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20. Oktober 2026
Ein Drittel mit eigener Finanzsituation unzufrieden
Ein Drittel mit eigener Finanzsituation unzufrieden

Ein Drittel mit eigener Finanzsituation unzufrieden

Finanzielle Freiheit heißt für die Mehrheit der Menschen, in allen Lebenslagen finanziell unabhängig zu sein. Rund die Hälfte möchte spätestens mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen. Doch ein Drittel zeigt sich mit der eigenen privaten Finanzsituation unzufrieden. Das zeigt der Financial Freedom Report 2026.

 

Ein Drittel mit eigener Finanzsituation unzufrieden

 

Für viele hierzulande gehören finanzielle Freiheit und der Wunsch nach Selbstbestimmung zusammen. Das zeigt der sechste Financial Freedom Report der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871), durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Civey und wissenschaftlich begleitet durch die Wirtschaftspsychologin Prof. Dr. Julia Pitters.

Für 61,8% heißt finanzielle Freiheit, in allen Lebenslagen finanziell unabhängig zu sein. Rund die Hälfte der Bevölkerung möchte außerdem spätestens mit 60 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Doch der Freiheitswunsch kann nicht immer mit der Realität mithalten. Ein Drittel zeigt sich mit der eigenen privaten Finanzsituation unzufrieden, während ebenfalls ein gutes Drittel beunruhigt oder mit Zukunftsängsten an Finanzen denkt.

„Finanzielle Freiheit beginnt nicht erst mit einem bestimmten Vermögen“

„Krisen verändern die Rahmenbedingungen unseres Lebens. Aber sie verändern offenbar viel weniger, was wir uns von Geld wünschen: Sicherheit, Unabhängigkeit und die Möglichkeit, selbst entscheiden zu können. Finanzielle Freiheit beginnt nicht erst mit einem bestimmten Vermögen. Entscheidend ist das Gefühl, heute und in Zukunft über echte Wahlmöglichkeiten zu verfügen“, so Prof. Dr. Julia Pitters, Professorin für Wirtschaftspsychologie.

Unterschiede zwischen den Altersgruppen

Des Weiteren gibt es zwischen den Altersgruppen deutliche Unterschiede. Bei den 50– bis 64-Jährigen etwa ist der Wunsch nach einem frühen Ruhestand besonders stark. Von ihnen würden 57,6% spätestens mit 60 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Zugleich stehen vor allem Menschen in der Lebensmitte finanziell unter Druck. Von den 40– bis 49-Jährigen sagen 46,9%, dass sie mit ihrer privaten Finanzlage unzufrieden sind. 55% sehen ihre Finanzen mit Beunruhigung oder Zukunftsängsten. Außerdem sind Familien mit Kindern überdurchschnittlich häufig unzufrieden mit ihrer finanziellen Situation (39,7%).

„Darf uns nicht kalt lassen“

„Dass die finanzielle Zufriedenheit im Land stagniert und vor allem Familien sowie die Generation in der Lebensmitte unter Druck stehen, darf uns nicht kalt lassen. Menschen möchten selbst entscheiden, wie sie leben und wann sie in Ruhestand gehen. Beratung kann helfen, aus diesen Wünschen realistische Schritte zu machen“, meint Dr. Klaus Math, Vorstand der LV 1871.

Was hilft, mehr Handlungsspielraum zu haben?

Die Lücke zwischen dem Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und der erlebten finanziellen Realität ist laut LV 1871 ein konkreter Ansatzpunkt für die Beratung: Makler können zusammen mit ihren Kunden klären und gemeinsam gestalten, was finanzielle Freiheit individuell bedeute, welche Versorgungslücken bestehen und wie sich daraus ein realistischer Plan für Einkommensschutz, Altersvorsorge und Familienabsicherung entwickeln lasse. (lg)

Über den Financial Freedom Report 2026

Für den Financial Freedom Report 2026 hat Civey im Auftrag der LV 1871 vom 03. bis 04.08.2026 insgesamt 2.500 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt. Die repräsentative Studie untersucht zum sechsten Mal in Folge das Verhältnis der Menschen zu Freiheit und Finanzen. Die Befragung umfasst Fragen zum subjektiven Freiheitsverständnis, zur Zufriedenheit mit der finanziellen Situation, zum Gefühlszustand beim Gedanken an die privaten Finanzen bis hin zum gewünschten Renteneintritt.

Der Financial Freedom Index wird seit 2022 anhand von drei unverändert erhobenen Fragen berechnet. Er zeigt, wie es um die finanzielle Freiheit in Deutschland bestellt ist. Die Skala reicht von 0 bis 100 Punkte und unterscheidet zwischen „Chaos“ (0 bis 20), „Normalität“ (20 bis 50), „Kontrolle“ (50 bis 80) und „Freiheit“ (80 bis 100).

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Grafik: © LV 1871