG
Eine vom Arbeitgeber bezahlte Vorsorgeuntersuchung oder eine mitfinanzierte Brille: Was früher nur Extras in großen Konzernen waren, ist mittlerweile im Mittelstand angekommen. Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) erlebt einen Nachfrageboom – und das völlig zu Recht.
Laut einer vom PKV-Verband veröffentlichten Civey-Umfrage gehört eine vom Arbeitgeber finanzierte bKV für mehr als die Hälfte der Beschäftigten zu den attraktivsten Benefits überhaupt. Das ist das Ergebnis eines grundlegenden Wandels in der Erwartungshaltung von Arbeitnehmern hin zu einem Gesamtpaket aus Gehalt und attraktiven gesundheitlichen Benefits.
Starkes Wachstum bei der bKV
Der PKV-Verband belegt, was auch viele Vermittler wahrnehmen: Mehr als 2,8 Millionen. Menschen verfügen bereits über eine betriebliche Kranken- oder Pflegeversicherung, ein Plus von 15% zum Vorjahr. Und der Markt wächst weiter, da der Bedarf vielerorts noch ungedeckt ist.
Parallel dazu verschärft sich der Druck auf die Unternehmen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat errechnet, dass bis 2036 rund 4,3 Millionen. Arbeitskräfte fehlen. Dieser Wandel trifft kleine und mittlere Unternehmen besonders hart – genau jene Zielgruppe, für die eine bKV besonders sinnvoll ist. Angesichts dieses Potenzials kommt der qualifizierten Vermittlung eine besondere Bedeutung zu, da passende Vorsorgelösungen Unternehmen gezielt stärken können.
Der finanzielle Vorteil der bKV liegt auf der Hand: Eine Gehaltserhöhung wird durch Steuern und Abgaben stark reduziert. Die bKV hingegen ist häufig als Sachbezug mit bis zu 50 Euro pro Monat steuer- und sozialabgabenfrei. Was der Betrieb investiert, kommt bei der Belegschaft damit praktisch vollständig an.
Innerhalb der bKV haben sich verschiedene Tarifmodelle entwickelt, wobei sich Budgettarife als besonders beliebt erwiesen haben. Im Unterschied zu klassischen Produkten, die feste Leistungen vorsehen, erhalten Versicherte beim Budgettarif einen finanziellen Rahmen, über den sie frei verfügen können – egal ob Zahnreinigung, neue Brille oder Vorsorgeuntersuchungen.
Budgettarife sind „treffsicher“
Diese Vielfalt bietet einen entscheidenden Vorteil: die individuelle Treffsicherheit. Junge Mitarbeitende ohne Zahnprobleme können das Budget für Kontaktlinsen oder Hautscreenings nutzen. Ältere Kollegen setzen es dagegen für Zahnersatz oder Vorsorgeuntersuchungen ein. Somit geht keine Leistung am tatsächlichen Bedarf vorbei, was zugleich Frust in der Belegschaft über nicht nutzbare Benefits vermeidet.
Darüber hinaus ist der Verwaltungsaufwand bei Budgettarifen in der Regel minimal. Der Versicherte reicht Belege per App direkt beim Versicherer ein und erhält innerhalb weniger Tage die Erstattung. Bei der R+V etwa erfolgt dies über die App „R+V Gesundheit“. Das Unternehmen muss lediglich die Versicherten an- oder abmelden – bei der R+V geschieht dies einfach und digital über das R+V-Firmenportal Vorsorge. Insbesondere für kleine Betriebe ohne eigene HR-Strukturen ist das ein wichtiges Argument. Diese vielen Vorteile der Budgettarife haben auch die Unternehmen erkannt. Bei der R+V beispielsweise entscheiden sich 95% aller bKV-Kunden für einen Budgettarif.
Was ein guter Budgettarif können muss
Nicht jeder Budgettarif hält, was er verspricht. Ein hochqualitativer Budgettarif sollte beispielsweise den Einschluss von laufenden Versicherungsfällen gewähren. Er sollte zudem mit ergänzenden Bausteinen kombinierbar sein, etwa mit Zahnersatztarifen. Empfehlenswert ist zudem eine Beitragsfreistellung mit fortbestehendem Leistungsanspruch für entgeltfreie Zeiten – also bei längerer Erkrankung oder Elternzeit.
Diese Anforderungen haben wir in unseren Budgettarif, der Teil des R+V-GesundheitsKonzepts PROFIL ist, übernommen. Da vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen Bedarf an bKV-Lösungen besteht, ist PROFIL bereits ab fünf Mitarbeitenden ohne Gesundheitsprüfung abschließbar.
Was Mitarbeitende gewinnen
Neben dem finanziellen Vorteil sind es vor allem zwei Gründe, warum die bKV so beliebt ist. Erstens gibt es keine Gesundheitsprüfung; auch Menschen mit Vorerkrankungen werden ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse aufgenommen. Zweitens gibt es keine Wartezeiten, der Schutz beginnt am ersten Tag.
Viele Tarifkonzepte – wie auch das R+V-GesundheitsKonzept PROFIL – sehen zudem eine Familien-Option vor. Über diese werden Angehörige zu günstigen Konditionen in leistungsähnlichen Tarifen mitversichert. Das macht die bKV auch für das persönliche Umfeld des Beschäftigten zu einem echten Mehrwert.
Gesundheitsservices als Qualitätsmerkmal
Moderne bKV-Konzepte sollten jedoch mehr als reine Erstattungsleistungen beinhalten. Ergänzende Gesundheitsservices erhöhen den Wert erheblich. Digitale Angebote wie Ernährungs- oder Mentalcoachings machen das Angebot im Alltag erlebbar. Und wer regelmäßig ein Benefit nutzt, verbindet es auch mit dem finanzierenden Arbeitgeber.
Die R+V beispielsweise bietet den bKV-versicherten Mitarbeitenden ein umfassendes Paket an Gesundheitsservices mit R+V- FirmenGesund an. Zu unterschiedlichen Themen wie etwa medizinische Beratung, Pflege und Familie oder mentale Gesundheit werden passende Services angeboten, beispielsweise eine Facharztsuche oder ein Zweitmeinungsservice.
Speziell für Vermittler lohnt sich ein Blick auf die Infrastruktur der Versicherer: Persönliche Ansprechpartner mit Spezialisierung auf Versorgungslösungen, individualisierbare Kommunikationsmaterialien und digitale Vertriebsstrecken gehören heute zum Standard.
Die bKV bietet Vorteile für alle
Die bKV hat sich inzwischen zum erfolgreichen Personalinstrument entwickelt. Sie funktioniert ohne große HR-Abteilung, ohne aufwendige Verwaltung und ohne hohe Einstiegshürden. Das ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen vorteilhaft. Der Budgettarif ist dabei das mit Abstand beliebteste Modell. Wer sich als Vermittler auf das Potenzial des bKV-Marktes fokussieren will, der findet hier sehr gute Perspektiven.
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