Im Jahr 2025 verbuchte die deutsche Versicherungswirtschaft 254 Mrd. Euro Beitragseinnahmen – das ist laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) mitten in einer schwachen Konjunktur ein Plus von 6,6%. Gleichzeitig habe sich unter der Oberfläche mehr verändert als in den fünf Jahren davor, heißt es von der Personalberatung Schuckart Consulting. Das Berliner Unternehmen hat aktuell den Gehaltsreport „Versicherungen 25/26“ herausgebracht, der zeigt, was das für Gehälter, Karrieren und Personalentscheidungen bedeutet. Darin geht Schuckart Consulting, das auf Headhunting und Executive Search für die Versicherungsbranche spezialisiert ist, unter anderem auf das Thema Gehälter in der Versicherungsbranche ein. „Gehälter steigen, aber nicht für alle gleich“, heißt es in dem Report. Der Tarifabschluss von AGV und ver.di bringt dem Innendienst 8,3% mehr Gehalt in 26 Monaten. Außertariflich öffne sich Schuckart Consulting nach die Schere jedoch weiter.
Report zeigt Gehaltsspannen für über 35 Rollen
Der Gehaltsreport „Versicherungen 25/26“ zeigt Gehaltsspannen für über 35 Rollen – sozusagen Berufsgruppen in der Branche –, differenziert nach Arbeitgebertyp und Region. Schuckart Consulting ordnet nach eigenen Angaben darin ein, wo die Stellen tatsächlich sind, was die Generationen wollen, wie ein Prozess aussehen muss, damit die besten Leute nicht abspringen, und was Vorstände, Personalverantwortliche und Kandidaten daraus ableiten sollten – als „Arbeitsdokument für Entscheidungen“, wie es heißt.
Gehaltsstruktur im Überblick: Was 2026 in der Branche gezahlt wird
Grafik Gehaltsspannen: © Schuckart Consulting GmbH
Der Report gibt u. a. einen Überblick über Marktspannen für Fixgehälter brutto pro Jahr in Deutschland. Die Grundlage dafür liefern Gespräche von Schuckart Consulting aus den letzten zwölf Monaten. Abgeglichen wurden sie mit Tarifabschluss, Destatis, gehalt.de, Stepstone und Glassdoor. Ein Ergebnis: Gegenüber 2025 sind die Spannen im Schnitt um 5 bis 8% nach oben geklettert, am oberen Ende allerdings stärker als am unteren, wie das Unternehmen ermittelt hat.
So steht es um die Gehaltsspannen in der Branche
Im Vergleich zum Jahr 2025 werden die größten Sprünge in der Firmenkundenbetreuung Außendienst und im Underwriting ausgemacht. Dort habe der Wettbewerb um erfahrene Profile die Obergrenzen nach oben geschoben.
Sachbearbeitung und Versicherungsfachkräfte profitieren fast ausschließlich vom Tarif, heißt es. Beschäftigte im Bereich Sachbearbeitung Versicherung liegen der Analyse zufolge beim Einstieg zwischen 42.000 und 52.000 Euro, im Bereich Professionals (drei bis acht Jahre) steigt das Gehalt auf 52.000 bis 68.000 Euro. In der Position Senior bzw. Lead bekommen sie der Analyse nach dann zwischen 65.000 und 75.000 Euro. Versicherungsfachkräfte bekommen als Einsteiger zwischen 47.000 und 58.000 Euro, als Professionals zwischen 63.000 und 80.000 Euro und in Senior bzw. Lead Positionen zwischen 80.000 und 90.000 Euro.
Eine Abteilungsleitung hingegen steigt aktuell mit 80.000 bis 95.000 Euro ein, bekommt als Professional zwischen 95.000 und 140.00 Euro und schließlich als Senior bzw. Lead zwischen140.000 und 170.000 Euro. Die Abteilungsleitung sei aber auch die Rolle mit der größten Streuung: Größe des Hauses, Tarifbindung und Ergebnisverantwortung entscheiden über 50.000 Euro Unterschied, so das Unternehmen.
Über Schuckart Consulting
Die Schuckart Consulting GmbH ist als Personalberatung auf Headhunting und Executive Search für die Versicherungsbranche spezialisiert. Der Gehaltsreport „Versicherungen 25/26“ beruht auf ihrer täglichen Arbeit mit Unternehmen und Fach- und Führungskräften der Assekuranz. Unter anderem enthält der Report: Über 35 Rollen im Gehaltsvergleich, Tarif, Vorstands- und Geschäftsführungsvergütung, Marktlage, Prozesse und Gehaltsprognose 2027. Der 51-seitige Report mit weiteren Informationen und den vollständigen Zahlen und Daten kann auf der Website von Schuckart Consulting heruntergeladen werden.
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