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26. Januar 2026
Konsolidierung: Maklerverbünde gehen in die Offensive

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Konsolidierung: Maklerverbünde gehen in die Offensive

Konsolidierung: Maklerverbünde gehen in die Offensive

Die Konsolidierer sind am deutschen Maklermarkt aktiv unterwegs – und das passt nicht jedem. In Hagen in NRW hat sich schon vor geraumer Zeit „germanPartnership“ gebildet. Mit der Plattform wollen drei Maklerverbünde, u. a. germanBroker.net, dafür sorgen, dass ihre Unternehmen auch dauerhaft in Maklerhand bleiben können.

Dass die Konsolidierung am Maklermarkt Einzug hält, ist bekannt, denn links und rechts werden Maklerhäuser übernommen, aufgekauft, Anteile erworben – wie auch immer man es formulieren möchte. Auch AssCompact berichtet regelmäßig darüber. Aber Wind weht eben nicht für immer in dieselbe Richtung.

Und der Gegenwind kommt in diesem Fall aus Hagen in Nordrhein-Westfalen, in diesem Fall von „germanPartnership“, einer Plattform, die von den Maklerverbünden germanBroker.net, ebenfalls in Hagen sitzend, FiNet aus Marburg und CHARTA aus Düsseldorf ins Leben gerufen wurde. Zunächst hatte der Versicherungsmonitor mit germanBroker.net-Vorstand und germanPartnership-Geschäftsführer Hartmut Goebel gesprochen und darüber berichtet. AssCompact hat infolgedessen bei germanPartnership nachgefragt, woher die Idee hinter der Plattform kam und was das konkrete Ziel ist.

Maklerhäuser in Maklerhand

Vivian Martin, ebenso Geschäftsführerin von germanPartnership, bestätigt, dass die Plattform bereits Ende 2023 getätigt wurde. Man hat also kürzlich sein zweijähriges Jubiläum gefeiert. Vor allem gehe es darum, „den Mitgliedern unserer Netzwerke eine passende Nachfolgelösung zu bieten, die einen langfristigen Fortbestand der Unternehmen im Maklereigentum ermöglicht“. Denn es hätten zahlreiche Maklerkollegen den Wunsch geäußert, dass die Betreuung ihrer Mandanten dauerhaft in einem von Versicherungsmaklern geprägten Kulturraum verbleibt. „Es ist daher unser Ziel, die Unternehmen dauerhaft zu halten und ein Netzwerk qualifizierter Maklerhäuser in Deutschland aufzubauen und auf diesem Wege Mitarbeitern und Unternehmermarken eine langfristige Perspektive zu bieten.“

Fortbestand „im Maklereigentum“ ist hier wohl das Stichwort. Die drei oben genannten Maklerverbünde, die germanPartnership ins Leben gerufen haben, sind nämlich alle in Maklerhand, wie auch in der Poolstudie der AssCompact Studien dokumentiert ist. Darin heißt es: „Die Geschäftsanteile sind mehrheitlich in den Händen der angeschlossenen Makler (als Aktionäre oder Genossen).“ Sie unterscheiden sich dahingehend als vom klassischen Private-Equity-Investor, der als Konsolidierer am Maklermarkt zukauft.

Das Angebot von germanPartnership ist in diesem Zuge also auch als Gegenangebot zum klassischen Konsolidierer gedacht. Vivian Martin erläutert gegenüber AssCompact: „Wir verfolgen seit jeher einen partnerschaftlich kooperativen Ansatz und sind mit der CHARTA und FiNet seit vielen Jahren im regelmäßigen Austausch. Die Aufkauf-Aktivitäten der verschiedenen Konsolidierer in den Reihen unserer Maklerkunden haben uns darin bestärkt, ein eigenes Angebot ins Leben zu rufen. Uns drei eint, dass wir alle im Eigentum der angebundenen Makler sind, sodass die Idee schnell aufkam, dass wir gemeinsame Wege gehen möchten.“

Goebel erklärt im Versicherungsmonitor jedoch, dass germanPartnership nicht in Konkurrenz zu den großen Konsolidierern treten könne und wolle: „Wir bieten einen kaufmännischen Preis, das wird nie der höchste sein“, so Goebel. Die interessierten Makler wüssten dies aber auch und würden es nicht erwarten.

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