Leitungswasser hat im vergangenen Jahr 61% aller Schäden, die der R+V in der Wohngebäudeversicherung gemeldet wurden, verursacht. Das zeigt ein Blick in die Statistik 2025 des Versicherers. Rund 45.400 Meldungen zu Leitungswasserschäden sind bei dem Versicherer eingegangen. Damit sind sie mit Abstand „Spitzenreiter“ bei den Schäden in der Wohngebäudeversicherung.
An zweiter Stelle in Sachen Schadenhäufigkeit stehen mit 29% die Folgen von Sturm bzw. Überschwemmungen. Feuer ist nur für jeden zehnten Schaden in der Wohngebäudeversicherung verantwortlich.
Folgen von Leitungswasserschaden oft weitreichend
Das Problem bei Leitungswasserschäden ist, dass sie oft tage- oder wochenlang unbemerkt bleiben. „Viele denken an ein geplatztes Ruhr“, erklärt Conny Flörcks, Produktentwicklerin bei der R+V. „Aber auch eine defekte Dichtung oder feine Risse und kleine Löcher in Leitungen können großen Schaden anrichten.“
Die Folgen sind oft weitreichend für das Gebäude und dessen Bewohner: Während der Reparaturarbeiten sind häufig Teile der Wohnung oder des Gebäudes nicht nutzbar. Wenn sich Schimmel ausbreitet, kann das die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen.
Prävention kann schlimme Schäden verhindern
Versicherte können mithilfe von Leckage-Schutzsystemen vorsorgen. Bei solchen Systemen werden Warnmelder im Wasserzuleitungsruhr installiert, die auf Druckverlust reagieren und automatisch die Leitung sperren. Auch kleine Lecks bemerkt ein solches System sofort. So kann nicht noch mehr Wasser ins Gebäude dringen. Versicherten, die ein solches Leckage-Schutzsystem nutzen, gewährt die R+V einen Preisnachlass von 10% auf die Leitungswasserprämie ihrer Wohngebäudeversicherung. (js)
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