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Corona und der Vermittlermarkt: Einzelmakler kämpfen besonders
27. November 2020

Corona und der Vermittlermarkt: Einzelmakler kämpfen besonders

In einer aktuellen Stimmungsumfrage berichtet jeder fünfte unabhängige Vermittler über Corona-Auswirkungen auf sein Geschäft, vor allem veränderte Kundenkommunikation und Neugeschäftsrückgang entpuppen als Belastungsprobe für die Maklerbüros. Besonders betroffen sind die Einzelmakler, die daher am wenigsten positiv in die Zukunft blicken.


In einer aktuellen Stimmungsumfrage berichtet jeder fünfte unabhängige Vermittler über Corona-Auswirkungen auf sein Geschäft, vor allem veränderte Kundenkommunikation und Neugeschäftsrückgang entpuppen als Belastungsprobe für die Maklerbüros. Besonders betroffen sind die Einzelmakler, die daher am wenigsten positiv in die Zukunft blicken.

Corona und der Vermittlermarkt: Einzelmakler kämpfen besonders

Events, Kunst, Kultur, Gastronomie ... Viele Branchen leiden stark unter den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie und müssen um ihre Existenz bangen. Wie aber steht es um den Versicherungsbereich und damit um die unabhängigen Vermittler?

Bereits Anfang April 2020 hatte die Forschungsgruppe g/d/p in Kooperation mit MRTK Marketing Research Team Kieseler ein erstes Stimmungsbild unter den Maklern und Mehrfachagenten erhoben und nun nachgefragt, wie sich die Stimmung ein gutes halbes Jahr später gestaltet. Während kurz nach dem ersten Lockdown im April noch 41% der Makler über eine deutliche Auswirkung auf das Geschäft berichteten, waren dies im Juni 2020 noch knapp ein Viertel der Befragten (24%) und im Oktober 2020, also kurz vor Bekanntgabe des zweiten Lockdown light, noch jeder Fünfte (20%). Dennoch gilt weiterhin: Die geänderten Bedingungen im Kundenkontakt und fehlendes Neukundengeschäft sind noch immer eine Belastung für die unabhängigen Vermittler, wenn auch nicht mehr ganz so extrem wie noch zu Beginn der Krise.

Am deutlichsten betroffen sind der Umfrage zufolge aktuell die Einzelmakler: Hier berichten noch 27% über deutliche Krisenauswirkungen. Demzufolge ist der Optimismus unter den Einzelmaklern derzeit auch am geringsten ausgeprägt. Lediglich ein Viertel von ihnen blickt der weiteren geschäftlichen Entwicklung voll und ganz optimistisch entgegen.

Größere Maklerbüros mehrheitlich voll und ganz optimistisch

In mittelgroßen Maklerbüros mit zwei bis drei Mitarbeitern hingegen ist die Intensität der Auswirkungen von Corona im Vergleich zur ersten Messung im April am stärksten zurückgegangen: Während im April noch 46% von ihnen angaben, deutliche Auswirkungen zu spüren, sind es im Oktober lediglich noch 9%. Daher ist auch über die Hälfte der Befragten in größeren Maklerbüros voll und ganz optimistisch ob der weiteren geschäftlichen Entwicklung. Aber auch das Gesamtbild kann sich sehen lassen: Insgesamt betrachtet stimmen 82% der befragten Makler und Mehrfachagenten der Aussage „Ich sehe der weiteren geschäftlichen Entwicklung optimistisch entgegen“ entweder voll und ganz oder eher zu.

Kulante, kommunikative, maklerunterstützende Versicherer punkten

Aber nicht nur ihre Stimmung das eigene Maklerbüro betreffend konnten die Umfrageteilnehmer kundtun. Sie durften sich auch zum aktuellen Verhalten der Versicherungsgesellschaften äußern, mit denen sie zusammenarbeiten. Versicherer, die aus Sicht der Makler und Mehrfachagenten in der momentanen Krisensituation positiv hervorheben, punkten insbesondere mit ihrem kulanten Verhalten gegenüber den Kunden (Beitragsfreistellungen, Stundungen etc.), ihre gute Erreichbarkeit und last but not least die gute Maklerunterstützung. (ad)

Bild: © MH – stock.adobe.com




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