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Bundesregierung nimmt Vermögensanlagen an die Kandare
19. August 2019

Bundesregierung nimmt Vermögensanlagen an die Kandare

Nach dem Skandal um die Containergesellschaft P&R will die Bundesregierung den grauen Kapitalmarkt neu regulieren. Dazu hat sie nun ein umfassendes Maßnahmenbündel vorgestellt, mit dem vor allem die Auflage und der Vertrieb Vermögensanlagen verschärft werden sollen.

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Nach dem Skandal um die Containergesellschaft P&R will die Bundesregierung den grauen Kapitalmarkt neu regulieren. Dazu hat sie nun ein umfassendes Maßnahmenbündel vorgestellt, mit dem vor allem die Auflage und der Vertrieb Vermögensanlagen verschärft werden sollen.

Bundesregierung nimmt Vermögensanlagen an die Kandare

Die Insolvenz des Containergesellschaft P&R hat den grauen Kapitalmarkt wieder auf die politische Agenda gerückt. Bundesfinanz- und Bundesjustizministerium haben nun ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, dass den Anlegerschutz in Deutschland verbessern soll. Es enthält insgesamt neun Maßnahmen.

Die neun Maßnahmen im Überblick:
  • Abschaffung unvollständiger Verkaufsprospekte
  • Verbot von Blindpool-Konstruktionen bei Vermögensanlagen
  • Beschränkung des Vertriebs von Vermögensanlagen auf beaufsichtigte Vermittler
  • Bessere Prüfungsmöglichkeit der Rechnungslegung von Vermögensanlagenemittenten
  • Verpflichtende Mittelverwendungskontrolle durch unabhängigen Dritten im Fall von Direktinvestments
  • Konsequente Nutzung der Produktinterventionsbefugnis bei Vermögensanlagen
  • Abschaffung der bloßen Registrierungsmöglichkeit bei geschlossenen Publikumsfonds
  • Übertragung der Aufsicht über freie Finanzanlagenvermittler auf BaFin
  • Verstärkte BaFin-Aktivitäten zur Verbraucherbildung im Bereich Vermögensanlagen
Fokus auf Vermögensanlagen

Zwar betreffen einzelne Maßnahmen auch geschlossene Fonds und den Finanzlagenvertrieb im Allgemeinen. Die Mehrzahl zielt aber auf den grauen Kapitalmarkt ab. „Wir trocknen den Sumpf des grauen Kapitalmarktes weiter aus”, sagte Justiz-Staatssekretär Gerd Billen am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne. Besonders im Fokus der Regierungspläne stehen Vermögensanlagen. Diese sollen nicht verboten, aber deutlich stärker reguliert werden. „Die Menschen sollen weiter Vermögensanlagen kaufen, aber es soll einen klareren und anspruchsvolleren Rahmen dafür geben“, so Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies.

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Seite 2 Verbot von Blindpools

Seite 3 Vertrieb nur noch über Vermittler und Finanzinstitute



Kommentare

von Gerd Borchers am 19.08.2019 um 10:55 Uhr
Die Bundesregierung sollte lieber mal die EZB und die Kommission an der Kandare nehmen, dann gäb es die genannten Probleme nicht. Unternehmen regulieren ist in Ordnung aber ständig die Makler verantwortlich machen und überzogen auch noch regulieren ist kontraproduktiv. Man sieht wieder die Politik hat auch hier keine Ahnung von der Realität.

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