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13. Mai 2026
Europace: Neubaupreise steigen wieder

Europace: Neubaupreise steigen wieder

Der Hauspreis-Index EPX des Europace Finanzierungsmarktplatzes zeigt im April 2026 eine deutliche Dynamik im Neubau. So haben die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,99% zugelegt, was den stärksten monatlichen Zuwachs aller Segmente bedeutet.

Die Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite Europace hat neue Daten des Hauspreis-Index EPX veröffentlicht. Der Index basiert auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungs-Transaktionsdaten des Europace Finanzierungsmarktplatzes. Im April ist der Gesamtindex um 0,42% auf 221,58 Punkte gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einer Zunahme von 1,91%. Laut Europace hält somit der Aufwärtstrend an, der sich im Vormonat erstmals abgezeichnet hatte. 

Comeback im Neubau 

War bei den Preisen für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zuletzt lediglich eine verhalten stabile Entwicklung zu beobachten (AssCompact berichtete), ist nun eine spürbare Dynamik erkennbar. Die Preise legten im April um 0,99% zu, was den stärksten monatlichen Zuwachs aller Segmente darstellt. Der Index klettert auf 243,75 Punkte, im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 2,40%.

Preise für Eigentumswohnungen legen ebenfalls zu 

Auch die Preise für Eigentumswohnungen sind im April abermals gestiegen, und zwar um 0,32%. Der Index steht bei 219,96 Punkten. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 1,73%, wobei der Aufwärtstrend etwas an Fahrt verliert. 

Preise für Bestandshäuser geben leicht nach

Bei den Preisen für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser ist indes ein leichter Rückgang um 0,15% zu beobachten. Der Index sinkt im April auf 201,04 Punkte. Im Jahresvergleich bleibt dennoch ein Plus von 1,52%. Der Markt zeige sich damit insgesamt stabil, aber zunehmend uneinheitlich, heißt es von den Experten von Europace. „Der Immobilienmarkt meldet sich mit einer deutlichen Dynamik im Neubau“, erklärt Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace. 

„Die Preisentwicklung resultiert auch aus deutlich gestiegenen Bauleistungspreisen (3,3% zum Vorjahresquartal) und ist ein Symptom der gegenwärtigen globalen Krisen. Zusätzlich sahen wir bereits im März einen deutlich erhöhten Nachfragedruck als Reaktion auf den Zinsanstieg.“ „Es zeigt sich, dass der Markt erwartungsgemäß differenziert. Die Nachfrage konzentriert sich auf verfügbare Bestandsimmobilien, während die Baukosten den Neubau weiterhin bremsen. Für 2026 bedeutet das: Der Aufwärtstrend ist da, er bleibt moderat und stark segmentabhängig“, so Münter weiter. (tik)

Weitere aktuelle Meldungen rund um Immobilien und Baufinanzierung finden Sie in unserer Rubrik „Immobilien“.