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Deutsche unterschätzen Lebenshaltungskosten im Ruhestand
04. Juli 2018

Deutsche unterschätzen Lebenshaltungskosten im Ruhestand

Zwischen den Erwartungen und der finanziellen Realität des Lebens im Ruhestand klafft eine erhebliche Lücke. Diese weit verbreitete Theorie wird durch eine aktuelle Studie von Schroders bestätigt. Auch in Deutschland ist der Irrglaube der finanziellen Voraussetzungen im Ruhestand weit verbreitet.


Zwischen den Erwartungen und der finanziellen Realität des Lebens im Ruhestand klafft eine erhebliche Lücke. Diese weit verbreitete Theorie wird durch eine aktuelle Studie von Schroders bestätigt. Auch in Deutschland ist der Irrglaube der finanziellen Voraussetzungen im Ruhestand weit verbreitet.


Deutsche unterschätzen Lebenshaltungskosten im Ruhestand

Für die Schroders Global Investor Study 2018 wurden mehr als 22.000 Anleger aus 30 Ländern befragt. Weltweit gehen noch nicht im Ruhestand befindliche Befragte davon aus, dass sie durchschnittlich gut ein Drittel ihrer Ruhestandsbezüge für die Lebenshaltung ausgeben werden. Tatsächlich aber müssen Ruheständler dafür fast die Hälfte ihrer Einkünfte aufwenden. „Überall auf der Welt unterschätzen die Menschen, welchen Teil ihrer Ruhestandsbezüge sie für die Lebenshaltung werden aufwenden müssen und wie viel Geld sie für ein komfortables Leben im Ruhestand benötigen“, fasst Lesley-Ann Morgan, Global Head of Retirement bei Schroders, die Studienergebnisse zusammen.

Deutschland ebenfalls betroffen

Gerade in der gegenwärtigen Phase niedriger Renditen und anziehender Inflation bedeute diese Fehleinschätzung der Menschen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für ihren Wohlstand. Auch in Deutschland ist der Irrglaube der finanziellen Voraussetzungen im Ruhestand weit verbreitet: Die hierzulande befragten Personen erwarten, für die Lebenshaltung nur 38% ihrer Ruhestandsbezüge einsetzen zu müssen. In der Realität sind es jedoch 47%. Für andere Verwendungszwecke stehen somit weniger Mittel als geplant zur Verfügung.

Vor allem für 50plus ein Problem

Schroders verweist vor diesem Hintergrund darauf, dass vor allem Personen ab einem Alter von 55 Jahren, eine böse Überraschung erleben könnten, wenn sie sich zu viel von ihren Ruhestandsbezügen erwarten. Sie gehen weltweit davon aus, dass sie durchschnittlich 74% ihres aktuellen Gehalts benötigen werden, um im Ruhestand komfortabel zu leben. Bezogen auf Personen in Deutschland fällt diese Zahl mit 67% ihres aktuellen Gehalts etwas geringer. Tatsächlich aber erhalten Ruheständler weltweit aber nur durchschnittlich 61% ihres letzten Jahresgehalts. In Deutschland liegt der Wert bei 65%.

Auch Ruheständler sparen noch

Gleichzeitig ergab die Studie, dass Ruheständler auf der ganzen Welt weiter erhebliche Beträge 19% ihrer gesamten Altersersparnisse für die Geldanlage nutzen. In Deutschland legen Ruheständler 16% ihrer Altersersparnisse an. Diese relativ hohen Werte deuten darauf hin, dass sich Ruheständler der Rolle bewusst sind, die Anlagen bei der Vermehrung des Renteneinkommens spielen.

Rechtzeitig handeln

„Auch hierzulande zehren die Lebenskosten im Ruhestand mehr Einkommen auf als gedacht. Die Folge: Für andere Verwendungen wie Freizeit oder Hobbys steht weniger Geld als erwartet zur Verfügung“, warnt auch Charles Neus, Leiter Altersvorsorge-Lösungen bei der Schroder Investment Management GmbH. Um dem entgegenzuwirken, sei rechtzeitiges Handeln erforderlich. Investmentfonds sollten hierbei nicht fehlen, da insbesondere sie eine interessante Möglichkeit für Wertzuwächse bei überschaubarem Risiko bieten könnten, die einen finanziell sorgenfreien Ruhestand ermöglichen. (mh)






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