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30. September 2026
GDV veröffentlicht neue Typklassenstatistik
GDV veröffentlicht neue Typklassenstatistik

GDV veröffentlicht neue Typklassenstatistik

Der GDV hat die neuen Typklassen für die Kfz-Versicherung veröffentlicht. In der Haftpflichtversicherung ändern sie sich für etwa 12 Millionen Autofahrer. Die Typklasse bildet die Schadenbilanzen fast aller in Deutschland zugelassenen Automodelle ab.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat nach den neu berechneten Regionalklassen nun auch die aktuelle Typklassenstatistik veröffentlicht. Die Typklasse ist eine Einstufung, die zeigt, wie viele und wie teure Schäden mit einem Automodell im Vergleich zu anderen Modellen verursacht werden. Die Statistik des GDV bildet beinahe alle in Deutschland zugelassene Modelle ab. Es gibt sie für die Haftplicht- und für die Kaskoversicherung. Die diesjährige Einstufung umfasst die Schadenbilanzen der Jahre 2023 bis 2025.

7,4 Millionen Autofahrer mit höherer Einstufung

Eine Änderung ergibt sich dieses Jahr für mehr als 12 Millionen Autofahrer, heißt es vom GDV. „Rund 7,4 Millionen Autofahrende werden in eine höhere und rund 5,1 Millionen in eine niedrigere Typklasse eingestuft“, erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Für die übrigen fast 20 Millionen – insgesamt 71% aller Autofahrerinnen und Autofahrer – ändert sich in der Einstufung für die Kfz-Haftpflichtversicherung nichts.“

In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind Schäden maßgeblich, die bei Dritten verursacht werden. Als Beispiele nennt der Branchenverband Auffahrunfälle, Parkrempler aber auch größere Verkehrsunfälle. In der Teil- und Vollkaskoversicherung geht es um Schäden am eigenen Auto, etwa durch Autodiebstahl, Wildunfälle, Hagel oder Sturm; in der Vollkaskoversicherung kommen noch selbstverschuldete Unfälle dazu.

Für die Schadenbilanzen in den Kaskoversicherungen spielen daher auch Wiederbeschaffungswert, Reparaturkosten und Ersatzteilpreise des jeweiligen Modells eine Rolle.

Kleinere Modelle oft mit niedrigerer Einstufung

So sind viele Kleinwagen, beispielsweise die Modelle Fiat Panda, Renault Twingo und VW Polo vergleichsweise günstig zu reparieren und haben daher oft niedrige Kasko-Typklassen. Hochwertige Geländewagen, Sportwagen oder Oberklassemodelle sind häufig teurer in der Reparatur und daher hoher eingestuft. Beispiele sind Modelle aus den Baureihen Porsche Panamera, Land Rover Range Rover oder Toyota Land Cruiser. In der Haftpflichtversicherung gibt es insgesamt 16 Typklassen (10–25), in der Vollkasko 25 (10–34) und in der Teilkasko 24 (10–33).

Diese Modelle wurden höher eingestuft

Größere Bewegungen gibt es nur selten. Häufig geht es für die Automodelle nur ein oder zwei Klassen nach unten oder oben, heißt es vom GDV. Zwei Klassen höher eingestuft als im Vorjahr hat der GDV dieses Jahr in der Haftpflichtversicherung beispielsweise die Modelle Škoda RAPID 1.2, BMW 330D TOURING XDRIVE und Citroen C4 1.2. Eine niedrigere Einstufung als im Vorjahr erhalten unter anderem die Modelle Seat TOLEDO 1.2, Volvo XC60 T8 HYBRID AWD und VW T7 MULTIVAN 2.0 TDI.

Typklasse nicht maßgeblich für Versicherungsbeitrag

Die Typklassenstatistik ist für Kfz-Versicherer unverbindlich, kann aber ab sofort für Neuverträge und bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr angewendet werden. Eine Aussage über den Versicherungsbeitrag allein lässt sich durch eine Veränderung der Typklasse allerdings nicht treffen, da eine Versicherungsprämie von vielen Faktoren abhängig ist, betont der GDV. (js)

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