AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Kunstinvestments brechen ein: Ist der Hype zu Ende?
22. November 2019

Kunstinvestments brechen ein: Ist der Hype zu Ende?

Investments in Kunst verbuchten in den vergangenen Jahren teils atemberaubende Wachstums- und Renditezahlen. Im laufenden Jahr brachen die Kunstinvestments bei den führenden Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips allerdings ein. Steht der Markt damit vor dem Aus?


Investments in Kunst verbuchten in den vergangenen Jahren teils atemberaubende Wachstums- und Renditezahlen. Im laufenden Jahr brachen die Kunstinvestments bei den führenden Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips allerdings ein. Steht der Markt damit vor dem Aus?


Kunstinvestments brechen ein: Ist der Hype zu Ende?

Deloitte und das Research-Unternehmen Arttactic haben die aktuelle Ausgabe des „Art & Finance Report“ veröffentlicht. Dem Marktbericht zufolge haben die drei größten Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips bei Kunstauktionen im ersten Halbjahr 2019 ein Minus von 20,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbucht. Statt 6,96 Mrd. Dollar hat das Trio nur noch 5,55 Bio. Dollar erreicht.

Zunehmender Gegenwind am Kunstmarkt

Deloitte sieht in einen Beleg dafür, dass sich der Kunstmarkt einem härten Umfeld in Form erhöhtet politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten ausgesetzt sieht. Die Experten stellen zudem eine mangelnde Transparenz des Kunstmarktes sowie eine neue Schwemme an Fälschungen fest, die das Wachstum bremsen. Insgesamt misstrauen drei von vier Sammlern dem Markt zunehmend. 85% der Privatbanken sehen die Reputation des Kunstmarktes zudem durch die Anfälligkeit für Geldwäsche gefährdet. Die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche sei diesbezüglich aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Normalisierung eines unnatürlichen Booms

Marion K. Maneker, President and Editorial Director of ArtNews Media, sieht aber keinen Grund zur Panik. Vielmehr habe sich der Kunstmarkt in den letzten 15 Jahre nach einer dramatischen Expansion schlicht und ergreifend normalisiert. Zwar sei mittlerweile klar, dass es eine Spitze des Marktes gibt, die vermutlich 2011, 2014 und 2018 erreicht wurde, auf der anderen Seite sei mittlerweile aber auch klar, dass es auch einen Boden gebe. Deloitte erkennt zudem einen Wandel der Kaufmotive hin zu rationalen finanziellen Motiven und einem Eigentümermodell. Auch das spricht also für eine Normalisierung. Der große Hype der Kunstinvestments dürfte somit zwar vorbei sein, vor dem Aus dürfte der Markt aber nicht stehen. (mh)

Bild: © Romario len – stock.adobe.com




Ähnliche News

Die Übernahme von Legg Mason durch Franklin Resources ist abschlossen. Das hat die Muttergesellschaft von Franklin Templeton nun bekannt gegeben. Es ist die größte und bedeutendste Transaktion in der Geschichte des Investmentmanagers. weiterlesen
Das Center for Financial Studies (CFS) erhebt seit 2007 mit CFS-Index alle drei Monate die Stimmung in der deutschen Finanzwirtschaft. In der aktuellen Ausgabe hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt und damit den Corona-Schock aus dem Vorquartal schon wieder relativ gut verdaut. weiterlesen
Die Deutschen haben bei der privaten Vermögensbildung trotz oder gerade wegen der Corona-Krise weiter einen ganz klaren Favoriten: Immobilien. Sie sind nach wie vor beliebter als Aktien oder Gold und vor allem Lebensversicherungen. Vor allem der Sicherheitsaspekt von Immobilien wird geschätzt. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.