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Kunstinvestments brechen ein: Ist der Hype zu Ende?
22. November 2019

Kunstinvestments brechen ein: Ist der Hype zu Ende?

Investments in Kunst verbuchten in den vergangenen Jahren teils atemberaubende Wachstums- und Renditezahlen. Im laufenden Jahr brachen die Kunstinvestments bei den führenden Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips allerdings ein. Steht der Markt damit vor dem Aus?


Investments in Kunst verbuchten in den vergangenen Jahren teils atemberaubende Wachstums- und Renditezahlen. Im laufenden Jahr brachen die Kunstinvestments bei den führenden Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips allerdings ein. Steht der Markt damit vor dem Aus?


Kunstinvestments brechen ein: Ist der Hype zu Ende?

Deloitte und das Research-Unternehmen Arttactic haben die aktuelle Ausgabe des „Art & Finance Report“ veröffentlicht. Dem Marktbericht zufolge haben die drei größten Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Philips bei Kunstauktionen im ersten Halbjahr 2019 ein Minus von 20,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbucht. Statt 6,96 Mrd. Dollar hat das Trio nur noch 5,55 Bio. Dollar erreicht.

Zunehmender Gegenwind am Kunstmarkt

Deloitte sieht in einen Beleg dafür, dass sich der Kunstmarkt einem härten Umfeld in Form erhöhtet politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten ausgesetzt sieht. Die Experten stellen zudem eine mangelnde Transparenz des Kunstmarktes sowie eine neue Schwemme an Fälschungen fest, die das Wachstum bremsen. Insgesamt misstrauen drei von vier Sammlern dem Markt zunehmend. 85% der Privatbanken sehen die Reputation des Kunstmarktes zudem durch die Anfälligkeit für Geldwäsche gefährdet. Die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche sei diesbezüglich aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Normalisierung eines unnatürlichen Booms

Marion K. Maneker, President and Editorial Director of ArtNews Media, sieht aber keinen Grund zur Panik. Vielmehr habe sich der Kunstmarkt in den letzten 15 Jahre nach einer dramatischen Expansion schlicht und ergreifend normalisiert. Zwar sei mittlerweile klar, dass es eine Spitze des Marktes gibt, die vermutlich 2011, 2014 und 2018 erreicht wurde, auf der anderen Seite sei mittlerweile aber auch klar, dass es auch einen Boden gebe. Deloitte erkennt zudem einen Wandel der Kaufmotive hin zu rationalen finanziellen Motiven und einem Eigentümermodell. Auch das spricht also für eine Normalisierung. Der große Hype der Kunstinvestments dürfte somit zwar vorbei sein, vor dem Aus dürfte der Markt aber nicht stehen. (mh)

Bild: © Romario len – stock.adobe.com




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