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LV-Rückabwickler FACTO im eigenverwaltenden Insolvenzverfahren
31. Juli 2018

LV-Rückabwickler FACTO im eigenverwaltenden Insolvenzverfahren

Seit Ende vergangener Woche wird im Internet über eine Insolvenz des LV-Rückabwicklers FACTO Financial Services und den Folgen für Kunden und Vermittler spekuliert. Am Dienstag hat sich das Unternehmen nun selbst zu Wort gemeldet: Der Geschäftsbetrieb gehe in sogenannter Eigenverwaltung weiter.


Seit Ende vergangener Woche wird im Internet über eine Insolvenz des LV-Rückabwicklers FACTO Financial Services und den Folgen für Kunden und Vermittler spekuliert. Am Dienstag hat sich das Unternehmen nun selbst zu Wort gemeldet: Der Geschäftsbetrieb gehe in sogenannter Eigenverwaltung weiter.

LV-Rückabwickler FACTO im eigenverwaltenden Insolvenzverfahren

Die FACTO Financial Services AG aus München, die sich auf die Rückabwicklung von Lebensversicherungen spezialisiert hat, soll am 27.07.2018 Insolvenz angemeldet haben, so wurde im Netz seit einigen Tagen spekuliert. Unter den offiziellen Insolvenzbekanntmachungen war bisher jedoch keine Information eingetragen.

Am Dienstagabend meldete sich nun das Unternehmen selbst zu Wort. In einem Pressestatement heißt es, dass der FACTO Financial Services AG Gläubigerschutz im Rahmen einer Eigenverwaltung genehmigt wurde. Eine solche Eigenverwaltung muss von einem Unternehmen in der Regel zusammen mit dem Insolvenzantrag beim zuständigen Insolvenzgericht beantragt werden. Ein Insolvenzverwalter muss in einem solchen Verfahren nicht eingesetzt werden, allerdings erfolgt eine Aufsicht.

Weiterführung des Geschäftsbetriebs

In der Eigenverwaltung will der FACTO-Vorstand die Geschäfte des Unternehmens weiterführen und den bestehenden Restrukturierungsplan zur Fortführung des Geschäftsbetriebes umsetzen. Der Partner Star Fund soll an Bord bleiben. Allerdings sollen die Kosten gestrafft und dem Geschäftsumfang angeglichen werden. Laut Website sind 100 Mitarbeiter an drei Standorten für FACTO tätig. Zudem ist von einem deutschlandweiten Netzwerk an Vertriebspartnern die Rede.

Bereits eingereichte Verträge zur Rückabwicklung will das Unternehmen weiter prüfen und bearbeiten. Die Auszahlung der Nutzungsentschädigungen an Kunden aus in Bearbeitung befindlichen und künftigen Rückabwicklungs-Vorgängen soll direkt durch mandatierte Anwälte erfolgen. (bh)



Kommentare

von Peter Härtling ... am 01.08.2018 um 14:05 Uhr
Diese Insolvenz war überfällig.
1.) Extrem schlechte Kommunikation und nicht vorhandene Kundenservices
3.) Strukkiverhalten im Vertrieb und verantwortungsloses Verhalten gegenüber Partner, Kunden und Vermittler
4.) Nicht vorhandene Abwicklungsstrukturen, keine Kompetenz in den existentiell wichtigen Grundlagen des
LV-Widerrufs
5.) Lockangebote mit extremen Nachteilen für Kunden und Vermittler
6.) Eine Führung, die offensichtlich ihre Investoren, Geldgeber, Vermittler und natürlich am schlimmsten, ihre
Kunden, skrupellos über den Tisch ziehen wollte.







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