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Crash-Prophet Prof. Dr. Max Otte: „Die nächste Krise wird richtig heftig“
21. Januar 2020

Crash-Prophet Prof. Dr. Max Otte: „Die nächste Krise wird richtig heftig“

Prof. Dr. Max Otte sagte schon 2006 die letzte große Finanzkrise voraus und erlangte dadurch den Titel „Crash-Prophet“ – obwohl er danach lange Optimismus versprühte und für Aktien warb. Nun hat sich seine Stimmung wieder gedreht. Es drohe sogar eine viel heftigere Krise als 2008. Aktien seien dennoch unerlässlich.

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Prof. Dr. Max Otte sagte schon 2006 die letzte große Finanzkrise voraus und erlangte dadurch den Titel „Crash-Prophet“ – obwohl er danach lange Optimismus versprühte und für Aktien warb. Nun hat sich seine Stimmung wieder gedreht. Es drohe sogar eine viel heftigere Krise als 2008. Aktien seien dennoch unerlässlich.


Crash-Prophet Prof. Dr. Max Otte: „Die nächste Krise wird richtig heftig“
Was heißt das für Anleger?

Die Krise wird definitiv kommen. Die Welt der sich immer weiter aufblähenden Asset-Märkte wird irgendwann vorbei sein. Ob das noch ein, zwei oder drei Jahre dauern wird, weiß ich nicht. Und es gibt auch kein Drehbuch für die Krise. Die Märkte werden verrückt spielen. Aber ob zum Beispiel erst die Inflation und dann die Deflation oder umgekehrt kommen wird, kann nicht vorhergesagt werden. Diese Unsicherheit macht Anleger natürlich nervös. Die Situation ist aber im Detail nur sehr begrenzt vorhersehbar.

Welcher Anlagemix ist vor diesem Hintergrund sinnvoll?

Wie immer eine breite Mischung. Edelmetalle als Versicherung. Der richtige Anteil kommt auf die persönliche Neigung an. 10 bis 30% dürfen es je nach Risikoneigung schon sein. Die genauen Anteile für unterschiedliche Anlegertypen habe ich auch in meinem Buch aufgelistet. Und auch in der harten Phase sind Aktien wichtig. Aktien sind Sondervermögen. Die Unternehmen sollten natürlich gute Geschäftsmodelle und starke Cashflows haben. Auch nach der Weltwirtschaftskrise und selbst nach dem Zweiten Weltkrieg haben gute Unternehmen weitergemacht. Aktien sind immer noch die beste und pflegeleichteste Art der Vermögensanlage. Und im Gegensatz zu den Immobilienmärkten sind die Aktienmärkte noch nicht in einer Blase. Sie sind zwar auch nicht mehr billig, aber noch in Ordnung bewertet. In einzelnen Bereichen vielleicht nicht mehr, im Großen und Ganzen sind Aktien aber immer ordentlich investierbar. Bei Aktien habe ich im Gegensatz zu zum Beispiel Bargeld zudem eine starke Lobby auf meiner Seite.

Welche?

Aktien sind vor allem in den Händen der Reichen. Und die Reichen haben die Macht. Mit Aktien bin ich zudem nicht so erpressbar wie bei Immobilien. Immobilien sind, wie der Name schon sagt, im-mobil und daher schlecht kurzfristig abzugeben. Noch leichteres Spiel hat der Staat natürlich bei Kontoguthaben. Die lassen sich im Zweifel sehr schnell entwerten.

Wären Kryptowährungen eine Alternative?

Ich bin ein großer Kritiker von Kryptowährungen. Für mich sind das reine Spekulationsobjekte. In den USA gab es im 19. Jahrhundert schon mal eine Free-Banking-Ära. Damals haben die Geschäftsbanken ihre eigenen Währungen ausgegeben. Das ist für mich der Verfall der Rechtsordnung. Dann muss sich jeder von verschiedensten Währungen ein Bild machen. Nichts anderes passiert mit den digitalen Währungen. Man muss Bitcoin in XYZCoin umrechnen und hat dabei keinen Maßstab wie bei einer einheitlichen, staatlichen Währung. Und so sicher wie geglaubt sind die digitalen Währungen auch nicht. Die Gefahr des Überwachungsstaates ist auch bei Bitcoin & Co. hoch. Ich bin, wie gesagt, kein Freund davon, sondern ein Freund von realen Werten.

Das Interview lesen Sie auch in AssCompact 01/2020 auf Seite 56 f. und in unserem ePaper.

Bild: © m.mphoto – stock.adobe.com


Prof. Dr. Max Otte Prof. Dr. Max Otte


Kommentare

von Wilfried Strassnig am 21.01.2020 um 11:33 Uhr
Hohe Rendite!
Wir haben die Lösung exklusiv, auch wenn der Markt auf Jahre abstürzt. Sicherer als sogenannte "sichere Geldanlagen" a. la Finanztest. Eine langfristig erreichbare Rendite um 9% ist sehr wahrscheinlich. Damit ungefähr das dreifache von Versicherungen mit Garantien-auch in Versorgungswerken für Freiberufler, betrieblichen Altersversorgungen, Gruppenverträgen (in Fonds- oder ETF-Sparplänen) und natürlich allen privaten Sparplänen auch für Kinder. Ein 10-jähriges Kind erreicht mit einem Monatsbeitrag von € 30.00 bis zum 65. Lebensjahr sehr wahrscheinlich € 500.000,00. Fast alle verlieren täglich sehr viel Geld, weil sie, sich in trügerischer Sicherheit wiegend, nicht einige Minuten Zeit nehmen, um ihre Versorgung NEUTRAL überprüfen zu lassen. Unsere Kunden können beruhigt bis ins hohe Alter sein und entlasten damit auch Ihre Familie!

von Michael Schmidt... am 21.01.2020 um 17:26 Uhr
WELTSYSTEM-CRASH..Es sind keine Prophezeiungen, die man "quasi-religiös" abtun kann. Vielmehr sollte man sich im Gegenteil die Herleitungen eines profunden Wissenschaftlers und Professors genau ansehen bevor man urteilt! Das aktuelle Compendium (über 600Seiten) von Fakten und Quellenangaben sowie Literaturhinweisen und persönlichen Anmerkungen Max Ottes in seinem Spiegelbestseller vom Finanzbuchverlag ist äußerst lesenswürdig. Es kann sogar jedem guten Finanzberater als umfassendes Werk zur Anweisung dienen hochwertige Vermögenssicherung zu beraten!

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