Deutschland steht vor einer massiven Ruhestandswelle: 15 bis 20 Millionen Babyboomer werden bis Mitte der 2030er-Jahre aus dem Berufsleben ausscheiden und damit die Anforderungen an Finanzberatung und Vermögensstrukturierung grundlegend verändern, so heißt es in einer Mitteilung des neu gegründeten Beraterhauses BoomerFinance.
Das Haus, welches u. a. auch als Versicherungsmakler nach § 34d GewO eingetragen ist, widmet sich diesem strukturellen Wandel. Ziel sei, Finanzberatung als Financial Wellbeing zu denken – weg von isolierten Finanzentscheidungen, hin zu einem ganzheitlichen Ansatz aus Vermögen, Vorsorge, Struktur und Lebensqualität.
Hintergrund
Getragen werde das Unternehmen von neun erfahrenen Gründungspartnerinnen und -partnern, darunter ausschließlich ehemalige Vorstände, Unternehmen und Führungskräfte der Finanz- und Investmentbranche aus dieser Generation. Initiator der Gesellschaft ist Olaf Neuenfeldt, der auf internationale Erfahrung u. a. bei der Lloyds Banking Group, Prudential, Aegon und der Al Rajhi Gruppe zurückblickt. Als Vorsitzender der Initiative Ruhestandsplanung, Buchautor und langjähriger Referent beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit strategischer Ruhestandsplanung.
Weiterhin gehören zum Gründerkreis Branchenexperten wie Claus Gillen, früher bei McKinsey, MLP SE und Formaxx AG bzw. JDC Group und Bonnfinanz.
Charles Neus war zuletzt als Leiter Altersvorsorge-Lösungen bei Schroders tätig und hatte zuvor Führungspositionen bei J.P. Morgan AM und Fidelity inne. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Asset-Management und in der Entwicklung strategischer Altersvorsorgelösungen.
Ganzheitlicher Beratungsansatz
Mit dem Eintritt der Babyboomer-Generation in den Ruhestand wächst der Bedarf an strukturierter, unabhängiger Beratung erheblich, so BoomerFinance. Gleichzeitig fehle es aber bislang an integrierten Lösungen, die finanzielle, rechtliche und persönliche Aspekte zusammenführen. BoomerFinance möchte hier ansetzen und Beratung breiter verstehen. Finanzielle Sicherheit solle nicht mit einzelnen Produkten beginnen, sondern mit Überblick, Struktur und langfristiger Klarheit. Financial Wellbeing beschreibe damit die Verbindung aus finanzieller Stabilität, persönlicher Vorsorge sowie Gesundheit, Langlebigkeit und Lebensqualität.
Ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes sei auch das Themenfeld „Frauen und Finanzen“. Frauen seien in zentralen Finanzfragen häufig strukturell benachteiligt, etwa durch unterbrochene Erwerbsbiografien, strukturell geringere Einkommen sowie eine geringere Beteiligung am Kapitalmarkt. BoomerFinance will diese Lücke gezielt adressieren und das Thema stärker in den Mittelpunkt moderner Ruhestandsplanung rücken.
Zielgruppe
Im Mittelpunkt stehen Menschen ab etwa 50 Jahren, die über gewachsene Vermögensstrukturen verfügen und sich mit komplexen Zukunftsfragen auseinandersetzen, etwa dem richtigen Zeitpunkt für den Ruhestand, der nachhaltigen Sicherung ihres Lebensstandards oder dem strukturierten Einsatz ihres Vermögens. Der Beratungsansatz von BoomerFinance gehe dabei bewusst über klassische Finanzthemen hinaus. Neben Vermögensstrukturierung, Einkommens- und Entnahmestrategien sowie Nachfolge- und Generationenplanung werden auch Aspekte wie Gesundheit, Langlebigkeit und Lebensqualität systematisch in die Planung integriert. Weiterhin will BoomerFinance als ThinkTank und Plattform für die Weiterentwicklung von Financial Wellbeing agieren, um neue Standards in der Ruhestandsplanung zu entwickeln und dieses Beratungsfeld gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln. (mki)
Bild: die Geschäftsführer der BoomerFinance GmbH (v. l. n. r.): Olaf Neuenfeldt, Claus Gillen, Charles Neus
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