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5. Januar 2022
Gefahr von Immobilienblasen wächst regional

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Gefahr von Immobilienblasen wächst regional

In einigen Regionen hierzulande steigt das Risiko einer Immobilienblase. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die die Immobilienpreisentwicklung in 114 deutschen Großstädten beleuchtet hat.

Die Immobilienpreise in Deutschland legen auch in der Pandemie weiter zu. In immer mehr Regionen und Marktsegmenten sind spekulative Übertreibungen zu beobachten. Dies betrifft vor allem Eigentumswohnungen und Baugrundstücke in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München. So lautet das Fazit einer aktuellen Studie der Immobilienökonomen Konstantin Kholodilin und Claus Michelsen, die im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erschienen ist. „Die Zeichen mehren sich, dass die Wohnungspreise in einigen Städten und Marktsegmenten nicht mehr allein durch die Entwicklung der Mieten und die niedrigen Zinsen zu erklären sind“, sagt Kholodilin, Wissenschaftler in der Abteilung Makroökonomie des DIW Berlin.

Preisentwicklung in 114 Großstädten unter der Lupe

Für die Analyse haben die beiden Ökonomen auf Grundlage von Daten des Immobilienverbandes IVD die Entwicklung in den 114 größten deutschen Städten mit mindestens 50.000 Einwohnern beleuchtet. Dabei berücksichtigten sie nicht nur die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Eigenheime, sondern auch die Mieten. Während die Kaufpreise für Wohneigentum 2021 im Schnitt um 9% stiegen, legten die Mieten nur etwa halb so stark zu. In den vergangenen zehn Jahren betrug der Anstieg der Mieten 50%, wohingegen sich der Preis von Eigentumswohnungen in etwa verdoppelte. Da Immobilienpreise langfristig an die Entwicklung von Mieterträgen und damit an die allgemeine Einkommensentwicklung gebunden sein sollten, deutet den Ökonomen zufolge eine zunehmende Diskrepanz zwischen Mieten und Kaufpreisen auf Spekulationsblasen hin.

Statistische Tests ergeben explosive Muster in der Preisentwicklung

Tatsächlich ermitteln spezielle statistische Tests, die die Studienautoren durchgeführt haben, vielerorts explosive Muster in der Preisentwicklung. Dies gilt in Bezug auf Baugrundstücke, Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Reihenhäuser für alle Typen von Großstädten, also sowohl für international bedeutende Metropolen, also A-Standorte, als auch für kleinere Städte mit lediglich regionaler Bedeutung (D-Standorte). In den großen Metropolen wie Berlin, Hamburg und München folge laut Studie sogar das Preis-Miet-Verhältnis einem explosiven Muster – in kleineren Städten sei es jedoch noch einigermaßen intakt.

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