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Jeder Dritte fühlt sich bei Online-Versicherung besser informiert
22. Mai 2019

Jeder Dritte fühlt sich bei Online-Versicherung besser informiert

Während Online-Banking für die meisten bereits zum Alltag gerhört, zeigt sich beim Thema Online-Versicherung noch Zurückhaltung unter den Bundesbürgern. Laut einer Bitkom-Umfrage sind aber gerade Jüngere offen dafür. Bei der Frage nach der Qualität der Beratung gehen die Meinungen auseinander.


Während Online-Banking für die meisten bereits zum Alltag gerhört, zeigt sich beim Thema Online-Versicherung noch Zurückhaltung unter den Bundesbürgern. Laut einer Bitkom-Umfrage sind aber gerade Jüngere offen dafür. Bei der Frage nach der Qualität der Beratung gehen die Meinungen auseinander.


Jeder Dritte fühlt sich bei Online-Versicherung besser informiert

70% der Deutschen ab 16 Jahren erledigen mittlerweile ihre Bankgeschäfte online. Vor einem Jahr betrug der Anteil erst 62%, wie aus einer aktuellen Befragung des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. Demnach ist für die große Mehrheit der Bundesbürger Online-Banking inzwischen schon selbstverständlich. Lediglich unter den Senioren ab 65 Jahren hat sich Online-Banking im Vergleich zu anderen Altersgruppen noch nicht so deutlich durchgesetzt.

Digitale Angebote genauso wichtig wie persönliche Beratung

Erstmals haben digitale Angebote für Kunden bei der Auswahl ihrer Bank genauso viel Bedeutung wie persönliche Beratung. So geben zwei Drittel der Bundesbürgern (67%) an, ihnen seien digitale Angebote wie Online-Banking oder Banking-Apps wichtig bei der Entscheidung für einen Anbieter. Vor einem Jahr waren es mit 57% noch deutlich weniger.

 

Jeder Dritte fühlt sich bei Online-Versicherung besser informiert

 

Zugleich verliert die persönliche Beratung am Schalter an Bedeutung. Gegenüber 73% im Vorjahr sagen nun nur noch 67%, die persönliche Beratung sei entscheidend. Insgesamt zählen für Kunden digitale Angebote mehr als viele schnell erreichbare Bankfilialen oder eine bekannte Marke.

Bei Online-Versicherung noch mehr Zurückhaltung als beim Online-Banking

„Etwas zurückhaltender als beim Online-Banking sind die Bundesbürger noch beim Online-Abschluss einer Versicherung,“ erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. Der Umfrage zufolge hat erst jeder Zweite (51%) schon einmal eine Versicherung online abgeschlossen. 16% der Befragten können sich dies für die Zukunft vorstellen.

Vor allem Jüngere aufgeschlossen für Online-Abschluss

Anders sieht es bei der jüngeren Generation aus, die dem Online-Abschluss von Versicherungen deutlich offener gegenüber steht. So haben zwei Drittel (65%) der 16- bis 29-Jährigen schon einmal online eine Police abgeschlossen. Weitere 14% können es sich für die Zukunft vorstellen. „Viele Versicherungen sind heute anders als klassische Bankgeschäfte noch kompliziert und beratungsintensiv. Wir erleben aber gerade einen Trend zu verständlichen, einfacher aufgebauten Versicherungen, die zum Beispiel statt langer Laufzeiten ein Risiko on-demand für wenige Tagen oder Wochen absichern“, meint Berg. Je einfacher und übersichtlicher die Policen gestaltet seien, umso mehr werde sich der Trend zur Online-Versicherung verstärken, ist Berg überzeugt.

Qualität der Beratung: Die Meinungen klaffen auseinander

Bei der Fragen nach den Gründen, die für bzw. gegen den Online-Abschluss einer Versicherung sprechen, sind die Bundesbürger vor allem bei der Qualität der Beratung geteilter Meinung. So sagen 57% derjenigen Befragten, die sich nicht vorstellen können, online eine Versicherung abzuschließen, eine ausführliche Beratung mit konkreten Antworten im persönlichen Gespräch würde gegen eine Online-Versicherung sprechen. 49% halten die Information face-to-face für besser.

 

Jeder Dritte fühlt sich bei Online-Versicherung besser informiert

 

Auf der anderen Seite geben 30% derjenigen an, die sich vorstellen können, online eine Versicherung abzuschließen oder dies bereits getan haben, dass sie sich online besser informiert fühlen. In dieser Gruppe meinen 39%: „Berater verkaufen Dinge, die ich nicht brauche oder die zu teuer sind.“

Zusammenwachsen von Online-Banking und Online-Versicherung

Laut Bitkom könnten Online-Banking und Online-Versicherungen künftig enger zusammenrücken. Denn jeder zweite Online-Banking-Nutzer (49%) ist offen dafür, seine Versicherungsangelegenheiten künftig direkt auf der Online-Banking-Seite seiner Bank oder Sparkasse zu erledigen. Berg betont: „Wir werden in den kommenden Jahren ein Zusammenwachsen von Online-Banking und Online-Versicherungsangeboten erleben. Für die Kunden heißt das, dass sie die Möglichkeit erhalten, ihre Finanzangelegenheiten bequem an einem Ort digital zu erledigen.“ (tk)

Bild: © Konstantin Yuganov – stock.adobe.com 




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