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29. September 2021
Hochwasser: Versicherer haben bereits 1,5 Mrd. Euro ausgezahlt

Hochwasser: Versicherer haben bereits 1,5 Mrd. Euro ausgezahlt

Rund zwei Monate nach der Flutkatastrophe haben Versicherte bereits 1,5 Mrd. Euro von den Gesellschaften erhalten. Wie der GDV weiter mitteilt, waren bundesweit über 16.000 Mitarbeiter von Versicherern und Vermittler im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen.

Vor rund zwei Monaten sorgte die Hochwasserkatastrophe an Ahr, Erft und anderen Regionen Deutschlands für verheerende Schäden. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Versicherungswirtschaft inzwischen schon erhebliche Gelder an Versicherte geleistet. „Wir haben mehr als ein Fünftel der Schadensumme unserer Kunden bereits bezahlt, etwa 1,5 Mrd. Euro“, erklärt der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Davon ging gut 1 Mrd. Euro an private Haushalte für Schäden an Wohngebäuden, Hausrat und Kraftfahrzeugen sowie knapp eine halbe Milliarde Euro an Gewerbetreibende.“

Kunden in Nordrhein-Westfalen haben bislang über 900 Mio. Euro erhalten, in Rheinland-Pfalz rund 500 Mio. Euro. Die übrigen Beträge gingen in weitere Bundesländer, insbesondere nach Bayern und Sachsen.

GDV geht von rund 250.000 versicherten Schäden aus

Die Angaben stammen aus einer aktualisierten GDV-Statistik zum Stand der Schadenregulierung nach Tief „Bernd“, das vom 13. bis 18. Juli vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch in Bayern und Sachsen für immense Verwüstungen sorgte. Es ist die bis heute verheerendste Naturkatastrophe in Deutschland. Der GDV rechnet aktuell mit 250.000 versicherten Schäden und einem Schadenaufwand von rund 7 Mrd. Euro.

Über 16.000 Versicherungsmitarbeiter und Vermittler im Einsatz

„Deutschlandweit waren mehr als 16.000 Mitarbeiter der Versicherer und Versicherungsvermittler im Einsatz, um den Menschen in den Überschwemmungsgebieten zu helfen“, sagte Asmussen. Hinzu kämen an die 2.500 externe Kräfte, darunter Gutachter.

„Unsere Arbeit geht bei solchen Katastrophen weit über die reine Begutachtung und Regulierung von Schäden hinaus. Versicherer sind für die häufig traumatisierten Menschen oft erste Ansprechpartner“, so Asmussen weiter. Die Versicherer hätten zudem praktische Hilfe bei den Aufräumarbeiten gegeben, Handwerker, Trocknungsgeräte, Hochdruckreiniger und Baumaterial für ihre Kunden organisiert und über das weitere Vorgehen beraten. Außerdem wurden Vorschüsse ausbezahlt, damit die Menschen nötigste Dinge wie Kleidung und Lebensmittel kaufen konnten. (tk)

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Bild: © GDV