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20. April 2021
Die Deutschen und ihre Zusatzversicherungen
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Die Deutschen und ihre Zusatzversicherungen

Zahnzusatzversicherungen stehen bei den gesetzlich Krankenversicherten hoch im Kurs. Außerdem setzen sie bei der Anbieterwahl auf Altbewährtes, junge Menschen schauen eher auf Nachhaltigkeit. Das hat eine forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer ergeben.

Welche Zusatzversicherung bevorzugen die Deutschen? Das hat eine forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer Krankenversicherung erforscht. Die Antwort ist eindeutig: 77% der gesetzlich Krankenversicherten mit einer Zusatzversicherung haben eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Auch beliebt sind die stationäre Zusatzversicherung (37%), die Krankentagegeldversicherung (30%) und die Brillenversicherung (30%). Eher am unteren Ende der Skala rangieren Pflegezusatzversicherungen (15%), Heilpraktikerversicherungen (8%) oder die ambulante Zusatzversicherung (6%).

Jüngere Befragte unter 30 Jahren (66%) haben der Umfrage zufolge zudem seltener als ältere Befragte (77%) eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Frauen entscheiden sich mit 80% häufiger dafür als Männer (73%).

Hohe Zuzahlungen vermeiden

Und warum schließen die Deutschen eine Zusatzversicherung ab? Drei Viertel der Befragten wollen laut Umfrage damit hohe Zuzahlungen vermeiden. 44% möchten bessere Leistungen in Anspruch nehmen. Rund ein Viertel der Befragten ist der Ansicht, dass sich durch eine Zusatzversicherung die Qualität ihrer Behandlung verbessert.

Die meisten Befragten (34%) haben haben sich bei der Wahl einer Zusatzversicherung für den Anbieter entschieden, bei dem sie bereits andere Verträge abgeschlossen haben. 28% sind in Sachen Anbieterwahl Empfehlungen von Familie, Freunden oder Bekannten gefolgt. Knapp ein Viertel der Befragten hat sich bei der Anbieterwahl am günstigen Preis orientiert. Nur 7% der Befragten sind Empfehlungen im Internet gefolgt. Bei den unter 30-Jährigen spielten Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit 10% bei der Anbieterwahl eine wichtige Rolle, für alle anderen Altersgruppen hat dieses Kriterium keine Bedeutung.

Information und Beratung am liebsten vom Vermittler

Bei der Beratung ist der Vermittler gefragt: 43% der Befragten haben sich zur Zusatzversicherung von ihrem Versicherungsvermittler beraten lassen. Familie, Bekannte oder Freunde galten für 23%, die Website des Versicherers für 20% der Befragten als erste Informationsquelle. Jeweils 16% haben sich in einem Internet-Vergleichsportal oder in Testberichten kundig gemacht.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse reichen aus

Über die Zukunftspläne der gesetzlich Versicherten ohne Zusatzversicherung hat die forsa-Umfrage herausgefunden, dass die große Mehrheit derjenigen, die bisher keine Zusatzversicherung haben (83%), auch nicht plant, irgendeine abzuschließen. Die Gründe dafür sind eindeutig: Rund der Hälfte der Befragten (52%) ohne Zusatzversicherung reichen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse aus. 29% glauben, dass sie eine Zusatzversicherung zu selten in Anspruch nehmen würden, für 25% ist eine Zusatzversicherung einfach zu teuer. (ad)

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