GKV-Höchstbeitrag steigt deutlich
Wie stark sich diese Mechanismen auswirken, zeigt die Entwicklung des GKV-Höchstbeitrags. Dieser steigt laut WIP zwischen 2017 und 2027 um 63,4 % von monatlich 683 Euro auf voraussichtlich 1.116 Euro – ohne Pflegeversicherung. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Beitragsbemessungsgrenze, die im gleichen Zeitraum um 46,6 % steigt.
Dass der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2027 dennoch bei 2,9 % bleiben soll, führen die Studienautoren maßgeblich auf die außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze zurück.
Beide Systeme stehen unter Kostendruck
Trotz unterschiedlicher Finanzierungsmechanismen stehen PKV und GKV vor ähnlichen Herausforderungen. Steigende Gesundheitskosten, medizinischer Fortschritt und demografische Veränderungen setzen beide Systeme unter Druck. Die Kostensteigerungen schlagen sich allerdings unterschiedlich in den Beiträgen nieder.
Die Analyse verdeutlicht, dass sich die Beitragsentwicklung langfristig und nicht allein anhand kurzfristiger Anpassungszeitpunkte bewerten lässt. Zugleich sind die Ergebnisse mit Blick auf die unterschiedlichen Finanzierungsstrukturen beider Systeme einzuordnen.
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