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11. August 2021
Kommunikation und gemeinsame Ziele als Gerüst der „Pool-EU“

Kommunikation und gemeinsame Ziele als Gerüst der „Pool-EU“

„Die Zukunft gehört wenigen großen und vielen kleineren Unternehmen mit enger Kooperation“, begründet Michael Becker, Geschäftsführer des DFV-Maklerservice, im AssCompact Interview die Mitgliedschaft seines Pools in der „Pool-EU“.

Herr Becker, Ihr Unternehmen DFV-Maklerservice ist Mitglied der sogenannten Pool-EU, eines Verbunds von Maklerpools und Vertrieben, der von blau direkt initiiert wurde. Was sind Ihre Beweggründe?

Die technische Grundlage der Pool-EU ist überragend. Zudem hat bei blau direkt das Zwischenmenschliche und Persönliche einen genauso hohen Wert wie bei uns. Das Hervorragende an der Pool-EU ist die gegenseitige Unterstützung, die wir uns ermöglichen.

Verstehen wir es richtig, dass Sie einen Großteil der blau-direkt-Infrastruktur in Anspruch nehmen?

Ganz genau. Wir verwalten auch unsere Direktanbindungen über blau direkt und pflegen andere Dienstleister ein.

Bezahlen Sie Gebühren oder wie funktioniert das Zusammenspiel?

Ja wir zahlen Gebühren.

Die Digitalisierung steht hier sicherlich im Vordergrund. In welchen Bereichen profitieren Sie insbesondere von den Synergien?

Die Digitalisierung steht ganz klar im Vordergrund. Die Kunden-App simplr, RoboSave und das ganze Maklerverwaltungsprogramm erleichtern uns die Arbeit. Natürlich passen wir als Gesellschafter der D-IQ FinExpert Analysesoftware auch Prozesse an blau direkt an, um die Synergieeffekte noch besser auszuschöpfen.

Wo sehen Sie in Sachen Technologie akuten Handlungsbedarf?

Grundsätzlich sind wir mit der Technologie von blau direkt sehr zufrieden. Handlungsbedarf bestünde bei der Überarbeitung einiger Tarifrechner – daran arbeitet der Infrastrukturdienstleister allerdings bereits.

Welche anderen Themen sind für Sie dringend? Bei einem Ihren letzten Treffen standen beispielsweise auch neue Maklerrenten-Modelle im Fokus.

Ja genau. Das ist ein Thema, uns geht es vorwiegend um Vertriebsthemen und darum unsere angebundenen Partner zu schützen.

Nun wollen nicht nur Sie von dem Verbund profitieren, sondern es sollen auch die angebundenen Makler der jeweiligen Mitglieder davon profitieren. Was stellen Sie den Makler- bzw. Vermittlerbetrieben zur Verfügung, was Sie sonst nicht könnten?

Wir haben den Kopf frei. Andere Pools müssen sich selbst um das Herzstück ihrer Systeme kümmern, das Maklerverwaltungsprogramm. So können wir uns durch die Kooperation auf Vertriebsthemen konzentrieren, die sich verkaufsfördernd auf unsere Partner auswirken. Wer an unseren Netzwerktagungen teilgenommen hat, kann dies bestätigen.

Welche Entwicklung sehen Sie in der Pool- oder auch Vertriebslandschaft? Weitere Zusammenschlüsse oder Übernahmen?

Die technischen Anforderungen an die Digitalisierung steigen für Pools und größere Vermittler immer schneller, während die Anbieter in Serie geschluckt werden. Als kleinerer Anbieter würde man früher oder später geschluckt. Mit Kooperation lassen sich Freiheit, Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unter einen Hut bringen. Die Zukunft gehört wenigen großen und vielen kleineren Unternehmen mit enger Kooperation.

Und wie wird man Mitglied in der Pool-EU?

Es gibt keinen Mitgliedsantrag, sondern es ist eine aktuell noch formlose Zusammenkunft.

Es gibt kein bürokratisch fixiertes Gefängnis. Kommunikation und gemeinsame Ziele bilden das Gerüst der Pool-EU. Es ist ein Geben und Nehmen. Wer in der Mitgliedschaft Vorteile durch die Gemeinschaft erhalten will, muss seinerseits schauen, was er den anderen geben kann.

Über die „Pool-EU“

In der „Pool-EU“ haben sich sechs Pools zusammengetan, das sind blau direkt, Wifo, Insuro, Finanz-Zirkel, Arisecur und DFV Maklerservice. Weitere Mitglieder sind die Vertriebe Königswege, Inpunkto, ZVO, Value Factory und FinanzNet.

Bild: © DFV-Maklerservice