Fitch glaubt, dass die Kapitalausstattung der VBL weiter stark sein wird, sowohl auf Basis der Risiko basierten Analyse der Agentur als auch aus Sicht der aufsichtsrechtlichen Solvabilität. Das starke Wachstum der VBL hielt auch 2011 an. Während der deutsche Lebensversicherungsmarkt 2011 einen Rückgang der GBB um 4,6% hinnehmen musste, stieg die Prämieneinnahme der VBL um 7% an. Der Rückgang im Markt war geprägt von dem um 17,4% rückläufigen Einmalbeitragsgeschäft, von dem die VBL nicht so stark abhängt wie der Markt. Allerdings ist 2011 das Einmalbeitragsgeschäft der VBL um 12,2% angestiegen.
Die VBL verfügt weiterhin über starke operative Cash Flows, welche das Liquiditätsrisiko verringern. Kosten- und Risikoüberschüsse sind beständig stark. Die Verwaltungskostenquote lag 2011 bei 2,0%, die Abschlusskostenquote bei 4,9% – beide Quoten lagen unter dem Marktdurchschnitt von 2,4% und 5,0%. Fitch erwartet, dass die Verwaltungskostenquote der VBL auch 2012 besser als die des Marktes sein wird. Die Produkte der VBL werden in erster Linie über freie Vermittler, Makler und Vertriebsorganisationen verkauft. Die VBL betreibt ihr Geschäft ausschließlich in Deutschland.
Auf Basis des aktuellen Niveaus sieht Fitch eine Heraufstufung des Ratings in naher Zukunft als unwahrscheinlich an, weil die geringe geographische und vertriebsseitige Diversifikation die Ratingentwicklung einengt. Faktoren, die zu einer Herabstufung des Ratings führen können, sind unter anderem eine Verschlechterung der Kapitalausstattung mit einer Solvabilitätsquote von unter 170%, eine geschwächte Marktposition sowie ein deutlicher Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge.
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