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Erfolgreiche Jungmaklerinnen – Was wurde aus Nazli Olgar?
26. Juni 2020

Erfolgreiche Jungmaklerinnen – Was wurde aus Nazli Olgar?

2020 wird der Jungmakler Award zehn Jahre alt. AssCompact wirft anlässlich des Jubiläums einen Blick auf die bisherigen Gewinner. 2015 war das Nazli Olgar. Im ersten Teil des Interviews mit der erfolgreichen Geschäftsfrau erzählt sie, wie man Kunden ganzheitlich betreut und wie sich ihr Leben geändert hat.


2020 wird der Jungmakler Award zehn Jahre alt. AssCompact wirft anlässlich des Jubiläums einen Blick auf die bisherigen Gewinner. 2015 war das Nazli Olgar. Im ersten Teil des Interviews mit der erfolgreichen Geschäftsfrau erzählt sie, wie man Kunden ganzheitlich betreut und wie sich ihr Leben geändert hat.


Erfolgreiche Jungmaklerinnen – Was wurde aus Nazli Olgar?
Frau Olgar, 2015 haben Sie Ihr Unternehmen Confidens Consulting & Management gegründet und noch im selben Jahr den Jungmakler Award errungen. Woher haben Sie die Energie und das Selbstvertrauen geschöpft, sich noch im Gründungsjahr auf den Wettbewerb einzulassen?

2015 war tatsächlich ein ganz besonderes Jahr für mich! Mit der Gründung meines eigenen Unternehmens konnte ich mir einen schon seit Langem gehegten Traum erfüllen. Ich denke, wenn man für eine Sache „brennt“, dann entfesselt das unglaubliche Energien und beflügelt einen in allem, was man in Angriff nimmt und umsetzen will. Ich war immer schon ein eher ehrgeiziger und fleißiger Mensch und habe praktisch von klein auf Aufgaben übernommen und mich für eine Sache eingesetzt. So war es mir möglich, meine Stärken und Schwächen schon früh zu erkennen und zuverlässig auszuloten, in welchen Bereichen ich wirklich gut bin und meine Fähigkeiten mit Spaß und Freude für meine Kunden am Besten einsetzen kann. Zudem wusste ich, dass die Ausrichtung meines Unternehmens etwas Besonderes in unserer Branche darstellt und vielen Mandanten dabei helfen kann, ihre finanziellen Ziele zuverlässig und schneller zu erreichen.

Nun sind bereits wieder fünf Jahre vergangen, in denen Sie sich als Unternehmerin beweisen konnten. Was war seit dem Gewinn des Jungmakler Awards die größte Veränderung in Ihrem Leben? 

Mein Leben hat sich in den vergangenen Jahren wirklich stark verändert – in einer für mich wunderbaren Art und Weise. Ich hatte zunächst neben meinem großen unternehmerischen Erfolg das unfassbare Glück, die Liebe meines Lebens zu finden. Mein heutiger Ehemann unterstützt und begleitet mich bei meinen Vorhaben und das gilt natürlich auch umgekehrt, wir ergänzen uns einfach sehr gut. Im Januar sind wir dann stolze Eltern eines gesunden Jungen geworden, was unseren Alltag natürlich noch mal sehr verändert hat. Bis kurz vor der Geburt war ich auch weiterhin für meine Mandanten da und dank der gemeinsamen Bewältigung unserer neuen Aufgaben als Eltern, ist es mir bereits wenige Wochen nachdem unser Sohn auf die Welt gekommen ist wieder möglich gewesen, meine unternehmerische Tätigkeit weiter zu verfolgen. Es erstaunt mich immer wieder aufs Neue, was ein gutes und eingespieltes Team alles erreichen und bewältigen kann. An dieser Stelle muss ich aber noch hinzufügen, dass unser Sohn zum Glück ein sehr ausgeglichenes und pflegeleichtes Kind ist. Dafür bin ich sehr dankbar, denn mir ist durchaus bewusst, dass auch das keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Im Interview anlässlich Ihres Siegs erzählten Sie, dass Sie vor urzem den Kaufvertrag für Ihre Geschäftsräume im Gewa-Tower in Stuttgart unterzeichnet hätten. Der Plan war jedoch, von hier aus bundesweit zu betreuen und zu beraten. Wie hat sich dieses Vorhaben seitdem entwickelt? Wird Ihnen der Turm schon zu eng?

Das Leben ist voller Überraschungen und leider sind sie nicht immer gut. Unsere Pläne, im Gewa-Tower geschäftliche und private Räumlichkeiten zu kombinieren, haben sich bedauerlicher Weise mit der Insolvenz des Bauträgers in Luft aufgelöst. Zum Glück bekamen die Käufer der im Gewa-Tower geplanten Eigentumseinheiten die Möglichkeit, Ihre Anteile an den vom Insolvenzverwalter gefundenen Investor zu verkaufen; und dank meiner beruflichen Kenntnisse und Kontakte war es uns auch schnell möglich, uns auf die neue Situation einzustellen und tragfähige Alternativen zu finden. Inzwischen haben mein Mann und ich die Entscheidung getroffen, Privatleben und Beruf räumlich zu trennen. Noch vor der Geburt unseres Sohnes konnten wir dann auch eine wunderschöne Penthouse-Wohnung am Stuttgarter Killesberg beziehen. Die Geschäftsräume verbleiben zunächst noch am Bülowbogen in Stuttgart. Geplant ist allerdings eine Verlegung unserer Geschäftsräumlichkeiten in den sich gerade noch im Bau befindlichen Porsche Design Tower. Dieser Tower wird derzeit am Pragsattel erstellt; es soll eines der höchsten Gebäude Stuttgarts werden und unter anderem ein Luxus Hotel sowie Büroräumlichkeiten beherbergen. Das wäre das perfekte Domizil für Confidens Consulting & Management. Zudem befinde ich mich derzeit in Verhandlungen mit diversen Unternehmen in Frankfurt mit dem Ziel, dort ebenfalls eine Niederlassung unseres Unternehmens zu eröffnen.

Immer wieder hört man, wie wichtig es ist, seine Kunden zu kennen. 
Viele Makler besetzen deshalb mit ihrem Unternehmen auch Nischen. Sie je Zoch bieten Betreuung für „Privat- und Geschäftskunden aller Couleur“ an. Wie fahren Sie mit diesem Ansatz?

Sehr gut! Und wir haben die Absicht, diesem Ansatz des ganzheitlichen „Financial Planning“ absolut treu zu bleiben. Die Erfahrung der letzten fünf Jahre hat uns gezeigt, dass viele Mandanten genau danach auf der Suche sind und unsere umfassende Expertise sehr zu schätzen wissen. Unsere Mandanten finden zu allen Themen, die sie bewegen, in uns einen kompetenten Ansprechpartner, nicht zuletzt auch aufgrund unseres Netzwerks an Spezialisten, das die Möglichkeit bietet, auf eine große Bandbreite an Fach- und Spezialwissen zurückzugreifen. Es hat sich zudem auch gezeigt, dass gerade bei Selbstständigen und Familienunternehmen eine Trennung zwischen privater und beruflicher Finanzplanung wenig Sinn ergibt. Gerade hier sollte alles „Hand in Hand“ gehen.

Wenn Sie einen neuen Kunden im Beratungsgespräch begrüßen dürfen, müssen Sie sich auf eine nahezu fremde Person einstellen. Wie strukturieren Sie derart umfangreiche Beratungsgespräche, um weder die Bedürfnisse Ihrer Kunden noch die Konzentration auf das Wesentliche zu verlieren?

Meiner Erfahrung nach ist es das oberste Gebot, den Mandanten aufmerksam und konzentriert zuzuhören und sich von Anfang an darum zu bemühen, alle Anliegen und Bedürfnisse der jeweiligen Mandanten zu erfassen. Der Versuchung, Rückschlüsse zu ziehen oder vorschnell mit vermeintlichen aber noch nicht wirklich durchdachten und nicht auf den Mandanten zugeschnittenen Lösungen oder Vorschlägen aufzuwarten, muss ebenfalls unbedingt widerstanden werden. Zunächst geht es einfach darum, die aktuelle Situation des Mandanten zu ermitteln und seine Ziele zu erfahren bzw. diese gemeinsam mit ihm auszuarbeiten. In der Folge verstehen wir es dann als unsere Aufgabe, passgenaue Wege aufzuzeigen, wie und wann die gesteckten Ziele erreicht werden können und konkrete Lösungen dafür zu vermitteln. Das braucht natürlich seine Zeit, die wir uns aber sehr gerne für unsere Mandanten nehmen. Aufgrund langer Berufserfahrung und einer sehr guten und breit gefächerten Ausbildung sowie dem verfügbaren Fachwissen gelingt es uns, unsere Mandanten nicht nur zufrieden zu stellen, sondern oft regelrecht zu begeistern. Daraus wiederum resultiert dankenswerterweise die Weiterempfehlung unserer Mandanten, die uns dabei hilft, gesund zu wachsen.

Bild: © Nazli Olgar

Der zweite Teil des Interviews erscheint in den kommenden Tagen auf asscompact.de.

Weitere Informationen:

Endspurt: Junge Makler können mit einer Anmeldung bis zum 15.07.2020 unter jungmakler.de noch beim diesjährigen Jungmakler Award dabei sein und unter anderem von einem individuellen Coaching von Steffen Ritter profitieren.






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