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Corona-Crash: So denken Anleger jetzt über Aktien, Gold und Zinsen
02. April 2020

Corona-Crash: So denken Anleger jetzt über Aktien, Gold und Zinsen

Die Citigroup hat die aktuelle Ausgabe ihres Investmentbarometers veröffentlicht. Die Indikator für die Stimmung privater und professioneller Marktteilnehmer zeigt, wie stark die Turbulenzen an den Finanzmärkten die Anleger derzeit belasten.


Die Citigroup hat die aktuelle Ausgabe ihres Investmentbarometers veröffentlicht. Die Indikator für die Stimmung privater und professioneller Marktteilnehmer zeigt, wie stark die Turbulenzen an den Finanzmärkten die Anleger derzeit belasten.

Corona-Crash: So denken Anleger jetzt über Aktien, Gold und Zinsen

Die massiven Turbulenzen an den Aktienmärkten im vergangenen Monat haben deutliche Spuren bei den Anlegern hinterlassen. Knapp ein Drittel der befragten des aktuellen Citi-Investmentbarometers erwartet, dass sich die Corona-Krise in den nächsten drei Monaten weiterhin auf die Kurse auswirken wird und diese daher sinken. Der Anteil der Pessimisten hat sich damit seit Ende letzten Jahres mehr als verdoppelt. Er markiert zudem ein Allzeithoch seit der ersten Erhebung des Barometers im Jahre 2011.

Auch die Optimistenzahl nimmt zu

Allerdings erwarten 31% der Befragten, dass die Aktien in den nächsten drei Monaten steigen werden – und damit so viele wie nie in den vergangenen zwei Jahren. 36% gehen kurzfristig von seitwärts laufenden Kursen aus. Ende 2019 waren es 57%. Mittelfristig, also über zwölf Monate, sind die Befragten zunehmend der Meinung, dass sich Aktien von der momentanen Situation erholen werden. Denn die Bullen dominieren mit 44% deutlich. Das entspricht einer Steigerung um 13 Prozentpunkte. Die Bärenquote liegt hingegen bei nur 19%.

Rekordskepsis bei Gold

Bei Gold gab es im kurzfristigen Sentiment in der neunjährigen Geschichte des Citi-Investmentbarometers – mit Abstand – noch nie so wenige Optimisten. Nur noch 24% sind der Meinung, dass der Preis für die Feinunze in den nächsten drei Monaten weiter steigen wird. Mit 63% erwartet die Mehrheit der Befragten einen Seitwärtstrend. Auf mittlere Sicht erwarten immerhin 48% der Befragten steigende Kurse und nur 42% einen Seitwärtstrend. Im Vergleich zum Vorquartal hat das Seitwärtslager hier zugunsten des Bullenlagers abgenommen.

Anzahl der Zinsbullen hat sich vervielfacht

Bei den Zinsen rechnen derzeit 29% der Befragten kurzfristig mit steigenden Werten. Das sind fast sechs Mal so viele wie noch im Vorquartal. Damals lag der Wert bei 5%. Es ist zudem der höchste Wert seit 2017. Gleichzeitig haben die Bären um fast neun Prozentpunkte zugelegt auf 28%. Dafür denken nur noch 44% der Anleger, dass Zinsen weiterhin seitwärts verlaufen. Das ist ein Rückgang von rund 31 Prozentpunkten, denn im Vorquartal rechneten noch drei von vier Befragten mit stabilen Zinsen. (mh)

Bild: © putilov_denis – stock.adobe.com




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