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9. Juli 2021
Offene Immobilienfonds in Kauflaune
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Offene Immobilienfonds in Kauflaune

Offene Immobilienfonds sind gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Sie haben sogar mehr investiert als im Jahr zuvor. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Scope. Eine Nutzungsart gewinnt dabei sprunghaft an Bedeutung.

Die 15 von Scope im Juni bewerteten offenen Immobilienfonds haben 2020 für rund 8,3 Mrd. Euro Immobilien angekauft. Damit liegt der Umfang der Immobilienankäufe im Corona-Jahr 2020 sogar leicht über den rund 8 Mrd. Euro des Vorjahres. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Scope. Der aktivste Käufer im Jahr 2020 war der hausInvest aus dem Hause Commerz Real. Auf ihn entfallen mit mehr als 1,8 Mrd. Euro bereits 22% des gesamten Investitionsvolumens. Dahinter folgen mit Anteilen von 13% bzw. 10% der grundbesitz europa und der UniImmo: Europa.

Deutschland mit Abstand beliebteste Anlageregion

Die 15 Fonds haben insgesamt in 17 verschiedenen Ländern Objekte erworben. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Länder stand wie gewohnt Deutschland. Mit rund 3,0 Mrd. Euro flossen mehr als ein Drittel des gesamten Investitionsvolumens in deutsche Objekte. Die Niederlande (10%) und Großbritannien (8%) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Logistik und Wohnen statt Handel

Büroimmobilien bleiben bei den Ankäufen die wichtigste Nutzungsart. Ihr Anteil war 2020 mit 52% weiterhin hoch. Er lag aber deutlich unter dem Vorjahresniveau von 61%. Der Anteil der Logistikimmobilien an den gesamten Investments ist hingegen sprunghaft von 6 auf 18% gestiegen. Einzelhandelsimmobilien haben dagegen erheblich an Attraktivität eingebüßt. Sie machten 2020 nur noch rund 6% der Ankäufe aus. 2019 betrug ihr Anteil noch 10%, 2018 sogar noch 18%.

Hoffen auf Corona-Schnäppchen

Scope hat zudem insgesamt 24 Fondsanbieter zu ihren Einschätzungen und Erwartungen befragt. Während in der Vorjahresumfrage noch 60% der Befragten sinkende Ankaufsvolumen für 2020 erwarteten, geht aktuell mehr als die Hälfte von stabilen Ankaufsvolumina aus. Fast 40% der Umfrageteilnehmer sehen sogar steigende Ankäufe. Ein wesentlicher Grund für diesen Optimismus ist, dass viele Anbieter die Covid-19-Krise nutzen wollen, um Marktchancen zu ergreifen. Allerdings lassen „Schnäppchen“ auf dem Markt laut Scope weiter auf sich warten.

Skandinavien auf der Überholspur

In Bezug auf die Regionen dürfte Deutschland der Liebling offener Immobilienfonds bleiben. Fast alle Befragten planen Investments in deutsche Objekte. Aber auch Investitionen in Großbritannien werden der Umfrage zufolge auch in den kommenden drei Jahren anhalten. Rund 65% der Fondsmanager planen hier Investments. Skandinavien rückt derweil deutlich stärker in den Fokus als in der Vergangenheit. Dort planen nun 61% der Befragten neue Investments. Im Vorjahr waren es lediglich 38%.

Deutlicher Bedeutungszuwachs von Logistikimmobilien

In Bezug auf Nutzungsarten führt Wohnen (82%). Büro liegt mit 68% auf Platz 2. Nur noch knapp dahinter folgt mittlerweile aber bereits Logistik mit 64%. Damit hat diese Nutzungsart durch die Covid-19-Krise einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfahren. In der Vorjahresumfrage gaben erst 44% der Befragten an, dass sie in den nächsten drei Jahren Investitionen in Logistikimmobilien planen.

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