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Jedes zweite Unternehmen von Cyberattacken betroffen
26. Juli 2017

Jedes zweite Unternehmen von Cyberattacken betroffen

In den vergangenen zwei Jahren waren mehr als die Hälfte der Firmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Dadurch entstand ein Schaden von rund 55 Mrd. Euro pro Jahr, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt. Die Täter sind häufig im Unternehmen selbst zu finden oder ehemalige Mitarbeiter.


In den vergangenen zwei Jahren waren mehr als die Hälfte der Firmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Dadurch entstand ein Schaden von rund 55 Mrd. Euro pro Jahr, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt. Die Täter sind häufig im Unternehmen selbst zu finden oder ehemalige Mitarbeiter.

Jedes zweite Unternehmen von Cyberattacken betroffen

53% der Unternehmen in Deutschland sind in den vergangenen beiden Jahren das Ziel von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Diese Angriffe verursachten pro Jahr einen Schaden von rund 55 Mrd. Euro für die deutsche Wirtschaft. Dies geht aus einer Studie des Digitalverbands Bitkom hervor, für die 1.069 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche über alle Branchen hinweg repräsentativ befragt wurden. Im Vergleich zur ersten Studie vor zwei Jahren ist der Anteil der Betroffenen von 51% auf 53% leicht angewachsen, der Schaden ist jedoch um rund 8% von 51 auf 55 Mrd. Euro gestiegen. „Unternehmen müssen viel mehr für ihre digitale Sicherheit tun. Die Studie zeigt, dass die Gefahr für Unternehmen aller Branchen und jeder Größe real ist“, mahnte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Vor allem E-Mails vom Datenklau betroffen

Wie die Studie im Einzelnen zeigt, hatten es Datendiebe in jedem sechsten Unternehmen (17%) in den vergangenen zwei Jahren auf sensible digitale Daten abgesehen. Gestohlen wurden insbesondere Kommunikationsdaten wie E-Mails (41%) oder Finanzdaten (36%). In 17% der Fälle fielen Angreifern Kundendaten in die Hände, in 11% Patente oder Informationen aus Forschung und Entwicklung und in 10% der Fälle Mitarbeiterdaten.

Notebooks und Smartphones im Visier der Diebe

Der Diebstahl von IT- oder Telekommunikationsgeräten wie Notebooks oder Smartphones ist laut Studie das häufigste Delikt. 30% der Unternehmen war in den vergangenen zwei Jahren davon betroffen. Dabei ist nicht bekannt, ob es die Täter auf die Geräte an sich abgesehen haben oder vielmehr auf die darauf gespeicherten Daten. In jedem fünften Unternehmen wurden Mitarbeiter manipuliert, um an sensible Informationen zu gelangen (Social Engineering). Jedes achte Unternehmen (12%) ist digitaler Sabotage zum Opfer gefallen, durch die es zum Beispiel zu einer Störung der Produktion kam. 8% der Firmen melden das Ausspähen der digitalen Kommunikation wie E-Mails.

Täter häufig aus den eigenen Reihen

Oft handelt es sich bei den Tätern um aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens. 62% der Firmen, die in den vergangenen zwei Jahren Angriffe in Form von Spionage, Sabotage oder Datendiebstahl zu beklagen hatten, haben die Täter in diesem Personenkreis ermittelt. Für 41% der betroffenen Unternehmen sind Wettbewerber, Kunden, Lieferanten oder Dienstleister für die Angriffe verantwortlich. 21% sehen in Hobby-Hackern die Täter, 7% halten Personen aus der organisierten Kriminalität für verantwortlich. 7% der Unternehmen geben an, die Täter wären unbekannt.

Nur ein Drittel der Firmen meldet Angriffe

Lediglich 31% der betroffenen Unternehmen wenden sich an staatliche Stellen. 46% der Firmen haben eine interne Untersuchung in die Wege geleitet, die Dienste externer Spezialisten haben 34% in Anspruch genommen. Diejenigen Firmen, die eine Attacke nicht den Behörden gemeldet haben, hatten vor allem Sorge vor Imageschäden (35%). (tk)






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