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20. Juni 2026
KI und IT-Sicherheit in der Assekuranz

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 KI und IT-Sicherheit in der Assekuranz

KI und IT-Sicherheit in der Assekuranz

KI als Beschleuniger für Cyberattacken

Doch nicht nur in Unternehmen wird immer häufiger auf KI gesetzt. Auch Cyberkriminelle nutzen diese Technologien, um bestehende Angriffsmethoden weiterzuentwickeln und zu skalieren. KI wirkt dabei in erster Linie als Beschleuniger und Qualitätsverstärker bekannter Angriffsmuster, kann jedoch auch neue Angriffsszenarien ermöglichen. So können Schwachstellen mithilfe KI-gestützter Analysen effizienter identifiziert und priorisiert werden. Auch Schadsoftware lässt sich schneller anpassen und in Varianten weiterentwickeln, wodurch insbesondere signaturbasierte Sicherheitssysteme an Wirksamkeit verlieren können. Ebenso gewinnen Phishing-Angriffe an Qualität: KI ermöglicht fehlerfreie, zielgerichtete Kommunikation in unterschiedlichen Sprachen und erhöht damit die Erfolgswahrscheinlichkeit solcher Angriffe erheblich. Für Firmen bedeutet dies, dass sich die Dynamik und Komplexität von Cyberrisiken weiter erhöhen und bestehende Sicherheitskonzepte kontinuierlich angepasst werden müssen.

KI als Treiber moderner IT-Sicherheit

Doch bei allen genannten Risiken sollte das Potenzial, das künstliche Intelligenz selbst zur Verbesserung der IT-Sicherheit beitragen kann, nicht unterschätzt werden. Denn die gleichen technologischen Fortschritte, die Angriffe effizienter machen, eröffnen Unternehmen zugleich neue Möglichkeiten, ihre Systeme gezielt zu schützen.

Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Verdächtige E-Mails können mithilfe KI-gestützter Filter automatisiert erkannt und aussortiert werden. Auch in der Anomalieerkennung spielt KI eine zentrale Rolle, indem ungewöhnliche Aktivitäten – etwa Zugriffe zu atypischen Zeiten oder von unbekannten Standorten – (teil-)automatisiert identifiziert und bewertet werden. Darüber hinaus kann KI im Falle eines Ransomware-Angriffs dazu beitragen, auffällige Muster wie die massenhafte Verschlüsselung von Dateien frühzeitig zu erkennen. In solchen Fällen lassen sich betroffene Systeme – abhängig von der Sicherheitsarchitektur – automatisiert isolieren und vom Netzwerk trennen, um eine Ausbreitung des Angriffs zu verhindern.

Potenziale nutzen, Risiken steuern

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil unternehmerischer Prozesse und bietet auch in der Versicherungswirtschaft vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Gleichzeitig verändert sie die Risikolandschaft – sowohl durch neue Anforderungen an Regulierung und Datenqualität als auch durch veränderte Bedrohungsszenarien im Bereich der IT-Sicherheit.

KI ist damit ein leistungsfähiges Werkzeug, das sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringt. Entscheidend ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang: Insbesondere beim Einsatz in sensiblen Bereichen müssen Unternehmen sicherstellen, dass Daten geschützt, Systeme nachvollziehbar und regulatorische Anforderungen eingehalten werden.

 KI und IT-Sicherheit in der Assekuranz

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Ein Artikel von
Sören Brokamp