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18. Juli 2018
IGVM: „Beraten zukünftig nur noch Verbraucherschutz-Organisationen?“

IGVM: „Beraten zukünftig nur noch Verbraucherschutz-Organisationen?“

Laut aktueller DIHK-Statistik schrumpft die Anzahl der Versicherungsvermittler weiter. IGVM-Vorstand Peter J. O. Bartz nimmt dies zum Anlass, auf Facebook die immer schärferen „Gängeleien“ gegen Vermittler zu kritisieren und meint: „Finger weg von einer Einflussnahme auf Vermittlervergütungen.“

„Werden zukünftig nur noch Verbraucherschutz-Organisationen über Versorgung, Vorsorge – Daseinsvorsorge beraten?“ fragt sich Peter J. O. Bartz, zweiter stellvertretender Vorsitzender der IGVM e. V. auf Facebook. Er reagiert damit auf die aktuelle DIHK-Statistik: Immer weniger Versicherungsvermittler sind demnach im Vermittlerregister eingetragen. Der IGVM geht davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren noch weiter verstärken wird.

Kritik an Politikern und Verbraucherschützern

Schuld gibt Bartz in seinem Facebook-Post unter anderem Politikern, die sich immer mehr als verlängerter Arm der Verbraucherschutz-Organisationen verstehen und mit immer schärferen Gängeleien einen der wichtigsten Berufsstände für die Beratung allmählich zu Grabe trügen. Mit deutlichen Worten äußert er sich zu den Verbraucherschutz-Organisationen. Er schreibt: „Es ist [...] unerträglich haarsträubend, was diese mit Millionen Euro jährlich geförderten Organisationen an wissensfremden Informationen zum gesamten Versorgungs-, Vorsorge- als auch Anlagekomplex von sich geben.“ Bartz kritisiert, dass die Stundensätze trotz staatlicher Zuschüsse über 100 Euro lägen und die Organisationen für ihre Beratungen nicht haften müssten.

Forderung nach Paradigmenwechsel

Anders sei dies bei Versicherungsmaklern und Versicherungsberatern: Aufwendige Analysen seien die Beratungsgrundlage, die Haftung treffe sie voll. Dafür gebe es die Pflichtversicherung, viele Makler hätten aber im Interesse ihrer Kunden höhere Deckungssummen als gesetzlich vorgeschrieben abgeschlossen. Wenn nun der Gesetzgeber neben den bereits herausfordernden Regulierungsmaßnahmen und dem demografischen Faktor auf die Vergütung der Vermittler Einfluss nehmen wolle – das Bundesfinanzministerium empfiehlt in seinem LVRG-Prüfbericht einen Provisionsdeckel –, führe dies dazu, dass die Anzahl der Vermittler weiter sinke. Bartz ruft deshalb zu einem Paradigmenwechsel in der Politik auf, bevor niemand mehr da sei, der die Vorsorgeberatung der Bürger sicherstelle. (bh)

Lesen Sie auch: Zahl der Versicherungsvermittler in Deutschland schrumpft erneut

 

Leserkommentare

Gespeichert von Wilfried Strassnig am 19. Juli 2018 - 15:16

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Dasselbe habe ich schon zigmal gefordert, auch angeregt a l l e Bundestagsabgeordneten von allen Maklern im Wahlkreis zu informieren. Wohl ohne Resonanz, deshalb geht es ween grober Unwissenheit immer weiter nach gewohntem Raster. Wer aber nicht fest am Boden der Realität steht handelt wie derjenige der sein Haus schräg baut und halt dann abstützt. Niemand ist offensichtlich an der besten Lösung für den Bürger interessiert.
Dieser Verein-VBS- ist wie die blind folgenden Medien und Politiker so voll daneben und verhindert geradezu mit seinen ständigen, jeder seriösen Grundlage entbehrenden Veröffentlichungen, dass der Bürger für das Alter vorsorgt. Ich werde es wohl nie verstehen, weshalb so einfache Sachverhalte in einem Round Table Gespräch von Politikern, Verbraucherschützern, den vergötterten Honorarberatern und Maklern nicht sofort, wenn notwendig 1 x monatlich, geklärt werden. Nach dem 3. Vollblödsinn durch Verbraucherschützer wird ja auch der Beratungsresistentete Politiker erkennen, was Sache ist. Der Staat kann und wird die Versorgung nicht schaffen, jetzt auch noch Makler, die als einzige den gesamten Markt anbieten und für das Beste Produkt Volkswirtschaftlichen Frondienst leisten und auch noch voll dafür haften zu behindern, ist für die Zukunft vieler Bürger unverantwortlich. Wer wendet Schaden vom Volk per Eid ab? Aktuell mit dieser Politik die Regierung und die EU sicher nicht! Ich mache ja auch nicht die Qualität eines Politikers an der Erhöhung für die gestiegenen Kosten (Digitales) der Parteien fest. Im Gegensatz zur Meinung des Volkes könnten diese sogar mehr verdienen (allerdings finde ich das Verhalten der Kroatischen Präsidentin nachahmenswert), Voraussetzung ist allerdings zukunftsfähige Politik für den Bürger und nicht für wenige Absahner.