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Damit aus Versicherungsmaklern keine Pseudo-Makler werden
27. Mai 2019

Damit aus Versicherungsmaklern keine Pseudo-Makler werden

Gegen den Provisionsdeckel, aber für digitale Vermittlerbüros, mit denen sich die Makler als eigenständige Unternehmer positionieren können, anstatt zu „Pseudo-Maklern“ zu werden und sich zu sehr von Dienstleistern jedweder Couleur abhängig zu machen. Dies sind einige Standpunkte, die der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) e.V. im Rahmen einer auf seine Jahreshauptversammlung folgenden Pressekonferenz bekannt gegeben hat.


Gegen den Provisionsdeckel, aber für digitale Vermittlerbüros, mit denen sich die Makler als eigenständige Unternehmer positionieren können, anstatt zu „Pseudo-Maklern“ zu werden und sich zu sehr von Dienstleistern jedweder Couleur abhängig zu machen. Dies sind einige Standpunkte, die der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) e.V. im Rahmen einer auf seine Jahreshauptversammlung folgenden Pressekonferenz bekannt gegeben hat.


Damit aus Versicherungsmaklern keine Pseudo-Makler werden

Der unternehmerische Anspruch an den Beruf des Versicherungsmaklers steigt stetig an, unter anderem getrieben von zunehmenden regulatorischen Anforderungen aufgrund der IDD und infolge der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung. Anlässlich der Jahreshauptversammlung haben die Delegierten des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) e.V. am 23.05.2019 einstimmig den Leitantrag des Präsidiums „Vermittlung 2.0 – Erfolgsfaktoren des hybriden Vermittlers der Zukunft“ verabschiedet. Im Rahmen einer Pressekonferenz am darauffolgenden Tag unterstrich der Branchenverband seine Rolle als Unterstützer der Makler und unabhängigen Vermittler.

Der zunehmenden Abhängigkeit der Makler entgegenwirken

Mit Sorge sieht der BVK, dass sich der Makler durch Inanspruchnahme von Dienstleistern jeglicher Couleur immer mehr zum „Pseudo-Makler“ entwickle. Anfangs sei dies auch von Versicherern gerne gesehen worden, mittlerweile reife aber die Erkenntnis, dass das Geschäft dadurch teurer werde, so BVK-Präsident Michael H. Heinz. Der BVK stehe daher seinen Mitgliedern mit zahlreichen Dienstleistungen zur Führung eines digitalen Vermittlerbüros zur Seite, um dem Trend der zunehmenden Abhängigkeit entgegenzuwirken und die unternehmerische Positionierung von Maklern zu fördern. So möchte der Branchenverband den Maklern gleichzeitig ermöglichen, zukunftsorientiert den gesetzlichen Auftrag des treuhänderischen Sachwalters ihrer Kunden zu erfüllen.

Dazu stünden den Maklern auch zahlreiche Weiterbildungsangebote der BVK-Bildungsakademie zur Verfügung. Seine „Hausaufgaben“ habe der BVK auch in der Hinsicht gemacht, dass er mit „gut beraten“ eine Initiative mit ins Leben gerufen habe, die dazu diene, qualitativ hohe Weiterbildung zu dokumentieren. Beim Rückblick auf das Jahr 2018 hätten die meisten Vermittler mehr Zeit in ihre Weiterbildung investiert als die gesetzlich geforderten 15 Stunden, wenngleich man von der BVK-Empfehlung von 30 Stunden pro Jahr noch ein Stück entfernt sei, so BKV-Vizepräsident Gerald Archangeli bei der Pressekonferenz.

Den Vermittlerrückgang auf unter 190.000 sehe man nicht kritisch, habe es doch im vergangenen Jahr erstmals einen Zuwachs der abgelegten Sachkundeprüfungen auf über 6.000 gegeben. Dennoch sprach Archangeli vom Nachwuchsmangel in der Branche und betonte, dass sich dieser durch die Diskussion um den Provisionsdeckel noch verschärfen könne.

Provisionsdeckel: Phantomdebatte und Koalitionsgeschacher

Zum „leidigen“ Thema Provisionsdeckel bekräftigten Heinz und Archangeli den BVK-Standpunkt, es handle sich um einen Markteingriff, der erstens nicht zur freien Marktwirtschaft passe und zweitens im Fall der Leben-Sparte ein Fehler sei, da hier kein Marktversagen vorliege. Zur Untermauerung des Arguments zog Michael H. Heinz die aktuellen Zahlen aus dem Jahresbericht 2018 des Versicherungsombudsmanns zu den Vermittlerbeschwerden heran (AssCompact berichtete). BVK-Präsident Michael H. Heinz sprach außerdem von einer „Phantomdebatte“, bei der es sich seiner Ansicht nach um ein „Koalitionsgeschacher auf Kosten der Branche“ handle. Dagegen werde man sich zur Wehr setzen, so Heinz, notfalls auch juristisch. (ad)

Bild: © Thomas Reimer – stock.adobe.com

Lesen Sie auch: Vermittlerbeschwerden rückläufig: Schlechte Beratungsqualität Fehlanzeige




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